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BIUTIFUL

BIUTIFUL

Regie Alejandro González Inárritu
Kinostart 10.03.2011
Genre Drama

Kritiken • BIUTIFUL

10. März 2011 | BIUTIFUL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Das besondere entdeckt Nino Klingler an BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer): er ist zugleich Alejandro González Inárritus konventionellster und experimentellster Film. Klassisch in der Behandlung von Dramaturgie, Zeit und Raum, avanciert in der Form. Und wo inhaltlich doch wieder zu viel geschieht, nicht alles richtig funktioniert, mancher Einfall in die Menschen hinein konstruiert erscheint, so hält Alejandro González Inárritus unfassbar sichere Regie doch alles irgendwie zusammen. Natürlich wird es vor allem gen Ende sehr dramatisch, ein Schicksalsmoment folgt dem andern, Trauer und Ärger allerorten. Doch jede Szene hat ihre spezifischen Charakteristika, kleine Widerhaken in Bild und Schnitt und Farbe und Musik, fast jede ist für sich genommen grandios. So bleibt der Film auf Kurs, und der Zuschauer folgt ihm bis auch die letzten Tiefen ausgelotet sind."

09. März 2011 | BIUTIFUL • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Jan-Philipp Kohlmann entdeckt, worum es in dem Film geht: "Um den Willen zu leben im Angesicht der Vergänglichkeit. In einer Szene wird Uxbal von einer mütterlichen Freundin, die als einzige von seiner Krebserkrankung weiß, gefragt, ob er bereit sei zu sterben. "Ich werde nicht sterben", sagt Uxbal verzweifelt, aber irgendwie gefasst, und meint eigentlich: Ich will nicht sterben. Denn dass er bald sterben wird, weiß Uxbal besser als jeder andere. Aber wie er das sagt, so, als hätte er wirklich noch eine Wahl, das haut einen einfach um."

09. März 2011 | BIUTIFUL • Kritik • bummelkino.de

"Der Filmemacher vermischt das Elend der spanischen Unterschicht mit den unfassbaren Schicksalen der illegalen Einwanderer – ob nun aus dem Senegal oder China. Und der Mexikaner trägt dick auf. Das Drama wirkt in seiner Gesamtheit überladen und schier endlos. Aber dank eines gut aufgelegten Javier Bardem und einer schier großartigen Maricel Àlvarez – dem heimlichen Star des Dramas – ist BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) ein sehenswerter Film über das Leben in einer aus den Fugen geratenen Welt."

09. März 2011 | BIUTIFUL • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen ist enttäuscht. "In BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) erzählt Alejandro González Inárritu erstmals seine Episoden in linearer Folge. Doch die einzelnen Stränge und Motive bleiben voraussetzungs- und folgenlos. Selbst der tragische Höhepunkt – Uxbal vergiftet mit schadhaften Gasbrennern versehentlich die Chinesen – hat keine Konsequenzen. Das Dasein ist manchmal so verworren, doch das Kino sollte es nicht sein: Toller Hauptdarsteller, schwacher Film."

09. März 2011 | BIUTIFUL • Kritik • textezumfilm.de

"Um diese Figur zu zeichnen, setzt Alejandro González Inárritu eine beinahe impressionistische Erzählweise ein: Statt der Verknüpfung verschiedener Episoden, die er in BABEL (BABEL Trailer) meisterhaft inszeniert hatte, verwendet der mexikanische Regisseur in BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) lose miteinander verbundene, teilweise jedoch ausgefranste Erzählstränge.Trotz der bedrückenden Stimmung des ganzen Films entlässt BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) den Zuschauer nicht ohne die Hoffnung, dass die gescheiterte Existenz Erlösung finden wird."

13. Oktober 2010 | BIUTIFUL • Kritik • groarr.ch

Simon Reber schaut auf die Kamera. "Rodrigo Prieto zoomt oft mit seiner Handkamera heraus und lässt die Figuren in den Bildern verloren gehen. Dann wieder zoomt er herein, fasziniert von einzelnen Objekten. Meisterhaft wurden auch die letzten zwanzig Minuten des Films in Uxbals Wohnung gefilmt. Man ist mit ihm gefangen, isoliert. Ein Entrinnen ist nicht mehr möglich – eingesperrt in den eigenen vier Wänden, auf den Tod harrend. Untermalt werden solche starken Szenen durch Gustavo Santaolallas berührende Musik."

22. Juli 2010 | BIUTIFUL • Kritik • schnitt.de

Dietrich Brüggemann bilanziert: "Verglichen mit dem lautstarken Pathos seiner früheren Filme ist BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) still, ehrlich und unglaublich tiefgründig, er ist viel eher ein Meisterwerk als alles, was Alejandro González Inárritu bisher gemacht hat. Man hätte erwarten sollen, daß der Film in Cannes gefeiert wird wie sonstwas, gerade in einem Jahr mit sonst so schwachem Wettbewerb, aber irgendwie geschah das nicht."

20. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Der Tagesspiegel

Chrstine Peitz ist begeistert. "Vor allem ist BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) ein Javier Bardem Film, von der ersten bis zur letzten Szene. Sein Leidensweg, sein Märtyrerantlitz, die Agonie eines Rastlosen, die Verzweiflung, die Schuld (Uxbal besorgt billige Heizlüfter für das Kellerlager von zwei Dutzend Chinesen, an denen diese des Nachts ersticken) – dem spanischen Star gebührt dafür die Darstellerpalme. Aber warum ästhetisiert Alejandro González Inárritu das Elend erneut, warum bürdet er diesem Schmerzensmann alles Unglück und alle Verantwortung auf für die Hilflosen um ihn herum?"

20. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Dieser Film ist so gut, dass es schmerzt, schreibt Daniel Kothenschulte. "So verwegen konstruiert die Grundidee erscheint, so wahrhaftig ist diese Feier des Lebens im Angesicht seiner Auflösung. ... Seine Fantasie lenkt er diesmal in eine einzige, umso stärker ausgemalte Bilderzählung. Und schafft es dennoch, über die Grenzen von Diesseits und Jenseits zu blicken: Wie in der Szene, wo Uxbal den Sarg seines ihm unbekannten Vaters nach Jahrzehnten öffnen lässt, weil man auf dem Friedhof ein Einkaufszentrum baut. Auch diese metaphorische Begegnung mit dem eigenen Tod könnte leicht in schlechten Geschmack umkippen. Stattdessen ist sie voller Würde und Poesie. Und das alles in einem schockierend ungeschönten Barcelona."

19. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte erlebte einen magischen Moment. Der Regisseur "inszeniert BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) konsequent als Charakterstudie. Die Kamera bleibt ganz nah an Javier Bardems trauriger Miene, seinem sorgenvollen Blick. Der Darsteller zeigt hier erneut eine beeindruckende Leistung und sollte in Cannes gute Chancen auf den Darstellerpreis haben. Mit der geduckten, stets zum Sprung bereiten Physis eines verletzten Raubtiers trägt er den gesamten Film auf seinen Schultern und lässt den Wunsch des Regisseurs nach größtmöglicher Identifizierung und Nähe mit Uxbals zerquältem Charakter in Erfüllung gehen."

19. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • cannesblog

Nino Klingler findet BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) eindrucksvoll im besten Sinne des Wortes. "Andere Regisseur würden für ein Zehntel seines Ausdrucksspektrums über Leichen gehen: seien es die grandios choreographierten Discoszenen, die wilden Verfolgungsjagden, die sanften Momente familiärer Zärtlichkeit, oder diese Großaufnahmen, die aus Licht und Gesicht Emotionen fast wie aus Marmor formen können. Oder all die kleinen Schwenks, Detailbeobachtungen, unscharfen abstrakten Flächen, die den Schnitt so reich werden lassen: visuelle Ornamentierungen sind das, die jeder Szene ihre individuelle Färbung verleihen. Alejandro González Inárritu ist ein Genie, da geht Größenwahn durch."

18. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala entdeckt pittoreske Elemente der Exaltiertheit: Lust an ausufernder Epik und den Drang zum Drama, und das möglichst existenziell. "Mit einer finsteren Restkraft geht dieser Uxbal durch die Welt, und zugleich bleibt er in seinem Todmüdesein verletzlich, entwickelt ein Gefühl für Lebensschuld und versucht, während neue sich türmt, einen Teil zumindest der alten abzutragen. Javier Bardem gibt dem Film Trauer und Wärme, Abschied und Hoffnung – und Maribel Alvarez als die haltlose Mutter seine Kinder ist, als dramaturgischer Kontrapunkt, von geradezu herzzerreißendem Selbstzerstörungsdrang."

18. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah eine spirituelle Form der Grenzüberschreitung. "Es geht hier ebenso um die Schönheit des Moments, die Vergänglichkeit und Ewigkeitsvorstellungen wie um die Globalisierung. Am Ende fühlt man sich von BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) ähnlich erschöpft wie Uxbal vom schweren Alltag mit dem Krebs, einer letztlich völlig ungesicherten Existenz und einer manisch-depressiven Frau. Aber anders als er kann man einfach in den nächsten Film gehen."

18. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Basler Zeitung

Florian Keller bezeichnet BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) als Drama um Schuld und Erlösung und den Überlebenskampf in der globalisierten Moderne. Der Kritiker "wittert schon das Pathos des Schmerzensmannes – und ist dann angenehm überrascht von der Zurückhaltung, die Alejandro González Inárritu hier pflegt. BIUTIFUL (BIUTIFUL Trailer) mag das schlichtere Werk sein als BABEL (BABEL Trailer), aber in einem glanzlosen Wettbewerb gibt es bislang wenig, was die fiebrige Intensität des Alejandro González Inárritu erreicht."

18. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald hat der Film ein Déjà-vus beschert. Javier Bardem "agiert als das gute Gewissen des harten Milieus, das Iñárritu in beeindruckender Rohheit darstellt. Hier allerdings liegt auch das Manko des Films. Denn während BABEL (BABEL Trailer) auf gesellschaftliche Zusammenhänge verwies, die geografische und soziale Sphären überwinden, beschränkt Alejandro González Inárritu sich hier weitgehend auf die nackte Abbildung eines Ausschnittes des menschlichen Daseins. Dies steht in seltsamem Kontrast zu seiner spirituellen Verbrämung der Existenzfragen."

17. Mai 2010 | BIUTIFUL • Kritik • sennhauser.ch

"Eigentlich nicht überraschend, dass sich mein ganzer Organismus gegen diesen Film wehrt, dass ich ihn physisch als unangenehm erlebt habe, und dass ich nicht die geringste Lust verspüre, mir das noch einmal anzutun, noch, das Erlebnis jemand anderem ans Herz zu legen. Eine künstlerische Leistung gewiss. Die Wirkung lässt sich allerdings auch dadurch erzielen, dass ich mir einen Hammer auf den Daumen haue."

01. April 2010 | BIUTIFUL • Kritik • Biutiful

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