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MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR

MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR

Regie Miraz Bezar
Kinostart 22.04.2010
Genre Drama

Kritiken • MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR

22. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • Neues Deutschland

Alexandra Exter bezeichnet den Film als Meilenstein: "Wo Miraz Bezar sich künstlerische Freiheiten erlaubte, tat er das nicht im Sinne einer dramatischen Zuspitzung, sondern um das reale Geschehen erträglicher zu machen. Was vielleicht erklärt, warum man den Kindern ihre schrittweise Verwahrlosung so wenig ansieht. Möglicherweise hätte es dem Film hier besser getan, wäre nicht ganz so viel Rücksicht auf die Sensibilitäten eines westlichen Publikums genommen worden. Aber es ist der politisch brisante Inhalt, nicht die ästhetische Perfektion, die den mit schmalsten Mitteln und ohne jede öffentliche Förderung produzierten Film zum Meilenstein machen."

22. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz bewundert "die konsequent auf gewaltfreie Lösungen setzende Haltung des Regisseurs. Nicht wütende Anklage oder bitterer Vorwurf sind die Kräfte, die MIN DîT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR (MIN DîT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR Trailer) vorantreiben, sondern Bezars leidenschaftliches und akribisches Interesse am Lebenswillen jener, deren Leben am seidenen Faden hängt. Dass er den Schrecken politischen Terrors aus der Perspektive der Kinder zeigt, hat auch den Grund, dass in deren Bewusstsein die Verzweiflung noch nicht abgrundtief geworden ist. Noch liegt in ihren Augen ein nicht ganz zerstörtes Vertrauen in die Welt, die Hoffnung, dass es irgendwie weitergeht."

21. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster ist erfeut über die mutige Herangehensweise des Filmes: "Die deutschen Filmförderinstitutionen hätten ihm, so steht zu vermuten, das Drehbuch zu MIN DîT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR (MIN DîT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR Trailer) um die Ohren gehauen. Aus den denkbar falschesten Gründen, versteht sich: weil es sich weigert, die dem Leben entlehnten Situationen dem billigen Effekt unterzuordnen und weil es da, wo es diesen Situationen etwas Konstruiertes hinzufügt, das nicht in melodramatisierender, sondern in politisch-agitatorischer Absicht tut."

20. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • schnitt.de

Martin Wertenbruch hat sich von dem Film überzeugen lassen. "Der Film ist mit digitaler Kamera gedreht, Licht und Ton unaufgeregt gelöst. Sämtliche Darsteller sind Laien. Das bringt mitunter eine leicht holprige Spielweise mit sich, aber man gewöhnt sich schnell an das überzeugende wie überschaubare Ensemble. Inszenierte Sequenzen werden mit dokumentarisch anmutenden Aufnahmen konterkariert, was eine besondere, in sich schlüssige, filmische Form ergibt. Einzig das Geschwisterbaby wäre dramaturgisch nicht notwendig gewesen, denn der Film weiß auch so zu berühren."

02. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • programmkino.de

Laut Michael Meyns verlässt der Regisseur "den Blick der Kinder und wechselt mal zur in Istanbul verhafteten Tante, dann zum Polizisten und seinem angenehmen Leben. Es waren wohl die gefühlte Notwendigkeit der Geschichte, das Verlangen, ein umfassenderes Bild der kurdischen Situation zu entwerfen, die Bezar zu dieser Entscheidung führte. Die Folge ist allerdings, dass die starken, impressionistischen Szenen vom Leben der Kinder auf der Straße immer wieder von stark narrativ geprägten Momenten unterbrochen werden, die weniger gelungen sind. Immer dann aber, wenn die Hauptdarstellerin Senay Orak im Mittelpunkt steht, vor allem ihre eindringlichen braunen Augen, die schon viel zu viel gesehen haben, dann ist MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR (MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR Trailer) das subtile, eindringliche Portrait eines Teils der Gesellschaft, die nicht nur in der Türkei zu finden ist."

02. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen ruhigen, diskreten, fast zeitlosen, parabelhaft für Vieles stehenden "Film, in dem auch – ohne Betonung – der Hinweis auf die Verbrechen an den Armeniern nicht fehlt. Das schmerzliche und gefährdete Leben der Kurden in Diyarbakir und überhaupt der Region wird stellvertretend eindrucksvoll geschildert. Ein leidvolles Gesellschaftsbild von einigem Rang."

01. April 2010 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • Min Dît: Die Kinder von Diyarbakir

Überblick zum Film auf moviepilot.de

23. Oktober 2009 | MIN DÎT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR • Kritik • Neues Deutschland

Uli Gellermann war dabei, als der Film beim Filmfestival in Antalya lief. "Der erste Film zur Kurdenfrage, der auf einem türkischen Festival gezeigt werden konnte. Eine Schande sei es für die Türkei, dass solche Filme zugelassen würden, erregt sich ein älterer Mann, in dessen steifer Haltung der ehemalige Militär zu erkennen ist. Und so manches Kopftuch, eigentlich im anderen politischen Lager verortet, nickt. Doch eine Mehrheit rund um das Kino reagiert anders: "Endlich", sagt eine junge Frau und erntet Beifall, "Endlich sind wir soweit, die Morde zu diskutieren, wir sind auf gutem Wege!""

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