Inhalt • DAS SCHMUCKSTÜCK
Ein bürgerliches Provinznest in Frankreich. Wir schreiben das Jahr 1977 und Suzanne (Catherine Deneuve) lässt sich von ihrem tyrannischen Ehemann Robert Pujol (Fabrice Luchini) das Leben schwer machen. Dieser ist ein schwerreicher Industrieller und der unangefochtene Patron seiner Regenschirm-Fabrik. Auch gegenüber seinen Mitarbeitern, seiner Geliebten (Karin Viard) und seinen Kindern (Jérémie Renier und Judith Godrèche) zeigt er keinerlei Mitgefühl, denn sein Wille ist eisernes Gesetz. Die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sind schlecht und die Angestellten höchst unzufrieden, doch Robert duldet keinerlei Widerspruch und beharrt auf seinem autoritären Führungsstil.
Kritik • DAS SCHMUCKSTÜCK • 23. März 2011 • Berliner Zeitung
Christina Bylow hat sich nicht überzeugen lassen, lobt aber die Darsteller. "In schöner Abwechslung wendet sich der französische Regisseur mal dem Schweren, mal dem Leichten zu. Wobei das Schwere bei ihm oft etwas Schwebendes hat, während die Komödien geradezu gravitätisch daherkommen. Das hat eindeutig mit seinen Schauspielern zu tun. Vor allem mit Catherine Deneuve. Selbst im roten Trainingsanzug strahlt sie etwas Majestätisches aus, dazu kommt jene etwas biedere Kontrolliertheit, die immer darauf achtet, dass ja nichts verrutscht. Ihr Disco-Tänzchen mit Gérard Depardieu, der den Gewerkschaftsboss spielt, ähnelt denn auch einem Menuett am Hofe."