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THE TREE OF LIFE

THE TREE OF LIFE

Regie Terrence Malick
Kinostart 16.06.2011
Genre Drama, Fantasyfilm

Kritiken • THE TREE OF LIFE

18. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler entdeckt "das Dilemma: Mit den kleinen "Offenbarungen" seines filmischen Genies gibt sich Terrence Malick nicht länger zufrieden. Ausgenommen vom ersten und letzten Bild jedoch weiß der Film wohl insgeheim, dass diese eine Grenze, zumal so schwammig gezogen, wohl ewig unpassierbar bleibt. Und dieses Wissen kann THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) retten. Wer viel Blödsinn aushalten kann, bekommt hier das ehrliche Dokument eines fantastischen, größenwahnsinnigen Scheiterns. Und damit etwas, letztendlich, zutiefst Menschliches."

18. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Rüdiger Suchsland ist begeistert. "Ein großartiger Film, eine ebenso wunderbare, wie irritierende Erfahrung. Das eine ist nicht vom anderen zu trennen, denn Terrence Malick will unbestreitbar Schönheit schaffen und er will hier nicht weniger als von allem erzählen: Vom Großen, Ganzen, vom Kosmos, von der Schöpfung. Vom Leben. Von der Familie. Von Liebe und Gewalt, vom Tod und von Erinnerung. Kann das gehen? Wenn es kann, dann nur so, wie es Malick macht: Indem er in die Vollen greift. Ohne Angst, etwas falsch zu machen. Mit dem Mut zum Pathos, zur durchgeknallten Hippie-Fantasie. THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) ist ohne Frage ein hybrides Projekt."

19. Dezember 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • wieistderfilm.de

"THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) lässt Darwinismus auf Spiritualität treffen, zeigt Trauerarbeit in existentialistischen Gedankenspielen", entdeckte Philipp Stroh. "Dabei überträgt Malick die Entstehung des Kosmos auf den Mikrokosmos Familie, aus der Sicht eines Sohnes, und bringt so auch noch eine Ode an die Kindheit unter. Das alles in Rückblenden, bis im träumerischen Finale die Grenzen von Zeit und Raum vollends aufgelöst werden."

16. Juni 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen ist des Lobes voll. "Die visuelle Kraft der ihm eigenen Bildsprache kombiniert mit dem Wagemut des amerikanischen Wunderlings eine Geschichte voll offener Projektionsflächen zu erzählen, lässt eine Kinosprache entstehen, der sich kaum ein Zuschauer entziehen kann. Seine amerikanische Familiengeschichte, die nebenbei nichts weniger als die Erdengeschichte von der Schöpfung bis zur biblischen Apokalypse erzählt, steht sicher für die Vergänglichkeit des Menschen und seines Tuns, lässt sich aber auch als deutlich formulierte Gesellschafts-Kritik entziffern."

13. Juni 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • dasmanifest.com

Björn Lahrmann "könnte nun skeptisch einwenden, dass das Spontane, Lebendige ein mühsam erzeugter Effekt ist, Resultat eines unendlich akribischen Arbeitsprozesses, der nicht umsonst Jahre in Anspruch nimmt. Die Kehrseite der Natürlichkeit etwa, die das 50er-Jahre-Setting atmet, ist ein authentizitätsfetischistischer Gewaltakt an Ausstattung, Kostümierung, Frisierung. Das ist wohl das Paradoxon Terrence Malick: Impressionismus via Perfektionismus (die Vergleiche mit Stanley Kubrick, der mit ähnlichen Methoden Gegenteiliges erreicht hat, sind so unvermeidlich wie falsch)."

10. Juni 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • filmgazette.de

Der Film lässt sich laut Janis El-Bira "weder auf eine größenwahnsinnige Sternfahrt reduzieren, der eine mitunter arg pathetische Familiengeschichte um drei Jungen und ihre so unterschiedlichen wie gleichermaßen liebenden Eltern beigemischt ist. Noch könnte man behaupten, es ginge hier um Erbauung: Um die Einordnung aller menschlichen Liebe, Leiden und Gleichgültigkeiten in einen metaphysisch-sinnstiftenden Überbau. Sicherlich würde all das den Film zum Teil treffend beschreiben, doch es würde übersehen, wie gleichzeitig, gehäuft und dicht diese Elemente neben- und ineinander ablaufen."

08. Juni 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • f.lm.de

Im Legendendunst seiner Vorgeschichte mag es laut Martin Gobbin "enttäuschend erscheinen, dass THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) letztlich nicht das große Meisterwerk vom Range der Kubrick’schen Vision ist. Nimmt man aber Abstand von diesen übersteigerten, nahezu unerfüllbaren Erwartungen, bleibt dennoch ein sehr gelungener, visuell berauschender und atmosphärisch starker Film. ... THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) ist ein tief spirituelles Werk, das sowohl eine naturwissenschaftliche als auch eine religiöse Bewunderung der Welt zulässt. Zwischen "Natur und Gnade" müsse man sich im Leben entscheiden, heißt es früh im Film."

08. Juni 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • groarr.ch

Terrence Malicks Hymne an das Leben umhüllt den Zuschauer mit imposanten Bildern und einer eigenwilligen Erzählstruktur, bilanziert Severin Auer. "Die Geschichte der Welt und die einer texanischen Familie in den 1950er Jahren werden unkonventionell aus einzelnen Erinnerungsfetzen zusammengesetzt – und wirken doch wie aus einem Guss. Ein Rausch, der Evolution und Kreationismus kollidieren lässt, philosophische und esoterische Ausmasse annimmt, das Kleine als Teil eines grossen Ganzen sieht und die Frage nach der Existenz der Welt als gedachte Wirklichkeit aufwirft. Poetisch und kunstvoll."

06. Juni 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • filmsprung.ch

"Grandios sind die Kameraarbeit und der Schnitt, die zu einer hypnotisierenden Wirkung führen. Genauso eindringlich wie die visuelle Gestaltung ist aber auch die Leistung der Schauspieler, besonders von Brad Pitt, der wie eine Urgewalt durch den Film wirbelt, und von Jessica Chastain, die als zartes Gegenstück durch die Szenen schwebt. Zuletzt: Der Inhalt des Films vermag entweder zu berühren oder aber einfach nur zu langweilen. Das hängt primär von der persönlichen Einstellung ab. Fazit: THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) ist ein kühnes Experiment, dass je nach subjektiver Einschätzung auf packende Weise zu philosophischen Gedanken anregt oder einfach nur gewaltig scheitert."

18. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord stellt fest: Terrence Malicks "Streben nach dem ozeanischen Gefühl ist mit Kompositionen von Brahms, Mahler, Smetana, Berlioz und anderen unterlegt. Da denkt man sich bisweilen: Das alles ist zu große Oper für diese Durschnittsfamilie O'Brien, es bläht sich zu sehr in seiner Spiritualität, seiner Naturmysthik und Gottessuche. Als Mittel der Zeitdiagnose lässt sich THE TREE OF LIFE (THE TREE OF LIFE Trailer) sicher nicht verstehen, eher als Delirium über die letzten Dinge."

18. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald sah "ein bildgewaltigen Hymnus auf das Leben und die Entstehung allen Seins, eine Exploration der Urgewalten, die das Universum erschufen und zusammenhalten, eine Ode an die Liebe. Sean Penn wandelt durch eine irritierende Welt, sich seiner Kindheit und des autoritären Vaters (Brad Pitt) erinnernd. Er ist auf der Suche nach Gott. Glaubenszweifel treiben ihn um, die wahre Religiosität erst konstituieren. Terrence Malick blickt auf den Beginn der Welt, die Elemente, die das Dasein begründen – und findet eine Erklärung für den Glauben. Es ist, als habe man das Leben in seiner Essenz geschaut."

17. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Der Spiegel

Terrence Malick mag laut Andreas Borcholte "größenwahnsinnig sein, in seinem Anspruch, eine Erklärung für das Geworfensein des Menschen zu finden, aber so vermessen, tatsächlich eine Antwort zu geben, ist er nicht. Die muss jeder, der diesen wundersamen, mitreißenden und bildgewaltigen Film gesehen hat, selbst für sich finden. Oder aber man entscheidet sich dafür, sich gar nicht erst einzulassen auf so viel Naivität in diesem Festival der zynischen Blicke auf die Welt und ihre Läufe. Dann findet man die aus dem Off gesäuselten Sinnfragen vielleicht prätentiös."

17. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Der Tagesanzeiger

Florian Keller "ist überwältigt, irgendwie ergriffen, aber immer auch peinlich berührt. Und das Mysterium bleibt. Was haben wir da gesehen? Schwer zu sagen. Eine bildgewaltige Rhapsodie von Trauer und Vergebung. Ein sinfonisches Stossgebet von über zwei Stunden, begleitet vom Wispern einer frommen Mutter. Und nebenbei nicht weniger als die Entstehung der Welt. Ja: Wenn der Naturlyriker Terrence Malick von einer Kindheit in den 50er-Jahren erzählt, geht er zurück bis zum Urknall. Sogar ein paar Saurier lässt er durch die Gegend tapsen."

17. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh sah "der Entwicklung eines Kindes zu, den ersten Schritten, dem Spiel mit den Brüdern, den erzieherischen Einschränkungen, die vom strengen Regiment des Vaters (Brad Pitt) kommen, dem Schutz, den eine Mutter (Jessica Chastain) gewährt; und so erfasst man existenzielle Lektionen, die aus dem gesellschaftlichen Miteinander hervorgehen - die Erfahrung von Schuld, die Notwendigkeit der Rebellion, den Trost der Liebe. Die Schönheit von Terrence Malicks Kino ist eine, die sich der Wiederherstellung der Wirkkraft von Bildern verdankt: Alles liegt ausgebreitet vor einem da. Das mag nicht in jedem Moment dieses beeindruckenden Films funktionieren, da manche Bilder schon zu sehr von anderen Kontexten überlagert sind, aber es ist ein Wagnis, das jeden Respekt verdient."

17. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala entwickeln Passagen "mitunter einige Suggestionskraft: als unsortierte Erinnerungsschleifen eines lebenslang Beschädigten, als obsessiv nachzuträumende Traumata, die kein späteres Glück auszuwaschen vermag. Doch da ihm auch dieses Bildermaterial immer wieder zu zerfallen droht, sucht Terrence Malick sein Heil in purer Esoterik. Und was als überhöht autobiografische Trauerarbeit angelegt gewesen sein mag, gerät ihm zu alle Sinne und Sinnhaftigkeit zudröhnendem Kunstgewerbe."

17. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Berliner Zeitung

Daniel Kothenschulte ist irgendwie enttäuscht. "Brad Pitts Filmkinder lässt Malick paradiesisch über Wiesen tollen, zu Charakteren werden sie dabei nicht. Und so kommt es, dass sich auch der Weltschmerz von Mutter und Bruder (Sean Penn) nach dem Tod des 19-Jährigen nicht vermittelt, obwohl Malick dazu in monumentalen Schnittfolgen alle erdenklichen Naturschönheiten aufbietet, unterlegt abwechselnd mit Smetanas "Moldau" und den Klangschalen-Kompositionen des Deutschen Minimalisten Klaus Wiese. Terrence Malicks Erhabenheitsmaschine kennt alles - außer Stockhausen. Im tragisch scheiternden Versuch, den Prolog von Stanley Kubricks 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM an Bildgewalt zu übertreffen, ersetzt er buchstäblich Affen durch Dinosaurier."

16. Mai 2011 | THE TREE OF LIFE • Kritik • sennhausersfilmblog.ch

"Die erste Stunde dürfte das Esoterik-Bedürfnis sämtlicher Hockey-Moms rund um Sarah Palin, der Kreatonisten und der kulturell nicht völlig unterbelichteten Tea-Party-Mitglieder abdecken und einen grossen Teil von ihnen zu Tränen rühren. Was Sean Penn als erwachsene Version des jüngeren Bruders in dem Film genau macht, bleibt rätselhäft – ausser, dass auch er einige der Fragen an Gott aus dem Off beisteuert."

01. November 2010 | THE TREE OF LIFE • Kritik • Tree of Life

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