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LIVERPOOL

LIVERPOOL

Regie Lisandro Alonso
Kinostart 15.04.2010
Genre Drama

Kritiken • LIVERPOOL

12. April 2010 | LIVERPOOL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Die eigentümliche Kraft gewinnt der Film laut Josef Lommer durch seine kontinuierliche Undefiniertheit in Form und Inhalt. "LIVERPOOL verabschiedet sich gleichsam vom Photogénie, er lässt die polysemantischen Möglichkeiten des Films nicht nur ungenutzt, sondern macht auch auf ein anderes seiner Potenziale aufmerksam. Er kann mehr Fragen stellen, als er beantwortet, er kann das sein, was keiner von ihm erwartet zu sein. Das Überraschende in Lisandro Alonsos Werk ist eine geradezu verstörende Schlichtheit. Wer sich dazu bewegen lässt, Farrels Reise zu folgen, dem wird ein Stück Kino zuteil, das es schafft, ungewöhnliche Impulse zu setzen. Das kann entweder für ein begeistertes oder ein völlig unbefriedigtes Publikum sorgen. Beiden Parteien werden für LIVERPOOL, wie den Figuren des Films, wohl die Worte fehlen."

14. April 2010 | LIVERPOOL • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer will eigentlich nur "kurze Hauptsätze schreiben. Alles hat hier mit wenigen Worten großes Gewicht. Ein Mann verlässt ein Schiff. Er geht an Land im Süden von Argentinien, Tierra del Fuego, Feuerland, die Antarktis ist nah. Man sieht ihn vor Gletschern in einem stillgelegten Bus und denkt für einen Moment an INTO THE WILD (INTO THE WILD Trailer), Sean Penns geradezu ekstatisches Meisterwerk. LIVERPOOL aber ist anders, ist ein denkbar unekstatischer Film. INTO THE WILD (INTO THE WILD Trailer) feiert das Verlassen der Zivilisation als Aufbruch in ein anderes, das richtige Leben; als einen Aufbruch, der nicht einmal durch den Tod widerlegt werden kann. LIVERPOOL feiert nichts."

05. April 2010 | LIVERPOOL • Kritik • schnitt.de

Die Einstellungen sind nicht beliebig, sondern bewußt ausgewählt, stellt Arezou Khoschnam fest. "Sie sind jedoch beliebig in Hinblick auf die Geschichte, die ihnen auferlegt wurde. Die Bilder hätten ebenso gut jede andere Geschichte erzählen können (wäre nicht der obengenannte Hinweis relativ zu Beginn des Films). Sie dienen nicht als visuelles Äquivalent zum Inhalt, sie stehen für sich selbst. So entstehen zu der Bilderreihe auf der Leinwand diverse narrative Ansätze im Kopf des Zuschauers, die sich mehr durch Fragen formulieren denn durch Feststellungen. Die Ungewißheit ist ein wesentlicher Bestandteil der Regie, sodaß die Suche nach Antworten sich notgedrungen zu einem vergeblichen Unterfangen entwickeln muß."

05. April 2010 | LIVERPOOL • Kritik • schnitt.de

Dieter Wieczorek sah ein phlegmatisch irritierendes Road Movie. "Der Rest: Unausgesprochenes, Versäumtes, Nichtwiederherzustellendes. Ein Leben auf Fahren und Gehen reduziert, bezugslos, heimatlos. Die Kosmen Kaurismäkis und Bressons klingen an, doch es ist noch eine Spur kälter. Der Argentinier Alonso läßt seinen Protagonisten Vargas aus Los Muertos hier noch weiterlaufen, ins Eis hinein."

01. März 2010 | LIVERPOOL • Kritik • Liverpool

Überblick zum Film auf moviepilot.de

20. Mai 2008 | LIVERPOOL • Kritik • artechock.de

"Ein Hauch von Aki Kaurismäki liegt in vielen Szenen, sowohl durch ihre Lakonie, aber noch mehr in ihrer Inszenierung. Doch im Gegensatz zu Kaurismäki sind bei Lisandro Alonso die Tragödien nicht hinter etwas versteckt, was man als absurden Humor begreifen und abtun könnte. Denn was sich enthüllt, als der Mann ankommt, kurz dableibt und dann wieder abreist, ist eine Tragödie."

20. Mai 2008 | LIVERPOOL • Kritik • orf.at

Lisandro Alonso "kreiert auch hier mit seinem Gespür für Bilder und Atmosphären eine sogartige Wirkung, bei der die zu erzählende Geschichte (das Bisschen, das es eben gibt) schnell in den Hintergrund rückt. Als einer der jungen Wilden des argentinischen Kinos (neben Lucrecia Martel) gefeiert, wünscht man sich auch auf von ihm mittlerweile ein wenig inszenatorische Weiterentwicklung oder Flexibilisierung, auch wenn seine Arbeiten noch nicht die Ermüdungserscheinungen wie die der Dardennes plagen."

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