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NOTHING PERSONAL

NOTHING PERSONAL

Regie Urszula Antoniak
Kinostart 08.04.2010
Genre Drama, Road Movie

Kritiken • NOTHING PERSONAL

01. April 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Aus den leeren Worten ergibt sich ein Sprachspiel, bei dem Nicolas Oxen "nie weiß, was ernst und was ironisch ist, was Taktik und was Emotion. Hier kommt die Annäherung zustande, über die der Film erzählen will, denn hier funktioniert das puristische Formprinzip und lässt wenig Worte mehr sagen als die vielen schönen Bilder. Was auf ästhetischer Ebene vor lauter Formwillen einfach und schematisch geraten ist, wird durch die Gegensätzlichkeit der Figuren interessant. Anne und Martin haben sich gar nicht so viel zu sagen, und aus dieser Leere in den Sätzen, die die beiden wechseln, ergibt sich etwas, das man nicht in Großaufnahmen von Annes ersterbendem Lächeln zu zeigen brauchte. Der Kampf um Sinn und Bedeutung bleibt ein Dilemma von "Sagen" und "Zeigen", in der Liebe wie im Kino."

08. April 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander findet nur gut Worte: ein Film wie seine Protagonistin - schön und traurig, abweisend und doch liebenswert. Die Geschichte selbst klingt wahrscheinlich "anstrengend und prätentiös. Dauert aber nur 85 Minuten, die nur so dahinfliegen, wenn man sich erst mal auf diese verschrobenen Leute in diesem verschrobenen, kleinen Film eingelassen hat. Am Ende ist mit wenigen Worten alles gesagt. Oder eben nicht gesagt und trotzdem erzählt."

08. April 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann sah "die Geschichte einer langsamen Annäherung, einer Annäherung in Gesten, in Blicken, die da erzählt wird, als wär’s zum ersten Mal. Das Essen, dass er ihr auf die Bank vor die Tür stellt, weil sie nicht ins Haus kommen will: ein Liebesbeweis. ... Es ist nur konsequent, dass sich in diesem so verstörenden wie tröstenden Film am Ende der Kreis schließt, der Kreis des Lebens, das immer auch ein Abschiednehmen ist. Fast hätte es den Kunstgriff nicht gebraucht, mit dem Urszula Antoniak ihren Film kapitelweise rückwärts erzählt."

08. April 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Außergewöhnlich nennt Claudia Schwartz NOTHING PERSONAL. Die Regisseurin "macht aus ihren beiden Beziehungsverweigerern keine Helden, sie gibt ihnen nicht einmal ein psychologisches Profil, sondern allenfalls eine Kontur. Wie sie aber die leise aufkommende Anziehungskraft in den Blick nimmt in dieser fotografisch bestechend umgesetzten Sicht auf ein ungleiches Paar, zeugt von seltener Ausdruckskraft. Auf zaghafte und ungewöhnliche Weise entsteht eine Bindung, die Anne und Martin zu Verlierern ihres seltsamen Wettbewerbs werden lässt, wenn jeder für sich jeweils nach Anhaltspunkten über das Leben des anderen zu suchen beginnt."

08. April 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • artechock.de

Laut Stefanie Schulte-Krude verlässt sich die Regisseurin "ganz auf die Ausdruckskraft der Gesichter und Gesten ihrer Schauspieler. Und sie setzt bewusst auf Stille statt auf erklärende Dialoge. So wird selbst das Interieur eines Landhauses – die Einrichtung einer Küche, das Sortiment der Musiksammlung oder der Blick aus einem Fenster – beredet. Solch eine Kunstfertigkeit und eigenständige Filmsprache konnte zuletzt das französische Drama SOIS SAGE aufweisen; wenngleich NOTHING PERSONAL in seiner Machart wesentlich simpler und stringenter daherkommt."

02. April 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • br-online.de

Harald Steinwender sah eine anrührende Studie über Einsamkeit. "Neben den ausgezeichneten Schauspielern beeindruckt das sensibel inszenierte Drama durch die kunstvoll in das Gesamtkonzept einbezogene Landschaft. Trotz des Drehs an oft nur schwer zugänglichen Originalschauplätzen widerstehen die Regisseurin und ihr Kameramann Daniel Bouquet der Versuchung, pittoreske Postkartenmotive einzurichten. Vielmehr erscheint die westirische Region Connemara als karge Seelenlandschaft unter blaugrau verhangenem Himmel. Die Natur spiegelt die Isolation und Bindungsscheue ihrer Bewohner."

25. März 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • film-dienst

Laut Alexandra Wach konzentriert sich die Regisseurin "mit langen Einstellungen, kaum merklichen Naturgeräuschen und knappen Dialogen auf ihre reduzierten Mittel und beobachtet das Paar dabei, wie es inmitten einer eifersüchtig dazwischen funkenden Natur seine Zweckgemeinschaft begräbt. So karg die Inszenierung anmutet, der ausufernde Reichtum an Bildern ist es nicht. Ob mystisch aufblühende Landschaften oder tröstend gedämpfte Farben: Treffender lässt sich das seelische Aufwärmprogramm wohl nicht in der Außenwelt widerspiegeln."

01. März 2010 | NOTHING PERSONAL • Kritik • Nothing Personal

Überblick zum Film auf moviepilot.de

14. August 2009 | NOTHING PERSONAL • Kritik • outnow.ch

"NOTHING PERSONAL ist ein sehr langsamer Film mit leisen Tönen geworden. Weite triste Landschaften, kaum Musik und Dialoge sowie nur zwei Hauptdarsteller bilden dabei die gewagte Formel, doch die Rechnung geht auf. Wenn man sich erst mal auf den langsamen Trott eingestellt hat, ist man bald von den beiden Charakteren fasziniert und verfolgt gespannt, ob und wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln wird. Doch am Ende bleiben auch sehr viele Fragen offen, welche die Wirkung des Filmes wiederum mit unnötiger Denkarbeit vermindern."

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