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WALL STREET 2

WALL STREET 2

Regie Oliver Stone
Kinostart 21.10.2010
Genre Drama

Kritiken • WALL STREET 2

15. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler schaut genau auf den Regisseur. OLiver Stone ist "zuerst Entertainer, dann Intellektueller. Und er weigert sich beharrlich, hoffnungslos zu werden. Vielleicht aus Humanismus, vielleicht, weil Kino eben Träume braucht. OLiver Stones intellektuelle Schwäche, oder seine emotionale Stärke, liegt darin, dass er inmitten dieser rumorenden, referenzlosen Welt des Scheins, der Produktion von frei flottierenden Gerüchtepartikeln, noch immer echte Menschen sehen will. Und dass er, mit ihnen, noch immer an Wahrheit und Lüge glaubt."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Zu viel Moral, zu wenig Gekko, entdeckt Rüdiger Suchsland. Er sah dem Film "an, wie fasziniert Oliver Stone selbst von dieser Welt ist, die er in Form einer präzisen Sozialstudie zeigt und anklagt; wie fasziniert er von ihrer Energie und von ihrem Stil ist. So ist WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) zugleich deutlich von der Lust an seinem Gegenstand geprägt - was Oliver Stone dann mit viel Moralismus überkompensiert."

20. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah einen erstklassigen Wirtschaftskrimi mit der tragischen Geschichte eines ehrbaren Wall-Street-Manns der alten Schule. "Lou Zabels traditionsreiche , oder auch traditionsbeladene, Investmentbank wird auf das Übelste zugrunde gerichtet von einem Mann, der Ende der 1980er bei Gekko in die Schule gegangen sind - und seinen Meister damals in den Knast gebracht hat. Gekkos Rachedurst und Jakes wachsende Skrupel passen gut zusammen. ... WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) mag manchen wie der rechte Film für das Öko-Biedermeier der Gegenwart vorkommen. Tatsächlich ist er ein Aufschrei."

20. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Standard

Das hitzige Finanz- und Familiendrama hat laut Dominik Kamalzadeh mehr Humor als das Original. "Von WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) darf man sich ohnehin keine größere Einsicht als jene erwarten, dass auch die Finanzwelt gutes Parkett für Unterhaltungskino bietet. Man muss dafür die Figuren etwas ins Exzessive steigern, auf treffsichere Oneliner (Drehbuch: Allan Loeb und Stephen Schiff) vertrauen und die Glasbauten Manhattans in einem barocken Stil einfangen, der ihnen eine fast imperiale Aura verleiht - und damit etwas seltsam Anachronistisches: WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) ist eine Art Monumentalfilm für die Gegenwart."

20. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Die Presse

Der Film ist ein furios inszeniertes, ironisches Spektakel, findet Christoph Huber. "Das Leben in einer Blase, die platzen muss, übersetzt er in eine virtuelle Geisterbahnfahrt. Die Finanzkatastrophe breitete sich aus wie ein Virus im weltweiten Netzwerk, Gedankenblitze stellen sich als Power-Point-Präsentationen dar, Börsenkurse legen sich über Skylines, Split-Screen-Effekte intensivieren Stress (viele Männer telefonieren sehr laut) oder beschwören Auslöschung: Ein unvergesslicher Moment zeigt in zwei Bildhälften die gespiegelte Aufnahme eines Motorradfahrers, der auf die Mitte zurast – um dort zu verschwinden."

20. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • filmring.at

"WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) ist leider wieder einmal nicht das erhoffte Comeback für Oliver Stone geworden. Zu oberflächlich ist der Kommentar der Finanzkrise, zu zerstückelt der Handlungsverlauf und zu blass bleiben die Figuren. Lediglich Michael Douglas lässt seine Qualität aufblitzen und Oliver Stone zeigt, dass er handwerklich immer noch einiges drauf hat, aber als Fortsetzung für einen Klassiker wie WALL STREET ist das leider dennoch zu wenig."

19. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Die Tageszeitung

Die Stärke von WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) liegt für Barbara Schweizerhof weniger in der analytischen Brillanz, als in Oliver Stones Vermögen, die Manieren und Manieriertheiten des Wall-Street-Milieus darzustellen. "Sei es der mit Kraftausdrücken und Erotika durchflochtene Börsenjargon oder die Accessoire-Besessenheit der Broker, die sich in Handy, Hemden und Haargel zeigt - Oliver Stone inszeniert diese Oberflächlichkeiten mit so viel Glanz, Verve und Energie, dass man über den Inhalt kaum mehr nachdenken muss. Wenn dunkle Wolken im Zeitraffer über Manhattan ziehen, die Wall Street aus der Vogelperspektive gezeigt wird und dann in zoomenden Splitscreens lauter Männer an Telefonen sprechen - dann fühlt und hört es sich einfach ungeheuer zeitgenössisch an."

19. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Spiegel

Die Analyse im Wirtschaftsdrama-Update WALL STREET 2 wirkt laut Christian Buß so klobig und anachronistisch wie das Steinzeit-Handy. "Retten die Jungen die Alten? Lassen sich die Geldströme vom Finanzzentrum aus tatsächlich für die gute Sache umleiten? Gewinnt gar Attac die Hoheit über die Wall Street? Bei Oliver Stones Finanzthriller-Neuauflage scheint alles möglich, richtig spannend aber wird es trotzdem nicht. Unterkomplex ist vielleicht noch das höflichste Wort, um die Langeweile der 133 Filmminuten zu beschreiben: Zwar lärmen ständig auf Computer-Wänden irgendwelche Zahlenkolonnen runter, aber eigentlich interessiert sich Oliver Stone nur dafür, wie es zwischen den unterschiedlichen Familienmitgliedern lärmt."

18. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • textezumfilm.de

José García hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Das komplexe Drehbuch verknüpft die teilweise kaum durchschaubare Handlung um Geld, Macht und Betrug mit einem Familienkonflikt, der insbesondere in seiner Auflösung arg konstruiert wirkt. ... Die Frische des Originals erreicht WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) zwar selten. Wenn er dennoch den Zuschauer immer wieder fesselt, dann nicht nur wegen der interessanten, darin aufgeworfenen Fragen, sondern insbesondere auch wegen der Charakterentwicklung von Gekkos Tochter Winnie, die von einer Carey Mulligan in Höchstform äußerst glaubwürdig dargestellt wird."

17. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Tagesspiegel

So ganz ohne einen Restglauben an das Gute im Menschen kommt auch Oliver Stone nicht aus, stellt Christiane Peitz fest. "Gordon wäre nicht Gekko, wenn er nicht ein Meister der Camouflage wäre und nicht auch seine Kinofans auszutricksen wüsste. Und Oliver Stone ist viel zu clever, viel zu vietnamkriegs- und politprotesterfahren, um im Ernst daran zu glauben, dass eine Gesellschaft, zumal die amerikanische, aus ihren Fehlern lernen könnte. Familie? Ist für Gekko vor allem eine sichere Bank."

12. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • film-dienst

Für Rüdiger Suchsland inszeniert Oliver Stone "mit zu viel und vor allem zu plattem Moralismus überkompensiert: Er feiert Helden, die für die "richtige Sache" eintreten, für saubere Energie, ungeborene Kinder, die Familie – die letztlich aber genauso agieren wie die Schurken: Auch sie verdienen ihr Geld mit Spekulationen und vernichten ihre Gegner durch Gerüchte. Für so etwas ist Oliver Stone eigentlich zu klug. Sein Film kann sich nicht so recht zwischen Satire, Pamphlet und Moralpredigt entscheiden. Darum fällt auch der Exzess hier merkwürdig bescheiden aus; Oliver Stones Fantasie hält mit der Realität in diesem Fall nicht Schritt, die alle Gekkos des Kinos längst in den Schatten gestellt hat. "True capitalism is about desaster", heißt ein letzter Satz des Films. Den hätte Stone ernster nehmen sollen."

12. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • bummelkino.de

"Zudem setzt Oliver Stone noch den Weichspüler in Gang und verärgert die Zuschauer und höchstwahrscheinlich auch seine leidensstarken Fans mit einer zähen Vater-Tochter-Verzeihballade. So verkommt die charismatische Figur des fiesen Gordon Gekko anfangs zum schmucken Beiwerk. Viel lieber suhlt sich der politische Filmemacher in platter Symbolik, die andere Kollegen nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden – wie etwa einer geplatzten Seifenblase. So mag für so manchen Oliver Stones Sequel ein spannender Wirtschaftskrimi sein, der ethische Grundsätze streifen darf."

05. Oktober 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • schnitt.de

Daniel Bickermann sah viel "Schaulaufen. Die hektischen Kamerabilder sind elegant geschnitten, die Dialoge wimmeln vor legendäre gewordenen Einzeilern wie "Mittagessen ist was für Versager" und "Wenn du einen Freund brauchst, kauf dir 'nen Hund", und in den Nebenrollen glänzen James Spader als schmieriger Anwalt (damals schon...), Terrence Stamp als zwielichter Investor und vor allem John C. Mcginley, der ADHS'ler unter den Hollywoodschauspielern, der abwechselnd abrupte Wutanfälle, Stimmungsumschwünge und raumgreifendes Overacting zu einer begnadeten Mischung einschmolz – noch so ein vergessener Filmgott und noch so ein Grund, diesen Film zu schauen."

15. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • film-dienst-blog

Josef Lederle sah "ein unterhaltsames, streckenweise auch witziges Drama inmitten unvorstellbar reicher Banker, aber ein zahnloser Tiger, was eine ernsthafte Systemkritik betrifft. Man erfährt und sieht vor allem so viel, dass man das Geschäft mit dem Geld als zentralen Kreislauf der Wirtschaft begreifen kann; aber was nun "toxische" Wertpapier so giftig macht – oder wer dies warum zu verantworten hat, will man dann doch nicht so genau wissen "It´s human" heißt es lapidar, selbst wenn es um kriminelle Praktiken geht, mit denen die amerikanische Zentralbank gezwungen wird, die volkswirtschaftlich desaströsen Folgen der Gewinnsucht einiger weniger aufzufangen."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier fragt, ob Oliver Stone plötzlich ein altersweises Weichei geworden ist, das am Abgrund der Welt das Gute entdeckt. Der Regisseur "hat als Antwort auf die Krise nun ein sympathisches Wall-Street-Märchen gedreht, mit wackeren Streitern für eine bessere Zukunft, mit fiesen Spekulanten, mit weisen alten Männern und mit einem Gordon Gekko, der im Rentenalter endlich entdeckt, dass sein Herz tatsächlich schlägt."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Wo aber keine Kontrolle mehr zu erlangen ist, bleibt dem Einzelnen nur das Wirken im kleinen Kreis, schreibt Anke Westphal. "Dass familiäre Beziehungen und Entscheidungen in WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) viel stärker im Mittelpunkt stehen als im Vorgänger, ist kein Zufall. Man mag den Konflikt zwischen Vater und Tochter Gekko überstrapaziert finden, aber die hochbegabte Carey Mulligan (aus AN EDUCATION (AN EDUCATION Trailer)) tut dem Film als Winnie gut - sie verleiht ihm schon durch einen Blick erhebliche Tiefe."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Kapitalismus mag am Ende sein, dem kapitalismuskritischen Hollywoodfilm geht es vorzüglich, meint Jan Schulz-Ojala. "Den Dollarsüchtigen, der wieder Blut leckt, gibt Michael Douglas ebenso überzeugend wie den Vater, der seine Tochter um Verzeihung bittet. Aus dieser Dualität vor allem, weniger aus der Zeichnung des Broker-Alltagswahnsinns oder der rückhaltlosen Analyse der allerneuesten Börsenkräche, gewinnt das clevere Drehbuch von Allan Loeb und Stehen Schiff seine Wendungen. Wobei die anrührenden Szenen keineswegs, wie so oft in Hollywood, den bösen unterlegen sind."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz ist durchaus angetan. "Sie ist noch da, die vibrierende Energie, von der das Original 1987 lebte, die von David-Byrne-Songs angereicherte Vitalität New Yorks. Rasante Montage, fliegende Kamera, Dialoge mit Tempo, Schlagzeilen, Meetings, erste Pleiten, Kurse purzeln, es ist das Jahr 2008, ein Börsenveteran springt vor die U-Bahn – Big Apple im Zeitraffer. Auch diese Bilder schlafen nie."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh sah einen "Übervater, der mit pointierten Dialogzeilen um sich wirft. Das sichert einem Hollywoodfilm, der sich bei aller Empörung über das zynische Wesen der Finanzwelt zum Glück nicht allzu ernst nimmt, zumindest einigen Unterhaltungswert. Gier, heißt es darin, ist mittlerweile längst legal. Deswegen läuft er auch in Cannes, wo hemdsärmelige Kapitalismuskritik auf ein empfängliches Publikum trifft."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Die Presse

Laut Christoph Huber genießt der Regisseur "Ironien und lässt obendrein das S-Wort aussprechen, um das sich der angeblich so kritische Michael Moore in seinen Dokumentationen windet – als hieße Sozialismus Kassengift. Vor allem aber findet er Strategien, um ein dialoglastiges Drehbuch visuell eindrucksvoll umzusetzen. Gedankenblitze werden zu Power-Point-Präsentationen, Finanzkatastrophen entfalten sich als Geisterbahnfahrten durch virtuelle Räume in Split Screen, Börsenkurse legen sich über Skylines – die Idee des Geldes formt die Welt."

14. Mai 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • sennhauser.ch

"Das faszinierende an dieser Kinomaschine ist tatsächlich, dass sie so selbstreferentiell funktiniert. Das ist ein vordergründig simpler Mechanismus, schliesslich lebt der ganze Film vor allem davon, dass sein Publikum den grossen Crash mit erlebt hat und darum einigermassen Bescheid weiss über Sub-Prime Crisis, Bailout und ähnliches. ... Der Film erreicht nie die emotionale Tiefe und Komplexität von Francis Ford Coppolas DER PATE-Trilogie, aber er schafft die Ehrenvolle Perpetuierung seiner eigenen Legende und reiht sich damit ein in den Populärkanon."

01. März 2010 | WALL STREET 2 • Kritik • Wall Street: Geld schläft nicht

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