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DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL

DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL

Regie Mona Achache
Kinostart 2009
Genre Komödie

Kritiken • DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL

27. April 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Die Erzählung bewegt sich laut Rochus Wolff zu oft auf allzu ausgetretenen Pfaden. "Dabei bleibt insbesondere die Figur von Ozu blass, schlimmer noch: Er gerät zu einem fast exotistisch zu nennenden, romantisierenden Abziehbild des weisen, besonnenen, stoischen Asiaten. Dass Schauspieler Togo Igawa durchaus genreübergreifend und international aktiv ist, allerdings leider fast immer in Nebenrollen, gibt dieser Rolle den seltsamen Beigeschmack, sie sei mit einer Art Allzweck-Japaner möglichst wiedererkennbar besetzt worden. ... So bleibt von diesem Film das Gefühl einer Lücke, einer Unabgeschlossenheit, die nicht nur mit dem offenen (fast schon klaffenden) Ende zu tun hat."

06. Mai 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben erkennt eine regelrecht kultur-snobistische Attitüde: "Die Eleganz der Madame Michel (Die Eleganz der Madame Michel Trailer) ist ein Film, der in erster Linie das Distinktionsbegehren derer bedient, die sich durch ihre Präferenz für Katzen, gute Literatur und grünen Tee dem Hasso-Gassi-Rest der Menschheit überlegen fühlen. So werden in dem durch großartige Darstellerleistungen und liebevolle Ausstattung punktenden Debütfilm auch die reichlich vorhandenen kulturellen Referenzen zum bloßen Dekor reduziert."

06. Mai 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • Neues Deutschland

Caroline M. Buck bewundert die Schauspieler: "Anne Brochet [...] spielt die neurotische Ministergattin ohne jede persönliche Eitelkeit als Person von schon erschütternder Ahnungslosigkeit. Neuentdeckung Garance Le Guillermic unterlegt die Ungeduld der unterforderten Frühreifen mit triefender Verachtung für die erkenntnisferne Banalität ihrer Umwelt. Und Togo Igawa, Japaner mit Wohnsitz London, steht Morgan Freeman in der Verkörperung altersweiser Würde in nichts nach".

06. Mai 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • textezumfilm.de

José García lobt: "Der jungen Garance Le Guillermic gelingt insbesondere die schwierige Gratwanderung zwischen Naivität und altklugem Gleichmut vollkommen. Trotz eines durch und durch literarischen Sujets und der damit einhergehenden anspruchsvollen Dialoge wirken die Darstellungen der zwei Protagonisten vorbehaltlos natürlich. Eindrücklich und dennoch nicht sentimental verknüpft Die Eleganz der Madame Michel (Die Eleganz der Madame Michel Trailer) darüber hinaus Schmerzhaftes mit Liebenswertem – der nicht zu knapp geratene, scharfsinnige Humor hilft über mögliche Rührseligkeiten hinweg."

05. Mai 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding mag den Film. "Die verschwörerische Romantik des Films trägt nach Kräften Sorge, die Klassengegensätze zu überwinden; die Montage spielt beharrlich mit Analogien und der Dialog mit Echos. Ganz ohne Tragik wird diese zweifache Initiation ins Leben nicht ausgehen. Aber zumindest einer seiner Figuren denkt er dennoch ein barmherzigeres Schicksal zu: Paloma darf erkennen, dass es nicht die unausweichliche Bestimmung des menschlichen Lebens ist, wie ein Goldfisch in seinem Glas angestarrt zu werden."

26. April 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • Film-Dienst

Alexandra Wach erliegt dem Charme von DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL (DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL Trailer): "Natürlich ist diese Geschichte einer späten Metamorphose und einer dreifachen Freundschaft pures Märchenkino. Aber immer dann, wenn es zu haken scheint, kommt ein dramaturgischer Kniff ins Spiel oder entschlüpft eine gut abgehangene Lebensweisheit Balaskos verkniffenen Lippen, weshalb der Erziehung der Gefühle nichts mehr im Wege steht. Dass man dieses zart-vergnügliche Kinodebüt trotz des Fehlens künstlerischer Ambitionen sogleich annimmt, liegt auch an den hintergründigen Dialogen und der subtil humorvollen Erzählweise, mit der sich Regisseurin Mona Achache dem Universum Treppenhaus nähert. Im angenehm entschleunigten Tempo steigert sie ihr Drama der Lieblosigkeit zur Komödie menschlicher Unzulänglichkeiten, plädiert für ein humanes Miteinander und lässt ihre angeschlagenen Helden nach bestandenem Aufwärmprogramm auf der Gewinnerseite zurück."

02. März 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • programmkino.de

David Siems ist enttäuscht, weil die Regisseurin "keine klare Haltung zu ihren drei Figuren einnimmt, die eher wie Geister zwischen den Etagen schweben. Dennoch bleibt der Film sehenswert, der auf dramaturgischer Ebene vielleicht enttäuschen mag, aber von seinen kleinen und detailreichen Beobachtungen lebt. Besonders die Fähigkeit, die Welt aus den Kinderaugen der 11-jährigen Paloma einzufangen, ist bemerkenswert. Ohnehin verbirgt sich hinter dem suizidären und präpubertären Mädchen doch eigentlich ein viel interessanter Charakter als hinter der titelgebenden Concierge-Dame. Doch davon in variierter Form dann vielleicht in einem anderen Film."

01. März 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • Die Eleganz der Madame Michel

Überblick zum Film auf moviepilot.de

22. Februar 2010 | DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL • Kritik • Vision Kino

Ula Brunner entdeckt die wichtigen Themen von DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL (DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL Trailer). "Selbstfindung und Identitätsbildung, sowie das Bestreben, seinen eigenen Platz im Leben zu finden, Prozesse, die für die Entwicklung Heranwachsender relevant sind, können ebenfalls bearbeitet werden. Auch schwierige Themen wie Entfremdung, Selbsttötung, Tod und Trauer werden im Film unbefangen angesprochen und können im Unterricht reflektiert und vertieft werden. Auf filmästhetischer Ebene lässt sich die visuelle Gestaltung analysieren, vor allem die Funktion der Film-im-Film-Szenen ihre dramaturgische und inhaltliche Bedeutung."

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