| Regie | Shawn Levy |
| Kinostart | 15.04.2010 |
Jan van Helt ist irgendwie enttäuscht. "Der parodistische Umgang mit der von Hollywood unermüdlich präsentierten Alltagswelt familientauglicher Wohlfühlfilme verliert sich im Laufe der zunehmend überspannten Handlung. Shawn Levy gibt der gehäuften Action den Vorzug – was aber, betrachtet man die beiden NACHTS IM MUSEUM-Filme des Regisseurs, nicht weiter verwunderlich ist. So wird aus Date Night eine zwar rasante Pärchen-Komödie, die jedoch das nächtliche Spiel mit der anderen Identität nicht gänzlich auslotet."
Der Plot des Films ist ohne Frage ziemlich idiotisch, und Katja Lüthge "hat auch schon glaubwürdigere Autoverfolgungsjagden und bessere Auftritte in Striplokalen gesehen. Regisseur Shawn Levy ist kein Meister der subtilen Comedy oder kohärenter Geschichten; wie schon in NACHTS IM MUSEUM ist DATE NIGHT (
) eher eine hübsche Aneinanderreihung gelungener Slapstickeinlagen. Und die verdankt der Film den beiden ausgezeichneten Comedy-Stars Tina Fey und Steve Carell, die als Filmehepaar ausgesprochen sympathisch sind und deren perfektes Timing für die Schwächen des Drehbuchs entschädigt."
Für Martin Schwickert ist dies ein typischer Film von Shawn Levy. "Das komödiantische Patentrezept, gewöhnliche Menschen in außergewöhnliche Situationen zu bringen, kommt hier effektiv zur Anwendung. Die Normalität des amerikanischen Mittelstandes wird genüsslich unter Dauerbeschuss genommen. Die Dialoge sind schnell und schlagfertig. Vor allem Tina Fey überzeugt als Vorstadtmutti mit losem Mundwerk, und Mark Wahlberg hat einen markanten Gastauftritt mit sehr freiem Oberkörper."
Hans-Ulrich Pönack kann nicht viel Gutes finden. "Verwechslung plus Verfolgung bzw. umgekehrt lautet hier das lächerliche und lärmende Klamauk-Krawall-Motto. Eine Komödie, die sich anfangs, wie gesagt, schwer tut, "in die Puschen" zu kommen, dann aber ganz gute Fahrt aufnimmt, mit einigen brillanten Blech-Gags aufzuwarten versteht (wenn zwei Autos frontal ineinander verkeilt sind und verfolgt werden = deftiger "Blues Brothers"-Charme) und im übrigen von diesen beiden aufgekratzten "Normalos" von Foster-Ehepaar lebt."
Es sind "sind Vollblut-Komödianten, die durch ihre Auftritte Drehbuch- und Story-Schwächen locker wettmachen. Dennoch ist der slapstickhaft-turbulente Film von Regisseur Shawn Levy wohl nur ein Brüller für vergleichbare Ehepaare, die selten ins Kino gehen. Für Vielseher und jüngeres Publikum dürfte die dialoglastige Klamotte zu zahm sein und lediglich ein unbeschwertes Vergnügen mit einigen netten Gags bieten."
Extrem durchschnittlich findet Zoran Gojic die Komödie. "Shawn Levy, der zuletzt mit seinen NACHTS IM MUSEUM- Albereien langweilte, fällt auch nicht viel zu dem Star-Duo ein. Tina Fey und Steve Carell bewahren mit ihrer Präsenz und ihrem Witz den Film davor ins langweilige Mittelmaß zu versinken. Aber auch diese Premium-Komödianten können keine Wunder wirken. Ihre gemeinsamen Szenen sind wundervoll, aber alles andere drumherum ist bestenfalls durchschnittlich."
Die Extremerlebnisse des Ehepaares erscheinen Jörg Gerle "schlichtweg aufgesetzt. Die innere Logik von DATE NIGHT (
) ist dahin, was für jeden Film den Todesstoß bedeutet. Auch ein Running Gag mit Mark Wahlberg als ominösem Holbrooke Grant will nicht zünden: Angesichts der Kette von Unwahrscheinlichkeiten überspannt er den Bogen dessen, was noch als halbwegs glaubwürdig akzeptiert werden kann, vollkommen. Sinn macht in DATE NIGHT (
) gar nichts. Das ist für eine sich hintergründig gebende Komödie definitiv zu wenig."
Temporeich und unterhaltsam nennt Wolfgang Zehentmeier die Komödie. "Regisseur Shawn Levy, der zuletzt mit den beiden NACHTS IM MUSEUM-Filmen sehr erfolgreiche Komödien abgeliefert hat, gelingt mit DATE NIGHT (
) ein temporeicher und sehr unterhaltsamer Film. Sogar die Auflösung der Geschichte, die in diesem Genre manchmal etwas abrupt und an den Haaren herbeigezogen erscheint, ist logisch und bringt die Geschichte harmonisch zum genretypischen Happy End."
Alexandra Seitz lobt die Darsteller. "Seine humoristischen Elemente bezieht das Werk zum einen aus der immer fruchtbaren Kollision von Normalmensch und Extremsituation. Zum anderen kann er mit einer effektvollen Besetzung der Nebenrollen aufwarten, die die Verrenkungen und Hysterien der beiden Komiker Steve Carell und Tina Fey in den Hauptrollen mit kühler Zurückhaltung kontrastiert. Ray Liotta als unwilliger Mafioso, Taraji P. Henson als ehrbare Polizistin, William Fichtner als sündiger Staatsanwalt, James Franco als angeblicher Mr. Tripplehorn – allesamt verkörpern pointiert ihre jeweilige Funktion. Herausragend aber ist der als Running Gag eingesetzte Mark Wahlberg in der Rolle des Retters in der Not."
Tina Fey und Steve Carell stellen ihren Film in Berlin vor. Andreas Kurtz war dabei.
Maris Hubschmid lobt den Film. DATE NIGHT (
) "begeistert durch köstliche Dialoge, viel Ironie und Charme. Weniger Angestrengtheit in Sachen Situationskomik hingegen hätte es auch getan. Doch Tina Fey und Steve Carell gelingt es, noch die plattesten Slapstick-Einlagen niveauvoll darzubieten. Sie sind zwei zum Gernhaben, zwei, denen man zu Hilfe eilen, ja, zwei, die man zum nächsten Spieleabend einladen möchte."
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