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SPLICE

SPLICE

Regie Vincenzo Natali
Kinostart 03.06.2010
Genre Horrorfilm, Science Fiction

Kritiken • SPLICE

04. April 2010 | SPLICE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Lukas Foerster sah über "weite Strecken so etwas wie die Konkretisierung der psychosexuellen Subtexte des Frankenstein-Stoffs. Verhandelt wird sehr direkt Psychoanalyse: Dren ist einerseits die monströse Materialisierung des real unterdrückten Kinderwunschs Elsas und bleibt andererseits selbst vom Lacan'schen Spiegelstadium (in diesem Fall eine doppelte falsche Identifikation: mit der Barbie-Puppe und mit der eigenen Reflexion im Spiegel) ebenso wenig verschont wie von Freud'schen Ödipus- und Kastrationskomplexen. Langsam entwickelt sich eine in mehr als nur einem Sinne monströse Subjektivität."

06. Juni 2010 | SPLICE • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers ist durchaus angetan. "Dass die Chemie in Natalis beklemmenden Kammerspiel stimmt, ist zuvorderst der Besetzung zu verdanken. Mit Adrien Brody und Sarah Polley haben sich zwei herausragende Charakterdarsteller für das tragische Forschergespann gefunden, und beide bleiben wider allen physischen und psychischen Ungeheuerlichkeiten glaubwürdig. Ebenso überzeugt Delphine Chanéac, die dem Wesen Dren ein anrührendes Gesicht und markante Persönlichkeit verleiht. Die schauspielerischen Leistungen des Trios überstrahlen denn auch die - durchaus wirkungsvollen - Effekte, was in einem allzu oft auf visuelle Reizmomente reduzierten Genre immer bemerkenswert ist."

02. Juni 2010 | SPLICE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Daniel Kothenschulte zeugt SPLICE von einem besonderen Feingefühl für psychologischen Horror und surreale Science-Fiction. Der Regisseur "übertreibt es nicht und vergisst seine wunderbaren Schauspieler nie über die Effekte. Unterstützt von der ungewöhnlich feinfühligen sinfonischen Filmmusik von Cyrille Aufort gelingen mitunter betörend einfache Augenblicke subtilen Schauers. Auch wenn die Dramatik des Finales den Bogen ein wenig überspannt - aber was wäre "Frankenstein" ohne ein Furioso - staunt man über die Selbstverständlichkeit, mit der hier die romantischen Motive aktualisiert werden."

02. Juni 2010 | SPLICE • Kritik • Splice

Rochus Wolff sieht den Sinn des Filmes in einem Kommentar: "Anstatt daraus aber eine antifeministische Parabel über eine Karrierefrau zu stricken, die ihrer gesellschaftlichen Bestimmung als Mutter nicht nachkommen will, arbeitet Natalis Film vor allem daran, unsere Vorstellungen von Geschlecht und Reproduktion zu erweitern."

02. Juni 2010 | SPLICE • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke sah statt Horror ein Familiendrama: "Es sind allerdings nicht Fragen der Moral, die Natali interessieren, nicht die Folgen des naturwidrigen Tuns für Schöpfung oder Menschheit, sondern das Problem der Verantwortung – und zwar für das Ding, das man da in die Welt setzt."

25. Mai 2010 | SPLICE • Kritik • film-dienst

Für Felicitas Kleiner ist SPLICE (SPLICE Trailer) "auch ein Familienmelodram ist und sich mehr für Gender-Konzepte interessiert als für Fragen der Wissenschaftsethik. Dabei schwingt zwar ein unangenehmer reaktionärer Unterton mit, wenn die Verwischung bzw. Auflösung klassischer Geschlechterrollen einmal mehr zur tödlichen Bedrohung stilisiert wird; die Darsteller bewahren ihre Figuren jedoch vor allzu plakativen moralischen Zuschreibungen und gestalten sie lebendig und berührend. Auch dank der stilvollen, dem Noir verschriebenen Bildsprache von Tetsuo Nagata gelingt Vincenzo Natali mit dieser kammerspielartigen Laboruntersuchung einer unheiligen Familie ein interessanter Genrefilm."

12. Mai 2010 | SPLICE • Kritik • intro.de

Gabriele Scholz ist durchaus angetan. "Hier steckt alles drin: hochkarätig besetzter Horror-B-Movie, intellektuelle Science-Fiction und Familienfilm mit aus der Art geschlagenem Kind. Deshalb kann die Gruselfilm-Liebhaberin in SPLICE (SPLICE Trailer) auch ruhig ihren zartbesaiteten Boyfriend mitnehmen."

10. Mai 2010 | SPLICE • Kritik • filmszene

SPLICE (SPLICE Trailer) "macht wirklich Spaß: Weil vom Regisseur über Kameramann bis zu den Darstellern alle die Sache eben nicht angehen, als handele es sich um den nächsten kruden Beitrag für die leicht schmuddelige Horror-Ecke in der Videothek, sondern um das nächste heimliche Genre-Meisterwerk mit mindestens so raffinierten psychologischen Untiefen wie ALIEN. Okay, ganz so großartig ist SPLICE (SPLICE Trailer) jetzt nicht geworden, aber wer dieser Gattung grundsätzlich etwas abgewinnen kann, der wird an diesem Film garantiert seinen Spaß haben."

09. Mai 2010 | SPLICE • Kritik • programmkino.de

Der Vorstoß ins Unbekannte birgt Risiken, wie Volker Mazassek "weiß. Vor allem solche, welche Forscher, die glauben, alles unter Kontrolle zu halten, nicht auf der Rechnung haben. SPLICE (SPLICE Trailer) entwickelt sich, den Genre-Regeln folgend, zu einer blutigen Angelegenheit. Abstoßender und eindringlicher aber ist der fein angelegte Elektra-Komplex, der mit der Wucht des Ödipus-Stoffes daran gemahnt, dass es Tabus gibt, die nicht ungestraft durchbrochen werden können."

01. Februar 2010 | SPLICE • Kritik • Splice

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