| Regie | Norbert Baumgarten |
| Kinostart | 18.03.2010 |
Daniel Kothenschulte findet es schade, dass dieser Film übersehen werden wird. "Die präzisen Bilder dieses Films, die ausgeklügelte Ausstattung von Natalja Hansen, teilen die Vorliebe mancher Comic-Zeichner für extreme Blickwinkel. Die Vogelperspektive macht aus dem Inneren einer Dorfkirche eine erhabene Szenerie. In einem Bildroman lobt man so etwas als besonders "filmisch", aber im Kino erwartet man diesen Einfallsreichtum gar nicht mehr. Diese Einfälle haben eine klare Funktion: Sie zeigen die Einsamkeit in einer perfekten Welt, die ihre Ordnung feiert, ob man nun dabei ist oder nicht. Nichts wird sich ändern, wenn man tot ist."
Katharina Zeckau sah einen "vollkommen eigenständiger Film, der sich auf ebenso groteske wie poetische Weise, mit wenig Dialogtext und sehr filmisch, der Erkundung eines emotionalen Ausnahmezustandes verschreibt. Höchst ambitioniert und sehr präzise setzen der Regisseur und sein Kameramann Lars Lenski die Wirkung der Bilder ein: Zugige moderne Architektur, akkurat gepflegte Gärten, dezente farbliche Verfremdungen, leicht verschobene Perspektiven und lange, ruhige Einstellungen, die den lakonischen Blick aufs Geschehen betonen. Nur in Sachen Lakonie schießt der Film gelegentlich übers Ziel hinaus."
"Ihre Faszination erzielt die Geschichte vor allem auf der Bildebene. Die herausragende Kamera zeigt die bürgerliche Oberfläche und ihre Abgründe klar, glatt und sauber und in den Plansequenzen in einem satten Bunt, das an eine Playmobil-Welt erinnert. Die den Film prägende Architektur kommt gut zur Geltung und kann sich im Raum entfalten. Die Geometrie der Bauten und die leere Weite der Landschaften korrespondieren mit der psychischen Verfassung des Helden. So macht der Film gut nachvollziehbar, wie der nette Herr Kotschie komplett den Faden verliert und ins fortschreitende Delirium gleitet."
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