Inhalt • MENSCH KOTSCHIE
Jürgen Kotschie (Stefan Kurt) fällt kurz vor seinem 50. Geburtstag in ein tiefes Loch und erlebt eine schwere, sentimentale Sinnkrise. Seine vorläufige Lebensbilanz kann sich sehen lassen: Familie, großes Haus, guter Job ... und trotzdem stellt Kotschie plötzlich alles in Frage. Irgendwie läuft es nicht mehr so richtig. Der Wahnsinn des Alltags macht ihm zu schaffen.
Kritik • MENSCH KOTSCHIE • 18. März 2010 • Frankfurter Rundschau
Daniel Kothenschulte findet es schade, dass dieser Film übersehen werden wird. "Die präzisen Bilder dieses Films, die ausgeklügelte Ausstattung von Natalja Hansen, teilen die Vorliebe mancher Comic-Zeichner für extreme Blickwinkel. Die Vogelperspektive macht aus dem Inneren einer Dorfkirche eine erhabene Szenerie. In einem Bildroman lobt man so etwas als besonders "filmisch", aber im Kino erwartet man diesen Einfallsreichtum gar nicht mehr. Diese Einfälle haben eine klare Funktion: Sie zeigen die Einsamkeit in einer perfekten Welt, die ihre Ordnung feiert, ob man nun dabei ist oder nicht. Nichts wird sich ändern, wenn man tot ist."