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ICH UND ORSON WELLES

ICH UND ORSON WELLES

Regie Richard Linklater
Kinostart 26.08.2010
Genre Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • ICH UND ORSON WELLES

05. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Marco Siedelmann vergleicht. "Verblüffend ähnlich hat kürzlich AN EDUCATION (AN EDUCATION Trailer) seine Hauptfigur auflaufen lassen, nachdem sie sich aus dem Umfeld von Gleichaltrigen gelöst und ihr Glück in der großen weiten Welt der affektierten-aufgeblasenen Künstler-Schickeria gesucht hatte. ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) formuliert daraus aber keine altkluge pädagogische Moral, sondern erzählt auf sensible Weise vom Ende der Jugend – ein Thema, mit dem sich Richard Linklater seit seinen frühesten cineastischen Gehversuchen beschäftigt und dem er hier einen weiteren säuselnd-berieselnden Kommentar beschert."

26. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • Berliner Zeitung

Starke Worte und eine Menge Spucke hat Bert Rebhandl ausgemacht. "Die eigentliche Instanz aber ist natürlich Orson Welles (sehr überzeugend gespielt von Christian McKay): An ihm ist zu ermessen, was Größe im Showgeschäft wirklich bedeutet. (Nicht nur Gutes.) Richard kommt diesem genialischen Übermenschen so nahe, wie es nur in intelligenter Fiktionalisierung möglich ist; in diesem Fall liegt ein Roman von Robert Kaplow zugrunde. In der Großaufnahme, in der Richard Linklater den Monolog des Brutus filmt, ist Orson Welles dann aber ganz mit sich allein - und was er von sich gibt, ist hohe Kultur und ihr niedriger Beigeschmack."

26. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • Der Tagesspiegel

Rüdiger Schaper sah eine missglückte Verbeugung vor dem Genie des Theater- und Filmrevolutionärs Orson Welles. "Probenkräche, Eifersucht, die üblichen Eitelkeiten und Nervenzusammenbrüche vor der Premiere: Richard Linklater pinselt all diese Theaterklischees sauber aus. Und quälend langsam. Die Dialoge wirken steif und vorgelesen, keine Spur von Erotik."

26. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • Frankfurter Rundschau

ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) erliegt zu keinem Zeitpunkt dem Genie-Kult, lobt Daniel Kothenschulte. Richard Linklater würde "nie am Sockel seines Idols kratzen. Anders jedoch als bei einem typischen "Biopic" gehört seine Sympathie all jenen Ausgebeuteten, mit denen der Weg des Genies gepflastert ist. Aber hat sich nicht auch Welles zeitlebens von anderen ausbeuten lassen, um wenigstens ein paar seiner Visionen zu verwirklichen? Linklaters Film vermittelt auf wunderbare Weise alle Facetten kollektiver Kunstarbeit: Das Glück, sich einzubringen, aber auch die Warnung vor der Ausbeutung. "

26. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • schnitt.de

Eva Tüttelmann muß Zac Efron hoch "anrechnen, daß er in ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) ziemlich vom Schicksal gebeutelt ist, denn während die anderen zeigen können, was in ihnen steckt, ist seine Figur leider nicht nur gänzlich flach, sondern zu allem Übel auch noch selten überflüssig. Es bleibt zu wünschen, daß sich ihm bald eine bessere Gelegenheit bietet, sich zu beweisen. Nein, eine echte Empfehlung ist das hier nicht, dennoch ist es überaus lohnenswert, Christian McKay nicht zu verpassen. Von ihm wird man sicher noch viel hören. Von ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) eher nicht."

26. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • Neues Deutschland

Caroline M. Buck schaut auf die Schauspieler. "Der hochgelobte Christian McKay spielt Orson Welles als einen Mann von Licht und Schatten, der auf der Bühne weniger seinen Brutus probt als die Rolle seines Lebens, die des genialen (und oft verkannten) Regisseurs und Multitalents Orson Welles. Zac Efron, Teenager-Idol seit seiner Hauptrolle in Disneys "Highschool-Musical"-Reihe und optisch ein Mix aus Tyrone Power und Casey Affleck, könnte frischer sein als Junior, unverbrauchter und fragiler, schlägt sich aber ganz wacker."

26. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • filmtabs

"Die wundervolle Geschichte über die Leidenschaft des Schauspielens und die, große Kunst zu schaffen, lässt das Wunderkind Orson Welles in Fleisch und Blut aufleben. Christian McKay, der den Tyrannen der Mercury-Truppe bereits auf der Bühne spielte, gibt ihn in ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) als egozentrisches und chaotisches Genie, nicht unbedingt sympathisch mit seinen andauernden Affären. Wenngleich die Frechheit immer siegt, denn welch ein Gesetz verbietet einem, in einem Krankenwagen an allen Staus New Yorks vorbei zu fahren? Und noch im rauschenden Applaus der Premiere schweifen seine Gedanken ab zum nächsten großen Projekt."

24. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • br-online

Als kleinen, feinen Film bezeichnet Marius Zekri ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer). "Klar, man muss diese Art von Kino mögen, aber wer bislang um solche Filme einen Bogen gemacht hat, hat hier die Chance, sie zu entdecken. Zwei Jahre hat es gedauert, bis der Film seinen Weg in die deutschen Kinos gefunden hat. Aber jetzt, wo er da ist, sollte man die Chance nutzen und ihn sich unbedingt ansehen. Ein echter Geheimtipp. Fazit: ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) ist ein Film voller Überraschungen: überraschend gute Schauspieler, überraschend mitreißende Story und überraschend unterhaltsam."

23. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • Die Tageszeitung

Richard Linklaters ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) beobachtet den Manipulator statt das Genie und ist ein harmloses Vergnügen. Der Regisseur "ist wie immer ein bisschen zu nett. Die vergangene Zeit bleibt überglänzt von freundlicher Nostalgie. ICH UND ORSON WELLES (ICH UND ORSON WELLES Trailer) ist überhaupt die Sorte Historienfilm, die sozusagen nicht in der Vergangenheit spielt, sondern in einer als solche sofort identifizierbaren Historienfilmwelt. All das zusammen führt dazu, dass das Vergnügen, das der Film durchweg bereitet, eines von der harmlosen Sorte bleibt."

23. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • negativ-film

Laut Elisabeth Maurer legt der Regisseur "größeren Wert darauf, den Film zu einem kurzweiligem Period Film zu machen, mit schönen Kostümen, einem sehr gelungenem und eingängigem Soundtrack und natürlich einer nicht zu kleinen Portion Nostalgie. Dadurch überträgt er Richards Faszination auf den Zuschauer. Wenn er am Ende, soviel darf verraten werden, auch noch kein landesweit gefeierter Schauspieler ist und sich noch nicht für eine Richtung in dem großen Bereich der Kulturindustrie zu entscheiden vermag, so steht ihm doch alles offen."

20. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • film-dienst

Je mehr Richards Geschichte in den Vordergrund tritt, desto mehr wünscht sich Holger Römers, "dass jene andere Geschichte, die den historischen Hintergrund abgibt, noch stärker akzentuiert würde. Bis man endlich merkt, dass das eine das andere sehr wohl befruchtet. Teenie-Schwarm Zac Efron war während der Dreharbeiten nämlich kaum jünger als Orson Welles, der sich bei einer der renommiertesten Bühnen Dublins ins Ensemble schwindelte. Je läppischer und banaler Richards Herzensnöte erscheinen, desto mehr wird einem bewusst, dass an den jungen, prägenden Jahren des frühreifen Multitalents Orson Welles nichts läppisch und banal war. Und dass genau darin im Falle des letztlich gescheiterten Tausendsassas womöglich etwas zutiefst Tragisches lag."

18. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • br-online

Margret Köhler sah eine atmosphärische, leichte Kulturkomödie mit gutem Ensemble. "Auf der anderen Seite der leichtfüßigen Komödie überzeugt Zac Efron mit jugendlicher Unschuld und herzlicher Naivität, der nach dem psychologischen Crash-Kurs unbekümmert eine neue Kurve ins Leben nimmt. Die Atmosphäre stimmt vom Set-Design, über die Kostüme bis hin zur Diktion. Und manchmal fühlt man sogar etwas wie ein schlechtes Gewissen bei der Sehnsucht nach einem egomanischen Sturkopf, der vielen glatten Günstlingen im heutigen Kulturbetrieb die Tür weisen würde."

01. August 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • screenshot

Harald Mühlbeyer ist durchaus angetan. Der Regisseur "inszeniert mit viel Witz und Gespür für seine Charaktere - wie immer eigentlich -, und so gelingt es ihm tatsächlich, einerseits eine anrührende Coming of Age-Geschichte zu erzählen, andererseits Orson Welles zu zeigen, der auf einer Welle der Kreativität und der Selbstgefälligkeit reitet - mit vielen kleinen Anspielungen auf Welles' eigene spätere, tragische Karriere, als ihm nach "Kane" ungefähr alles von Produzenten und/oder Zeit- und Geldmangel behindert wurde."

08. Juli 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • negativ-film.de

Jürgen Moises "bleibt von dieser leichtfüßigen Komödie vor allem Christian McKay als Orson Welles in Erinnerung, der dem genialen Regisseur in Mimik, Gestik aber auch im Rededuktus zuweilen verblüffend nahe kommt; und ein Satz den Richard Linklater, oder vielleicht auch Robert Kaplow, auf dessen Roman der Film beruht, Orson Welles an einer Stelle in den Mund legt. Nämlich, dass man große Schauspieler (und das galt vielleicht auch für den vor kurzem verstorbenen Frank Giering) immer an ihrem Blick erkennt und der darin liegenden Sehnsucht, für ein paar Stunden oder auch Tage ein anderer zu sein – und sich in diesem fremden Selbst vollkommen zu verlieren."

02. Juli 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • ultimo

"Tatsächlich aber reicht die Story nicht. Deshalb inszeniert Richard Linklater den halben "Caesar" in Orson Welles-Manier gleich mit. Wir sehen viele Szenen bei der Probenarbeit und bei der Uraufführung, aus den Seitengängen und aus dem Publikum. Eigentlich sehen wir sogar ein paar Szenen zu viel. Schließlich haben wir im Kino schnell begriffen, dass Orson Welles für den theatralischen Effekt auch über Leichen geht. Aber dass sein "Caesar" damals ein hochaktuelles Stück im Gewand des italienischen Faschismus war, das müsste im Programmheft stehen, wenn es sowas heute für Filme noch gäbe."

01. Juli 2010 | ICH UND ORSON WELLES • Kritik • Ich und Orson Welles

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