Inhalt • SON OF BABYLON
Irak 2003, seit drei Wochen ist das Saddam-Regime gestürzt. Im Nordirak macht sich Ahmed, ein aufgeweckter zwölfjähriger Kurde, mit seiner Großmutter auf die Suche nach seinem Vater, der bei Ende des Golfkriegs, zwölf Jahre zuvor, von Saddam Husseins Republikanischen Garden gefangen genommen wurde und den er endlich kennenlernen will. Auf ihrem Weg entlang der zerbombten Wüstenpisten begegnen ihnen Menschen, die ihnen helfen können oder denen es ähnlich geht wie ihnen. Alle sind auf der Suche nach irgendwem, nach einem Neuanfang, einer Perspektive.
Crew • SON OF BABYLON
Regie: Mohamed Al-Daradji
Kritik • SON OF BABYLON • 19. Februar 2010 • tagesblick
"Am Anfang des Filmes erlebt man die Filmfigur von Shezada Hussen als herbe, verschrobene Hinterwäldlerin, durch die Sprachbarriere eine Fremde im eigenen Land. Dann entfaltet sich diese Figur, zeigt Würde, Weisheit und wahre tragische Größe. Ihr Leid ist das Leid vieler irakischer Mütter. In ihrem Schicksal manifestiert sich letztendlich das Leid von Sodatenmüttern auf der ganzen Welt und durch alle Zeiten. Noch lange nach dem Ende des Films sieht man Hussens markantes Gesicht und hört die verzweifelte Stimme, mit der sie nach ihrem toten Sohn ruft. Eine Stimme, die anklagt und gehört werden will."