| Regie | Uli Gaulke |
| Kinostart | 04.03.2010 |
Intim und unaufdringlich nennt Silvia Hallensleben den Blick auf die Protagonistinnen. Er "verzichtet – beim Dreh im Auto durchaus eine Leistung – auf hektische Wackelbilder. Da offenbar meist nachts (was schöne Stadtansichten liefert) und an Sonntagen gedreht wurde, wirken die eigentlich stauverseuchten Straßen Moskaus erstaunlich geräumig. Leider bleibt in PINK TAXI der geschäftliche Hintergrund allzu schwach ausgeleuchtet: Wo kommen die Kundinnen her? Wie ist das Geschäft organisiert? Handelt es sich um eine Kooperative oder gibt es einen Chef? Wohin gehen die Einnahmen? Fragen, die naheliegen und den Zuschauer beschäftigen, aber im Film keine Antwort finden."
Michael Meyns sah "einen filmischen Blick auf die Frauen einer Gesellschaft. Bei aller Lebensfreude, die seinen drei Protagonisten eigen ist, schleicht sich immer wieder ein Hauch von Melancholie in ihre Blicke und Gesten. Die anstrengende Arbeit, der harte russische Winter, die Verantwortung für Kinder und Familie haben ihre Spuren in den Gesichtern und Seelen von Marina, Alla und Viktoria hinterlassen. Durch seine zurückhaltenden, dezenten Blick gelingt es Gaulke die Vielschichtigkeit des modernen russischen Alltags in prägnante Bilder zu fassen, die PINK TAXI zu weit mehr machen, als einer Dokumentation über ein Taxi-Unternehmen."
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Laut Astrid Priebs-Tröger zeigt der Film "nicht nur diese weiblichen Innensichten der russischen Gegenwartsgesellschaft – die "große Politik" wurde nicht in den Gesprächen aber im Film bewusst ausgespart – sondern auch die glitzernden neuen Außenfassaden, die nahtlos neben den überkommenen stehen. Typisch auch die Biografie des einzigen männlichen Protagonisten Alexander Wladimirowitsch, eines ehemaligen Angehörigen einer sowjetischen Raketenspezialeinheit, der jetzt als "Mädchen für alles" bei "Schenskoje Taksi" vor allem die technische Seite des Betriebes zu verantworten hat."
Stephan Liskowsky und Dinah Münchow berichten von den Hintergründen. Moskaus Straßenbild ist bunter geworden. Seit fast zwei Jahren drehen hier pinkfarbene Taxis ihre Runden. Frauen sitzen für Frauen am Steuer. Der Service kommt an, das Geschäft boomt.