Inhalt • BOXHAGENER PLATZ
1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner Boxhagener Platz erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer.
Kritik • BOXHAGENER PLATZ • 03. März 2010 • Der Spiegel
Was als Ostberliner Milieustudie anfängt, entwickelt sich bald zum Abgesang auf die Arbeiterklasse, stellt Christian Buß fest. "Statt einem peppigen Erinnerungs-Musical wird hier eher eine Elegie aufs Sterben des Proletariats geboten. Hier bäumen sich noch einmal alte Spartakisten auf; hier erheben sich dahinsiechende Malocher von ihrem Totenbetten, um letzte Schlachten zu schlagen. Nützt natürlich alles nichts. Das Sagen haben auch am Boxhagener Platz längst die adretten Beamten der Staatssicherheit, die den lautstark auftretenden Kiezkumpels mit ausgesuchter, gelegentlich auch schmerzvoll praktizierter Höflichkeit ihren Platz im neuen Sozialismus zuweisen."