| Regie | Nana Djordjadze |
| Kinostart | 25.02.2010 |
Birte Lüdeking entdeckt Magie. Sie "bedeutet in
THE RAINBOWMAKER Zirkus, Vollmond und Rauchschwaden, reale Probleme werden ebenfalls auf allzu magische oder vielmehr rätsel- und sprunghafte Weise gelöst. Momente der Annäherung zwischen Datho und seinen entfremdeten Kindern finden nicht statt, die schleierhaften Motive der Mutter werden durch ihre offenherzigen Kleider ausgeglichen, und der Vater vergnügt sich nebenbei mit einer Pilotin (Chulpan Khamatova). Trotzdem sind sie am Ende, nachdem es noch mal ordentlich geblitzt und gedonnert hat, eine glücklich wiedervereinte Familie."
Ulrich Kriest ist enttäuscht. "Inhaltlich und visuell hangelt sich THE RAINBOWMAKER von einem Einfall zum nächsten; wobei die Betonung nachdrücklich stets auf Lebensfreude, Sinnlichkeit und Magie liegt und der Film vor allem von der eigenen Unbekümmertheit im Erzählen schwer beeindruckt ist. In der richtigen Stimmung kann dieses Füllhorn an Kreativität durchaus unterhaltsam sein. Doch bei genauerem Hinsehen wirkt der Film wie kalkuliert inszeniertes Kunstgewerbe für ein an billigen Exotismen interessiertes Arthouse-Publikum mit Zivilisationsüberdruss, das des süßen Dufts der Anarchie noch nicht überdrüssig geworden ist."
David Siems ist begeistert. "Ähnlich wie mit den Farben, spielt Nana Djordjadze auch mit ihren Figuren, die ähnlich wie in den Filmen von Emir Kusturica voller Lebenslust stecken, obwohl sie tragische Helden sind. So hat sogar der Tod seinen Auftritt – in Gestalt einer melancholischen Frau (Nino Kirtadze), die unsagbar traurig darüber ist, dass niemand sie leiden kann, weil sie den Menschen stets jemanden wegnimmt. Fantasievoll, poetisch und märchenhaft: THE RAINBOWMAKER ist eine herzerwärmende Familiengeschichte mit herausragenden Darstellern. Und nebenbei eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten des Kinojahres."
Margret Köhler sah ein opulentes Loblied auf das Leben mit kleinen Mängeln. "Ost-Folklore kommt nicht zu kurz, da wird melancholisch zur Ziehharmonika gesungen, heftig getanzt und vor allem gesoffen, in jeder Situation möglichst Hochprozentiges aus der Flasche. Nahe am Klischee inszeniert die Regisseurin das emotionale Chaos in opulenten Bildern und großem Gefühl. Dramaturgische Schnitzer übersieht man bei dieser Mischung aus Märchen, Poesie und Wirklichkeit gerne. Das Leben – einfach und kompliziert, anstrengend und leichtfüßig, trotz aller Widernisse ein Geschenk."
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