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PLASTIC PLANET

PLASTIC PLANET

Regie Werner Boote
Kinostart 25.02.2010

Kritiken • PLASTIC PLANET

22. Februar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • br-online.de

Tamara Danicic sah eine sprunghafte Jagd nach Erkenntnis. "Allerdings zeigt sich, dass eigene Wissbegierde nicht immer zu echter Aufklärung führt. Zu sehr irrlichtert der Film auf der Suche nach dem wahren Wesen der "Legos für Erwachsene" (wie ein Chemiker Kunststoffe beschreibt), zu oft springt er geographisch wie thematisch – bis am Ende nur noch ein bedauerlich diffuses Gefühl der Bedrohung zurückbleibt. Um den Zuschauer mit einem echten Erkenntnisgewinn aus dem Kino zu entlassen, hätte es eine stärkere Konzentration auf weniger Protagonisten bzw. Orte und konkretere Fakten gebraucht. Stattdessen irrt der Film auf seiner Suche nach des Pudels Plastikkern leider etwas allzu sehr umher."

20. Februar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • br-online.de

Subversiv fühlt sich Margret Köhler auf den Zahn gefühlt. "In langen Interviews mit NGOs, kritischen und unkritischen Buchautoren, Wissenschaftlern, Lobbyisten, Schönheitschirurgen oder Ärzten kristallisieren sich Gefahren heraus, die durch politisch Verantwortliche kaum Beachtung finden, obgleich Untersuchungsergebnisse die Alarmglocken schrillen lassen müssten. Der "österreichische Michael Moore" appelliert an den gesunden Menschenverstand und nimmt kein Blatt vor den Mund, macht sich wie sein US-Vorbild Feinde mit manchmal banalen Gags und formelhaften Phrasen, kann seine Anklagen aber belegen. Die Bilder von Müllbergen in Wüsten und Meeren sprechen für sich. Der PLASTIC PLANET (PLASTIC PLANET Trailer) ist schon Wirklichkeit."

20. Februar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • film-dienst

Bei dem Konzept, selbst vor der Kamera zu agieren, lassen sich ein gewisses Maß an Egozentrik und Narzissmus kaum vermeiden, kritisiert Julia Teichmann. "Dem sind dann einige Verirrungen und Längen geschuldet, die angesichts des spannenden Themas aber nicht entscheidend ins Gewicht fallen. Lösungsvorschläge für das Plastik-Problem werden nicht präsentiert; wie auch? Plastik ist einfach schon überall ... Es bleibt die Macht des Verbrauchers, an die der Film letztlich appelliert: Nur das verantwortungsbewusste Handeln des Einzelnen kann die Industrie zum Umdenken zwingen."

02. Februar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • progammkino.de

Beste Michael Moore-Manier hat Thomas Volkmann ausgemacht. Der Regisseur "ist neugierig und stellt viele Fragen. Jene etwa, warum der Mensch sein Konsumverhalten mit Blick auf die gesundheitlichen und ökologischen Folgen nicht ändert, warum die Industrie nicht auf die von Kunststoffen ausgehenden Gefahren reagiert oder auf wessen Kappe die Müllberge in den Wüsten und Meeren gehen. Auch wenn nicht immer eine Antwort möglich ist, so regen die zahlreich zu Wort kommenden Wissenschaftler, Lobbyisten, PR-Vertreter und Umweltexperten doch zum Nachdenken und Grübeln an – und damit vielleicht ja auch zu anderen Sicht- und Verhaltensweisen."

27. Januar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • kinofenster.de

Wohl auch sein sentimentales Verhältnis zum Plastik – sein Großvater war ein Pionier der Kunststoffindustrie – schützt Werner Boote laut Michael Kohler "davor, den gesamten Industriezweig kurzerhand der skrupellosen Geschäftemacherei zu beschuldigen. Ein Schwarzseher will Werner Boote ebenfalls nicht sein und appelliert an die Konsumenten/innen auf Plastik zu verzichten, und wo dies nicht möglich ist, im Handel entsprechende Lösungen nachzufragen. Tatsächlich ist es kein Problem, ohne Plastiktüten oder PET-Flaschen auszukommen. Doch was ist beispielsweise mit der Tastatur, auf der dieser Artikel geschrieben wurde? "

02. Januar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Wenn auch die beiden Animationssequenzen sehr plakativ wirken, so besticht der Film durch eine hervorragende Dramaturgie in der Montage der an teilweise außergewöhnlichen Orten des Globus entstandenen Bildfolgen. Die nie vordergründig zum Einsatz kommende musikalische Untermalung wie auch das gesamte Sound-Design gehören zu den weiteren positiven Merkmalen dieses Bewusstsein schaffenden und überaus wichtigen Dokumentes."

01. Januar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. Januar 2010 | PLASTIC PLANET • Kritik • Plastic Planet

Überblick zum Film auf moviepilot.de

25. September 2009 | PLASTIC PLANET • Kritik • Die Presse

"Der Ton bleibt engagiert, aber oberflächlich: Trotz des großen Themas wirkt der Film kaum abendfüllend. Interviews sind abwechselnd leicht informativ und manipulativ (bevorzugter Gegenschnitt: mit offenem Mund nickender Boote). Einige Bilder sind gut, aber zu kurz – Leute räumen zu Anschauungszwecken all ihr Plastik vor ihre Häuser –, viele aber beliebig und zu kurz: Plastiksackerl wehen noch immer übers Filmset von Lawrence von Arabien. Diverse Einlagen, von Animation zur Konfrontation, tragen auch nicht zur Vertiefung bei."

17. September 2009 | PLASTIC PLANET • Kritik • Der Standard

Isabella Reicher hätte sich mehr Vertiefung gewünscht. "Vor allem kommt man bei PLASTIC PLANET (PLASTIC PLANET Trailer) wie bei anderen Vertretern dieser dokumentarischen Spielart nicht umhin zu fragen, was dabei zu gewinnen sein soll, wenn man einen Vertreter der Industrie mit den möglicherweise verheerenden Auswirkungen seines Produkts konfrontiert. Das kann auch dieser Film nicht schlüssig beantworten. Solche Spiegelfechtereien bleiben hauptsächlich dramatischer Effekt. Und sie zeugen auch von einer gewissen Faszination dafür, sich mit Alphatieren zu messen, anstatt stärker mit und an der Basis zu operieren."

01. September 2009 | PLASTIC PLANET • Kritik • ray-magazin.de

Roman Scheiber entdeckt einen bestimmten Einfluß. "Wenn Boote den ehemaligen Präsidenten von PlasticsEurope, John Taylor, bis an dessen Messestand verfolgt, um einen Koffer mit Recherche-Unterlagen vor ihm auszuschütten, dann erinnert das frappant an den US-Docutainer Michael Moore. Für seine erste Erfolgsdoku ROGER & ME hatte Moore General-Motors-Chef Roger Smith jahrelang mit sinnlosen Interviewwünschen belästigt. Auch den Einsatz cooler Animationsgrafiken dürfte sich Boote (der bislang vor allem Musikdokus gemacht hat) von Michael Moore abgeschaut haben."

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