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THE KILLER INSIDE ME

THE KILLER INSIDE ME

Regie Michael Winterbottom
Kinostart 2010
Genre Thriller, Drama

Kritiken • THE KILLER INSIDE ME

22. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sascha Keilholz schaut genau auf den Hauptdarsteller Casey Affleck. "Dieses Mal legt er noch mehr Kühle in seine Figur, was einen Vergleich zu Christian Bales bahnbrechender Performance als Patrick Bateman nahe legt. Das Grandiose in American Psycho (2000) ist allerdings die völlige Losgelöstheit des Psychopathen von seiner Umwelt. Unter der Regie von Mary Harron entwickelt sich Patrick immer mehr zum Hauptdarsteller seiner eigenen Wahnwelt. ... Casey Affleck und Michael Winterbottom hingegen statten ihren Psychopathen mit jeder Menge Motivationen aus, erklären sein Verhalten und machen ihn zu einer leibhaftigen Figur. Durch solchen Bierernst verliert THE KILLER INSIDE ME jeden Mehrwert."

07. März 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Das Manifest

Björn Lahrmann ist enttäuscht. "THE KILLER INSIDE ME ist eine wahnsinnig leere akademische Stilübung, weder spannend noch schockierend, weder zynisch noch erotisch. Ein klein wenig mag das mit der Vorlage zu tun haben, die eben nicht die filmisch reich erprobte, wilde Haken schlagende Noir-Schnurre ist, sondern eher eine statische Konfiguration, die extrem von ihrer psychotischen Innensicht lebt. Überhaupt ist es bezeichnend, dass bislang nur sehr freie Thompson-Adaptionen, etwa Sam Peckinpahs GETAWAY (GETAWAY Trailer) oder DER SAUSTALL, einigermaßen was geworden sind."

20. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Berliner Zeitung

Sexistisch ist THE KILLER INSIDE ME schreibt Jens Balzer. "Widerlich und schlimm ist vielmehr der voyeuristische Blick auf die Wehrlosigkeit der Opfer und das noch in der äußersten brutalen Misshandlung implizierte passive Genießen der Frauen. Zwischen den schön fotografierten Sadomaso- und Auspeitschbildern, die Lou und Joyce beim ersten Sex zeigen, und der Inszenierung des sexuell aufgeladenen Mordes macht Michael Winterbottom keinen Unterschied. Im Gegenteil: Geradezu genüsslich tastet die Kamera das immer drastischer zu Klump gehauene Gesicht Jessica Albas ab sowie später den zuckenden, zerschlagenen und zertretenen Körper Kate Hudsons."

20. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Fanizadeh stellt fest: Michael Winterbottom "meint es ernst. Als gnadenloser Realist muss er zeigen, was gnadenlose Realisten für Realismus halten. Ein tragisches Missverständnis, weswegen wir den sich immer gnadenloser in seinen Widersprüchen verheddernden Kleinstadtbullen Lou bei immer gnadenloseren Szenen zuschauen müssen. Der in seiner Kindheit missbrauchte Film-Lou haut der Film-Kate das Gesicht ein. Kamera- und Soundtechnik sorgen dafür, dass wir genau wissen, wie so etwas aussieht und wie lange es dauert. Michael Winterbottom hat keine Vorstellung, wie sich Gewalt darstellen lässt und wo die Grenzen dafür liegen."

20. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Noir-Thriller ist für Jan Schulz-Ojala "ein solide abgeliefertes Auftragswerk im äußerst abgegrasten Terrain des Psychoschockers. Auffallend vielleicht am meisten, welche Ausdauer und reichlich unbändige Lust Michael Winterbottom auf die brutalen Szenen verwendet. Man könnte dies jetzt, um in der Metaphorik des Filmgeschehens zu bleiben, geißeln; man darf es, als zunehmend ermatteter Beobachter dieses Wettbewerbsdurchgangs, vielleicht auch bleiben lassen."

20. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Der Tagesanzeiger

Florian Keller ist enttäuscht. "Der mörderische Roman, auf dem der Film beruht, wurde von Stanley Kubrick einst geadelt, aber vom bestechenden Psychogramm eines Verbrechers ist bei Michael Winterbottom nichts mehr zu spüren. Casey Affleck nuschelt sich als junger Sheriff mit Unschuldsmiene durch diesen Film, der nur drei Register kennt: das müde Geschwätz, das nostalgische Gedudel auf dem Soundtrack und die Gewalt gegen Frauen."

17. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Der Spiegel

Hässlicheres als Michael Winterbottom hat ein Regisseur schönen Frauen auf der Leinwand selten angetan, meint Lars-Olav Beier. "Das Schlimme ist nicht, dass Michael Winterbottom die Geschichte aus der Sicht eines Psychopathen und Sadisten erzählt; auch wenn er so am Ende zwangsläufig mit einem Film dasteht, der genauso emotionslos und kaltherzig ist wie sein brutaler Held. Viel schlimmer ist die Anmaßung des Films, den Killer erklären zu können. In Kindheits-Rückblenden werden dem Zuschauer halb verdaute küchenpsychologische Erklärungsbrocken hingeschmissen. Michael Winterbottom weiß ganz genau, wie es aussieht in Fords Kopf, lässt ihn sogar in Erinnerungen an das schöne Gesicht der Frau schwelgen, das er zertrümmert hat. Da wird der Film widerwärtig sentimental."

01. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • Berlinale.de

Datenblatt zum Film.

01. Februar 2010 | THE KILLER INSIDE ME • Kritik • The Killer inside me

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