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SHAHADA

SHAHADA

Regie Burhan Qurbani
Kinostart 30.09.2010
Genre Drama

Kritiken • SHAHADA

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Laut Thorsten Funke nutzt der Regisseur "immer wieder sehr ähnliche Bilder, um den inneren Kampf seiner Figuren darzustellen. Er arbeitet viel mit Tiefenschärfe, lässt den einen oder die andere häufig einen sinnierenden Blick ins Leere werfen und führt die Kamera bedeutungsschwanger an Häuser- oder Zimmerwänden entlang. Am stärksten ist der Film nicht als emotionales Drama, sondern als Einblick in muslimisches Alltagsleben."

30. September 2010 | SHAHADA • Kritik • kultiversum.de

Für Oliver Heilwagen macht es sich SHAHADA (SHAHADA Trailer) mit den Glaubensfragen zu einfach. "Grundsätzliche Fragen wie die Theodizee oder die Willensfreiheit beantwortet der Film mit wohlfeilen Merksätzen. Das löst aber die Probleme der Protagonisten nicht: Zwei der drei Handlungsstränge enden offen. ... Burhan Qurbanis Bemühen um ein handwerklich makelloses Debüt überfrachtet den Film: Der Ehrgeiz, möglichst viele Spielarten islamischer Glaubenspraxis unterzubringen, bürdet SHAHADA (SHAHADA Trailer) zuviel auf. Dabei böte jede der drei Biographien genug Stoff für einen ganzen Film."

30. September 2010 | SHAHADA • Kritik • Die Tageszeitung

Ines Kappert entdeckt ungewollten Rassismus. "Und dieser ist doppelt ärgerlich, weil der Film handwerklich ansonsten durchaus etwas zu bieten hat: Die Dialoge stimmen, die Schauspieler sind sehr gut, die Kamera produziert elegante Mainstreambilder. Doch all diese Qualitäten werden untergraben von der Ideologie, dass Muslime qua Kultur und qua Glauben in einer Parallelwelt leben - ohne Exit-Option."

30. September 2010 | SHAHADA • Kritik • Der Tagesspiegel

Oliver Heilwagen ist nicht besonders angetan. "Arg schlichte Dialoge über Religion müssen als Begründung für die dramaturgisch oft abrupten Wechsel herhalten. Grundsätzliche Fragen wie die Theodizee oder das Problem des freien Willens werden nur gestreift – mit einer Moral, die Kalendersprüchen entlehnt scheint. SHAHADA (SHAHADA Trailer) beweist immer wieder den Ehrgeiz zu handwerklicher Makellosigkeit, doch thematisch und dramaturgisch hat Burhan Qurbani sich in seinem Debüt heillos übernommen. Statt in eineinhalb Stunden möglichst viele Spielarten islamischer Glaubenspraxis unterzubringen, hätte Burhan Qurbani vielleicht besser eine statt drei Geschichten erzählt. Die aber richtig."

30. September 2010 | SHAHADA • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander lobt den Debütfilm. "Die Handlung um den Polizisten Ismail hätte locker einen eigenen Film füllen können und kratzt hier nur an der Oberfläche ihrer Möglichkeiten. Trotzdem schafft es SHAHADA (SHAHADA Trailer) mitzureißen, denn der Regisseur hat so viel Zuneigung für seine Helden übrig, dass er sie alle als echte, warmherzige Menschen zeichnet, die man sofort und gern in sein Leben lässt. Burhan Qurbani erzählt schnell und voller Druck, vermeidet Moralkeulen und hat einen feinen Sinn für den richtigen Soundtrack an der richtigen Stelle. Es wird spannend zu beobachten sein, wie es mit seiner Karriere weitergeht, denn von dem Mann kann man in der Zukunft Großes erwarten. Es lohnt sich, ihn heute schon zu entdecken."

28. September 2010 | SHAHADA • Kritik • schnitt.de

Am Ende sind alle Geheimnisse gelüftet und Ekaterina Vassilieva "fragt sich, was wir daraus gelernt haben. Die spirituelle Suche, die vom Titel in Aussicht gestellt wird (Shahada ist das Glaubensbekenntnis – die erste Säule des Islam), bleibt eine Behauptung, die die drei scheinbar beliebig ausgewählten Geschichten nicht einlösen. Die kühlen, durchgestylten Bilder entbehren zwar nicht eines gewissen visuellen Reizes, aber die Handlung ist zu bedrückend, um sich von Shahada unterhalten zu lassen. So kehren wir wieder zur Frage nach dem Zielpublikum zurück, das möglicherweise den Gefallen an diesem Film finden könnte."

01. Juli 2010 | SHAHADA • Kritik • Shahada

Überblick zum Film auf moviepilot.de

21. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • outnow.ch

"Schlussendlich überzeugt eigentlich nur Sammis Episode. Man kann nachempfinden, in welch verzweifeltem Gewissenskonflikt er sich befindet, für dessen Entknotung er etwa von seiner Mutter keinerlei Unterstützung erhält. Grossartig spielt Jeremias Acheampong diesen Mann, dessen Selbstsicherheit von seiner aufkeimenden sexuellen Neigung sabotiert wird. Ansonsten liefert uns Qurbani aber ein zu bemühtes, verkrampftes Werk ab."

20. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Als didaktischsten Islamfilm bezeichnet Daniel Kothenschulte den Film. "Anstatt jedoch tatsächlich in die Tiefe der Debatte einzusteigen ..., blendet das 88 Minuten kurze "kleine Fernsehspiel" in feiner Breitwandoptik lieber sanft weiter zum nächsten Problem. Nur selten verlassen die kammerspielhaften Szenen den Ton tragischer Feierlichkeit, Filmkomponist Daniel Sus leistet dazu die kammermusikalische Trauerarbeit. Die eigentliche Glaubensfrage, vor die dieser Film uns stellen kann, ist seine überstrapazierte Episodenform. Wer nicht gerade Robert Altman heißt, den treibt sie oft in die Beliebigkeit."

20. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Der Tagesanzeiger

Für Florian Keller knickte der Film kläglich ein unter der Last seiner Themen. "Weil Burhan Qurbani ein Einzelschicksal nicht genug war, versuchte er sein Opus zu einem Panorama über die Identitätskrisen junger Muslime in Deutschland auszubauen. Das Ergebnis ist ein Film, der von orientierungslosen Menschen erzählen will – und dabei selbst die Orientierung verliert."

19. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Neues Deutschland

Lilian-Astrid Geese lobt den Film. "Eine frische Kinoproduktion, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt, ohne pädagogisch, anklagend, verurteilend zu sein. Mit kleinen Spitzen – blonde deutsche Frauen in binationalen Ehen bauen gern nah am Wasser, hübsche deutsche Jungs, die in Großküchen arbeiten, wissen noch lange nicht, wie man richtig nigerianisch isst – und trotz trauriger Themen mit Humor ist SHAHADA (SHAHADA Trailer) eine Anleitung, den Alltag zu begreifen, ohne sich von ihm unterkriegen zu lassen."

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Der Spiegel

Sieger nach Problemen: eindeutig SHAHADA (SHAHADA Trailer), stellt Hannah Pilarczyk fest. "Für diesen bislang unentschiedenen Wettbewerb ist die Gewalt, mit der Autor und Regisseur Burhan Qurbani auf die erzählerische Tube drückt, aber zunächst wohltuend. Mit ähnlichem Tempo verliert man aber auch wieder die Lust, Burhan Qurbani auf seiner Hetzjagd durch das Leben von drei Berliner Moslems zufolgen. Ihre Probleme wirken fast ausnahmslos nach konterintuitiven Zuspitzungsformeln berechnet, die letztlich nur einen Eindruck vermitteln: Moslem in Deutschland zu sein, bedeutet Dauerausnahmezustand - immer Stress, immer Blut."

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Jens Balzer verspricht SHAHADA (SHAHADA Trailer) "einen Blick ins Paralleluniversum der deutschen Muslime - das ist knackig, das hat Relevanz und Aktualität. Zudem ist Qurbanis dramaturgische Konstruktion durchaus ambitioniert: Er verknüpft die drei Ich- und Glaubenskrisen nicht nur miteinander, sondern fügt seine Geschichte im Ganzen auch noch in ein fünfteiliges, offenbar vom Koran inspiriertes Schema. Schematisch bleibt aber leider auch die Psychologie der Figuren; jenseits ihrer bedauerlichen und persönlichkeitshemmenden Verstrickung in ein archaisch wirkendes Glaubenssystem gewinnen sie nur geringe Kontur."

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Die Tageszeitung

Das ist zwar sympathisch, doch was fehlt, ist das Unerwartete, Verspielte, Zufällige, kritisiert Stefan Reinecke. "Gerade die episodische Erzählung braucht Öffnungen und die Geste des Schlenderns. Doch SHAHADA (SHAHADA Trailer) marschiert ängstlich entschlossen von A nach Z. Die Problemstellungen werden reißbrettartig entwickelt und zugespitzt. Bis in die Farbgebung hinein ist alles vorhersehbar, und die Symbolik hat etwas trostlos Eindeutiges. ... SHAHADA (SHAHADA Trailer) hätte ein kleiner, rauer Migrantenfilm werden können. Merkwürdig, dass er wirkt wie das Klischee eines deutschen Problemfilms."

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala findet einige lobende Worte. "Zur Ent- und Verwicklung der Geschichten setzt Burhan Qurbani bevorzugt auf Drama: Blut, Schweiß, Tränen und zahlreich zerschlagenes Geschirr. Manchmal wirken die in seinem Drehbuch entworfenen Szenen packend, manchmal wird ihr Beweisführungscharakter eher grob offenkundig. Die Schauspieler, mit Ausnahme von Anne Ratte-Polle, die Ismails Frau spielt, sind wenig bekannt und machen ihre Sache zwischen Helfersyndrom, Schuldgefühl und Fanatismus mit aller Frische."

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster kann dem Film als Bebilderung trockener Feuilletonsdebatten nicht viel abgewinnen. "Am Anfang werden die Problemfelder fein säuberlich abgesteckt: Islam und Homosexualität, Islam und Unterdrückung der Frau, Islam und Toleranz, Islam und Integration. Was nicht vorkommt, ist auch nur irgendeine Form von Alltag. Der Moslem in Deutschland lebt, so scheint es, in einem permanenten Ausnahmezustand, außerdem wird sein Leben an allen Ecken und Enden von Religion determiniert, als etwas, zu dem er sich auf die eine oder andere Art verhalten muss und zwar Tag und Nacht."

18. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • festivalblog.de

Christian Westheide irritiert die Tatort-Optik des Films und das der Film allgemeinmenschliche Probleme als religiöse ausgibt. Der Kritiker ahnt, dass den Protagonisten "die Religion wenig helfen wird, mit sich selbst ins Reine zu kommen, die Religion war aber auch nicht der Grund, warum sie überhaupt Schuld empfunden haben, sondern weil sie Menschen mit Herz sind - egal welcher religiösen Erziehung. Nur, dass der Film ohne den islamischen Hintergrund vermutlich nicht im Wettbewerb der Berlinale laufen würde."

01. Februar 2010 | SHAHADA • Kritik • Berlinale.de

Datenblatt zum Film.

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