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HOW I ENDED THIS SUMMER

HOW I ENDED THIS SUMMER

Regie Alexej Popogrebskij
Kinostart 01.09.2011
Genre Thriller

Kritiken • HOW I ENDED THIS SUMMER

31. August 2011 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Der Film hinterlässt mit seinem radikaleren, bedingungsloser umgesetzten Stilwillen einen bleibenderen Eindruck bei Leander Ripchinsky. "Zwar ist How I Ended This Summer (How I Ended This Summer Trailer) mit seinen über zwei Stunden Laufzeit deutlich entschleunigt, verweilt aber nur selten konsequent bei seinen Beobachtungsobjekten, wie es das Auge Andrej Tarkowskis tut, mit dem der Film verglichen wurde. Die in Totalen an Malerei erinnernden Bilder rechtfertigen zwar den Silbernen Bären für Pawel Kostomarow, entwickeln aber kein einheitliches Gesamtkonzept."

24. Juli 2011 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Martin Gobbin lobt besonders den Kameramann Pavel Kostomarov. "Unter seinem Blick verschwimmen die weiten, kargen Landschaften zu horizontalen Farbschichten, impressionistisch ineinander übergehenden Schattierungen von Weiß und Grau. Wolken und Wasser, Felsen und Schlamm, Schnee und Nebel werden nahezu ununterscheidbar. Zeitraffer-Einstellungen lassen Wiesen und Felder, über die Wolken und Sonnenstrahlen huschen, zu natürlichen Leinwänden für Lichtspiele werden. Manchmal ist die Natur im Kino schöner als in natur."

01. September 2011 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • kultiversum.de

Ein "minimalistischen Meisterwerk" sah Oliver Heilwagen. "Im schweigsamen Duell der beiden Hauptfiguren fungiert der unwirtliche Schauplatz als Schiedsrichter. Brandung, Nebel und Schneefelder entscheiden über den Ablauf des Geschehens. Das bannt Kameramann Pawel Kostomarow in betörende Bilder: Seit den "Seascapes" des japanischen Künstlers Hiroshi Sugimoto hat niemand das subtile Spiel von Grautönen so nuanciert aufgenommen wie er."

26. August 2011 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • schnitt.de

Dem Film gelingt es laut Andreas Strasser, die Verlorenheit und Einsamkeit zweier Menschen in einer grandiosen, aber gleichgültigen Natur zu thematisieren. "Man fragt sich: Welche Bedeutung hat darin noch die Conditio humana? Sergej hofft darauf, daß ihn die Liebe (das Schiff, das ihn heimbringt) aus dieser Einsamkeit erlösen wird. Die schwere Entscheidung, die er am Ende des Films treffen muß, bringt diese unheilvolle Geschichte zu einem konsequenten Ende und schlägt dabei bezeichnenderweise in die gleiche Kerbe wie Friedrichs "Mönch"."

26. August 2011 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • filmtabs

Viele packende Szenen und eine einzigartige Atmosphäre machen den Film sehenswert, schreibt Günter H. Jekubzik. "Alles hier wirkt gewaltig und atemberaubend. Nur die Warnungen Sergeis machen anfangs deutlich, dass dies kein Urlaub ist. Der Sound der Funkstatik zerrt ebenso an den Nerven wie die Einsamkeit. Aus dieser emotionalen Herausforderung entwickelt sich langsam die Spannung des Natur-Thrillers. SHINING flammt auf, die Bedrohung erwächst hier nicht aus Übersinnlichem, sondern aus den verschlossenen Protagonisten selbst. Die eskalierende Action arbeitet geschickt mit den Extrem-Bedingungen des arktischen Settings."

13. Oktober 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • groarr.ch

Anne Konz ist begeistert: "Alexei Popogrebsky gelingt es in diesem Film, konzentriert auf die wesentlichen Elemente, die Spannung zwischen Loyalität und Angst in der russischen Arktis zu einem kammerspielartigen Thriller zu verdichten und dem erschreckenden Kampf ums Überleben eine menschliche Lösung hinzuzufügen. ... Wie Vergeben möglich ist, im Angesicht der Schwächen des Anderen, das kann dieser Film zeigen. Es fehlt ihm nichts dazu, weder Opulenz noch Redseligkeit wären hier nötig. Hoffentlich kann dieser Film ein breiteres Schweizer Publikum finden."

27. Juli 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • filmring.at

"HOW I ENDED THIS SUMMER (HOW I ENDED THIS SUMMER Trailer) ist ein ruhiger Film, der sich nur sehr langsam aufschaukelt. Zu Beginn stehen sehr viele Alltagsbeobachtungen und wenig Handlung. Doch dies führt zu einem schleichenden Verfall in den Wahnsinn und zu einem großen menschlichem Konflikt vor gigantischer Naturkulisse. Auch auf Metaebene spielt sich einiges ab, sodass es doch alternative Möglichkeiten gibt den Film zu interpretieren. Vor allem aber ist HOW I ENDED THIS SUMMER (HOW I ENDED THIS SUMMER Trailer) ein faszinierender, rauer Film, mit zwei großartigen Hauptdarstellern, der es trotz kleineren Schwächen schafft zu faszinieren. Kleine Längen und ein etwas zu abruptes Ende trüben den Genuss jedoch etwas."

20. Februar 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist durchaus angetan. "Der im russischen Festivalkino fast obligatorische Vater-Sohn-Konflikt wird hier sehr dezent über Stellvertreter ausgetragen, was dem Drama eine spannungsvolle Vieldeutigkeit verleiht. Vor allem aber besticht Alexej Popogrebskijs Arbeit durch seine plastische Vermittlung des Landschaftsraums. Ohne jede verfremdende Zutat werden Seelenlandschaften daraus wie einst im skandinavischen Stummfilm. Und die Besonderheit, dass in diesen Breiten Tag und Nacht nahtlos ineinander übergehen, führt schließlich zu einem ganz irrealen Zeiterlebnis, das den Eindruck des Ausweglosen noch verstärkt."

18. Februar 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • Der Spiegel

Der Film sieht genauso aus, wie sich Wolfgang Höbel "russisches Männerkino vorstellt. Und packt einen trotzdem. ... Imponierend sind die Entschlossenheit, die Geradlinigkeit und die Geduld Popogrebskys: Über zwei Stunden lang führt er immer neue Eskalationsstufen eines Zweikampfs vor. Gut möglich, dass sich auch die Berlinale-Jury bei der Vergabe der Bären von dieser sibirischen Strenge beeindrucken lässt."

18. Februar 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann sah schweigsame Männer in Extremsituationen. "Es ist eine archaische Story, mit überwältigenden Naturaufnahmen von der arktischen Küste, eine Parabel über Mut und Drückebergertum, Schuld und Vergebung, ein Generationenkonflikt, der sich auf die Gesellschaft ausweiten lässt. Es ist aber auch erneut ein Film, in dem einsame Männer verzweifelte Dinge tun, und keine Frau in Sicht ist, die der Geschichte etwas Erdung, etwas Farbe, etwas Lebensklugheit zu geben vermag. Muss es denn immer das Ende der Welt sein, und ein Kampf auf Leben und Tod?"

18. Februar 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • Berliner Zeitung

Als düster bezeichnet Harald Jähner den Film. "Eine baum- und strauchlose Weite aus Geröll, Eis und Flechtenbewuchs; schönes, wenn auch spärliches Licht: Nässe, Kälte und für fünf Minuten ein echter Eisbär - da braucht man Kondition. Wer Depressives nicht flieht, kommt auf seine Kosten. ... Der Film von Alexej Popogrebskij steckt voller Reminiszenzen an Andrej Tarkowski, den düsteren Beschwörer des Umweltsündenfalls. Hier, auf dem arktischen Vorposten der Zivilisation, wird das Menschendasein in jeder Hinsicht als Kampf offenbar."

18. Februar 2010 | HOW I ENDED THIS SUMMER • Kritik • film-dienst

Die karge Schönheit alter russischer Schule (Andrej Tarkowski lässt grüßen) trifft hier auf einen Kammerspielpsychothriller, schreibt Jörg Gerle. "Was hat hier eine Frau zu suchen?! Nicht in jedem Film geht es um Sex und – um Vorurteile zu bemühen – eine Frau wäre hier die erste, die ob der fehlenden Zerstreuung mit TV-Soaps hysterisch und wahnsinnig geworden wäre... Das zum Thema Lebensklugheit!"

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