GREENBERG

film-zeit Film: GREENBERG
Regie Noah Baumbach
Kinostart 01.04.2010
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Inhalt • GREENBERG

Der New Yorker Ex-Musiker Roger Greenberg ist das, was man einen ausgemachten Loser nennen kann: alleinstehend, ohne Job und gerade 40 geworden. Na, herzlichen Glückwunsch! Da kommt ihm das Angebot seines jüngeren und wesentlich erfolgreicheren Bruders Phillip gerade recht: Greenberg soll ein paar Wochen auf dessen Haus in Los Angeles aufpassen: Hier begegnet er seiner Vergangenheit und findet sich aufeinmal in einer eigenartige Romanze wieder.

Pressespiegel • GREENBERG

14. Februar 2010 |  Partner von film-zeit

In immer wieder neuen Konfrontationen breitet seine Hauptfigur ihre Neurosen aus und dreht sich dabei im Kreis, stellt Thorsten Funke fest. "Dabei ist es faszinierend, dass Ben Stiller nicht eine Nuance seiner Komödienpersona durchscheinen lässt, sondern die Rolle des Misanthropen tiefernst spielt, mit nur einem Hauch der Übertreibung. Er ist trotzdem lustig, auf ganz trockene Weise, was besonders dann funktioniert, wenn das ansonsten ausufernde Drehbuch seine auf den Punkt treffenden Momente hat. Davon gibt es einige, aber ein Ganzes will nicht daraus werden."

16. Februar 2010 | 

Egon Günther schätzt den Wagemut von Noah Baumbach , der sich in GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) der Probleme kleiner Leute annimmt. "Regisseur Noah Baumbach hat sich vorgewagt auf ein Gebiet, das ungefähr das Gegenteil ist von solchen auftrumpfenden Filmen wie SHUTTER ISLAND (film-zeit Trailer: SHUTTER ISLAND). In dem einen triumphiert die hochgestochene Machart des, sagen wir mal, Groß-Kinos, im anderen geht es um nicht viel. Aber das mit zunehmender Wucht nach trägem Anfang. Es geht ums Leben oder Überleben der sogenannten kleinen Leute halbwegs in Würde."

15. Februar 2010 | 

Luftig und leicht und auch ein bisschen piepsig ist GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) für Birgit Glombitza. "Regisseur Noah Baumbach, der unter anderem auch das Drehbuch zu Wes Andersons DIE TIEFSEETAUCHER verfasst hat, erprobt sich in der lakonisch ironischen Anamnese einer liebenswerten, aber katatonischen Generation der über Vierzigjährigen. Doch Noah Baumbach mag dem Egomanen Roger noch so liebevoll über die Schulter schauen, es verliert schnell an Spannung, dem pathologischen Drifter dabei zuzuschauen, wie er ohne messbaren dramatischen Ausschlag durch den Film zieht und nichts mehr zu verlieren hat als eine vage Hoffnung, dass die Zukunft der Vergangenheit nicht ähneln mag. Mehr Aufregung ist in GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) nicht zu haben."

15. Februar 2010 | 

In GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) ist Ben Stiller grandios, lobt Jens Balzer. "Seinen Greenberg spielt er mit dem stechenden Blick und den verkrampften Kieferknochen eines latent erzürnten Erdmännchens - ständig hat man Angst, dass er gleich jemanden beißt. ... Greenberg ist also der Inbegriff dessen, was der Amerikaner als pain in the ass bezeichnet. Ben Stiller aber - und das ist das Tolle an diesem Film - gelingt es, den Betrachter für diesen durch und durch unsympathischen, egomanen und eigentlich rundum uninteressanten Typen doch zu interessieren."

15. Februar 2010 | 

Traurig ist der Film für Daniela Sannwald. "Es wird viel geredet, geraucht und getrunken und dabei so getan, als ob es um irgendetwas ginge. Tatsächlich scheinen alle Beteiligten nur Lebenszeit herumkriegen zu wollen, und das möglichst nicht allein, sondern in beliebiger Gesellschaft. Uninspiriert wie die Figuren ist auch die Kamera, die hilflos zwischen ihnen herumirrt."

15. Februar 2010 | 

Dominik Kamalzadeh ist durchaus angetan. "Noah Baumbach findet jedenfalls genau das richtige Timing, um von zwei Menschen zu erzählen, die sich auf bezaubernde Weise ständig verfehlen. Im Mittelpunkt von GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) steht die melancholische Erkenntnis, dass man irgendwann begonnen hat, in der Vergangenheit zu leben. Aber es gibt Hilfe. Die Unterschiede zwischen Generationen werden hier zum innersten Prinzip einer verhaltenen Liebesgeschichte: Anders ist hier im Zweifel auf jeden Fall besser."

15. Februar 2010 | 

Tiziana Zugaro lobt den Regisseur: Er wirft einen humorvollen Blick auf eine ziemlich ernste Charakterstudie. "Irgendwie will man die Hoffnung nicht aufgeben, dass Greenberg irgendwann einmal den eigenen Beißreflex als Abwehrhaltung hinterfragen und vielleicht sogar aufgeben könnte. Ob dieser Typ wohl noch zu retten ist? Noah Baumbach, so viel sei verraten, gibt ihm jedenfalls eine Riesenchance. Und vielleicht wird's sogar noch was mit der Hundehütte für Mahler."

15. Februar 2010 | 

GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) will viel von allem, aber nichts so richtig, kritisiert Thomas Groh. "Ein bisschen Woody Allen für die Indie-Welt, ein bisschen post-neurotische Rückschau für die 90er Grunge-Generation, einen sachten Geschmack von mumblecore für die Festival-Crowd, einige krasse Momente für das pubertäre Publikum, das Ben Stiller wegen ins Kino kommt, und noch genügend Gefälligkeit für entspannte Stimmung bei den Finanziers. Das ist auch insofern schade, da GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) sich in der Tat manches heraus nimmt: Unkommentierter Drogengebrauch, Schimpfwörter, Nacktheit und eine, zum Glück, nicht näher dramatisierte Abtreibung findet man in dieser Mischung selten im Para-Mainstream."

15. Februar 2010 | 

Vielschichtig geht es hier laut Andreas Borcholte zu. "Greenberg ist der typische Vertreter der Generation "Alles Geht": Zu viele Optionen, zu wenig Mut, und am Ende stellt man fest, dass das Leben halb vorbei ist und sich nichts von ganz alleine zum Guten gewendet hat. Der Comedian Ben Stiller spielt das neurotische Nervenwrack, das mit seinen Versuchen, doch noch mal alles richtig zu machen, ganz ohne die gewohnte grimassierende Komik. So kommt ein in dunklen Seelen-Abgründen brütender Charakterdarsteller zum Vorschein. In manchen Szenen scheint Ben Stillers Figur so unter Strom zu stehen wie ein Verzweifelter kurz vor dem Amoklauf."

15. Februar 2010 | 

GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG) braucht eine Weile, um in Fahrt zu kommen, aber als der Film seine Betriebsgeschwindigkeit erreicht hat, spürt Andreas Kilb "rasch, dass es hier um mehr geht als die Midlife-Crisis eines Ostküsten-Intellektuellen in Lalaland. ... [Er] wünschte sich, Noah Baumbach hätte diese seltsame Unromanze noch mehr zugespitzt, statt sie sanft zwischen Palmen und Pools verplätschern zu lassen."

15. Februar 2010 | 

Es geht in dem Film ja auch um bewusstes Nichtstun. Sehr sympathisch, findet das Jörg Buttgereit. "Da schließe ich mich mal an. Und schreibe nichts über GREENBERG (film-zeit Trailer: GREENBERG). Höchstens vielleicht, dass Ben Stiller livehaftig nicht so eine nerdige Frisur hat wie auf dem Filmbild. Wär doch lustig, wenn Ben Stiller einen Darstellerpreis bekommen würde und sich dann in seiner Dankesrede, die live aus Hollywood übertragen wird, weil er natürlich längst wieder abgereist ist, nicht besonders drüber freut."

01. Februar 2010 | 

Datenblatt zum Film.

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