Inhalt • DIE FREMDE
"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem (Nizam Schiller) in Berlin vor der Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge.
Kritik • DIE FREMDE • 20. Februar 2010 • critic.de
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Die Zerrissenheit der Figuren ist für Jan van Helt in beinahe jeder Szene spürbar. "Ein Umstand, der dem Film leider nicht ausnahmslos gut tut. Zu sehr konzentriert sich DIE FREMDE (2010) (
) auf die Misere der Protagonisten, allen voran der Hauptdarstellerin – und verwendet viel Zeit und Energie darauf, diese möglichst plakativ darzustellen. Besonders zu Anfang und zu Ende arrangiert Feo Aladag eine fast schon aufdringliche Melange aus ästhetisierten Bildern und diffuser Geräuschkulisse: Zeitlupe, Unschärfe, Herzklopfen, gedämpfte Stimmen angeordnet zu einer Partitur des Leidens, unterlegt von gravitätischer Klaviermusik."