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DIE FREMDE

DIE FREMDE

Regie Feo Aladag
Kinostart 11.03.2010
Genre Drama

Kritiken • DIE FREMDE

20. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Die Zerrissenheit der Figuren ist für Jan van Helt in beinahe jeder Szene spürbar. "Ein Umstand, der dem Film leider nicht ausnahmslos gut tut. Zu sehr konzentriert sich DIE FREMDE (2010) (DIE FREMDE (2010) Trailer) auf die Misere der Protagonisten, allen voran der Hauptdarstellerin – und verwendet viel Zeit und Energie darauf, diese möglichst plakativ darzustellen. Besonders zu Anfang und zu Ende arrangiert Feo Aladag eine fast schon aufdringliche Melange aus ästhetisierten Bildern und diffuser Geräuschkulisse: Zeitlupe, Unschärfe, Herzklopfen, gedämpfte Stimmen angeordnet zu einer Partitur des Leidens, unterlegt von gravitätischer Klaviermusik."

11. März 2010 | DIE FREMDE • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß vergleicht den Film: "In der tragischen Unumkehrbarkeit, mit der die aufbegehrende junge Frau erst an den sozialen Rand ihrer Community gedrängt und schließlich zur Vogelfreien erklärt wird, erinnert DIE FREMDE (2010) (DIE FREMDE (2010) Trailer) an klassische Frauendramen: Effi Briest revisited. Besonders im Vater (brillant: Settar Tanriögen), der handelt wie es sein Umfeld von ihm verlangt und doch innerlich daran zerbricht, zeigen sich Parallelen zu Theodor Fontanes Bildungsroman. Die Familie, hier funktioniert sie nur so lange, bis der Druck von außen sie aufreibt."

11. März 2010 | DIE FREMDE • Kritik • Junge Welt

Glücklicherweise mutiert der Film nicht zu einem tränendrüsigen Gefühlsdrama, schreibt Elsa Koester. "Die Musik ist sehr sparsam eingesetzt. In den Dialogen ist kein Wort zu viel. Es wird viel Türkisch gesprochen, was man nach einiger Zeit kaum noch merkt. Die Besetzung macht es möglich: Sibel Kekilli beherrscht beide Sprachen gleichermaßen, Umays Eltern werden von Derya Alabora und Settar Tunriogen gespielt – beides türkische Stars. Von der Straße weg gecastete Jugendliche sorgen für den nötigen Realismus. Und Sibel Kekilli spielt mal wieder alle gegen die Wand."

11. März 2010 | DIE FREMDE • Kritik • artechock.de

Für Rüdiger Suchsland macht der Film klar, "dass es die traditionellen Werte sind, die der Familie wie der mancher Teile der Gesellschaft, die Integration so schwer und Bluttaten möglich machen. Der Riss zwischen den zwei Kulturen der Türkei, zwischen der modernen "weißen" und der traditionalistischen "schwarzen" Türkei geht mitten durch eine Figur: Die von Umays Vater, den Settar Tanriögen eindringlich spielt, zwischen Vater-Liebe und Patriarchen-Gewalt. Die Tragödie eines Mannes."

05. März 2010 | DIE FREMDE • Kritik • film-dienst

Julia Teichmann lobt die Hauptdarstellerin. "Sie spielt die Umay überzeugend und mitreißend. Dass Umay trotz massiver Zurückweisung und körperlicher Gewalt immer wieder die Nähe ihrer Familie sucht, vermittelt Sibel Kekilli mit einer Intensität, die den Zuschauer das scheinbar irrationale Handeln der Hauptfigur schmerzhaft nachvollziehen lässt. Dabei ist DIE FREMDE (2010) (DIE FREMDE (2010) Trailer) so spannend und aufreibend wie ein Thriller. Fast wirkt es, als sei das Ende des Films, das stark auf Effekt setzt, dem geschuldet – in der Aussage bleibt es jedenfalls ambivalent."

20. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • Berliner Zeitung

Feo Aladags Zugriff auf den kolportagehaft arrangierten Stoff ist direkt und energisch, wie Alexandra Seitz lobt. "Sie mischt sentimentale, pathetische und alltägliche, berlinerisch-türkische Tonlagen und beobachtet die grausame Auseinandersetzung zwischen individuellem Glück und sozialer Norm aus der Innenperspektive. Sie stellt also weniger den Wert der traditionellen Familie in Frage als vielmehr die traditionellen Werte der Familie. Am Ende werden alle sinnlos Opfer kleingeistiger Moralvorstellungen."

15. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • rationalgalerie.de

"Die Regisseurin Feo Aladag - in Österreich geboren, verheiratet mit einem Mann türkischer Herkunft und in Berlin lebend - präsentiert ihre Protagonisten nicht von außen. Sie gönnt uns einen Blick aus den Augen einer türkischen Familie auf die "Ehre" und ihre Folgen. ... Dass der Ehrenmord auch weibliche Komplizen kennt, dass es, wie in DIE FREMDE (2010) (DIE FREMDE (2010) Trailer) die eigene Mutter sein kann, die am Komplott beteiligt ist, auch die eigene Schwester, deren dumme, aber nicht unverständliche Sehnsucht nach einer ehrbaren Heirat den Mordplan auslöst, schildert Feo Aladags Arbeit eindringlich und ohne plakative Verurteilung."

15. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • festivalblog.de

Laut Andreas Tai widersteht die Regisseurin "der Versuchung, die Positionen nach einem Gut-Böse Schema in zwei Lager zu teilen. Genauso wie Umay das Unmögliche will und ihrer Familie keine Zeit gibt, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen, wird auch gezeigt, wie der Handlungsfreiraum der männlichen Charaktere durch die tradierten Rollenvorstellungen und das gesellschaftliche Umfeld stark eingeschränkt wird. So wird es möglich, in ihrem Zwiespalt auch für den Vater und dem Bruder so etwas wie Mitleid empfinden. Dennoch wird ihnen die Verantwortung nicht abgenommen und die Kritik an der fehlender Courage, über den eigenen Schatten zu springen, bleibt unberührt."

14. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald ist Sibel Kekilli begegnet, deren eigene Lebensgeschichte viel mit jener der Filmfigur zu tun hat.

13. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • Die Zeit

Sibel Kekilli wurde durch die Berlinale 2004 berühmt – und zum Opfer eines Boulevard-Skandals. Annabel Wahba könnte diese Vergangenheit einfach ruhen lassen. Wäre da nicht ihr neuer Film DIE FREMDE, der ebenfalls auf der Berlinale läuft.

01. Februar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

01. Januar 2010 | DIE FREMDE • Kritik • moviepilot.de

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