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WINTER´S BONE

WINTER´S BONE

Regie Debra Granik
Kinostart 31.03.2011
Genre Drama

Kritiken • WINTER´S BONE

31. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Christian Kim blickt unter anderem auf die Darsteller. "Jennifer Lawrence, die Rees verzweifelten Mut und die Liebe zu ihren Geschwistern in vielen Szenen fast wortlos vermittelt, hat mit ihrer ausdrucksstarken wie auch subtilen Performance sicherlich den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere gelegt. Sie trägt den Film über weite Strecken, was aber nicht die hervorragende Leistung der anderen Darsteller abwerten soll. An dieser Stelle sei vor allem John Hawkes erwähnt, der Rees Onkel "Teardrop" und dessen inneren Konflikt, zwischen seiner Loyalität gegenüber den anderen Clan-Mitgliedern und dem Wohl von Ree und ihren Geschwistern schwankend, glaubwürdig verkörpert und wie Jennifer Lawrence mit einer Oscar-Nominierung bedacht wurde."

03. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking entdeckt die Genauigkeit und Geduld bei WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer). "So ist ein sehr individueller Mix aus "National Geographic"-Doku und Gothic-Thriller entstanden ist, mit ein paar Shakespeare- und Texas Chainsaw Massacre-Anklängen. Dass Ree, die die 20-jährige Jennifer Lawrence (The Burning Plain, 2008) einnehmend reserviert als stoische und stolze Sensible verkörpert, aus Geldnot zur Armee gehen will, streift ganz nebenbei eine weitere Problematik US-amerikanischer Armut. Die mag in WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) noch stärker als in Down to the Bone regional bedingt sein. Debra Graniks eigentliches Interesse gilt aber der daraus resultierenden menschlichen Verarmung und Vereisung, die ihre Filme zu universellen, unaufdringlich berührenden Winterdramen machen."

01. April 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • textezumfilm.de

"Die beobachtende, naturalistisch erscheinende Kamera von Michael McDonough trägt in höchstem Maße dazu bei, eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die über dem ganzen Film liegt. Ohne näher darauf einzugehen, spürt die genau beobachtete Milieustudie die Hauptursache für den moralischen Verfall der Dorfgemeinschaft auf: Die Menschen in WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) leben von der Herstellung der Droge "Crystal Meth". Die zerstörerische Wirkung dieses Betäubungsmittels, von der man sich etwa bei YouTube-Reportagen ein Bild machen kann, wird von Debra Granik in ihrem Film schonungslos bebildert."

31. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • Die Zeit

Franziska Bulban nennt den Film schonungslos. "WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) ist ein zugleich niederschmetterndes und zutiefst beeindruckendes Amerika-Porträt, eine einzigartige Mischung aus Gesellschaftsfilm, Thriller und Familiendrama. Country Noir nannte der Buchautor Daniel Woodrell seine genreübergreifende Erzählweise. In der Tat, ein dunkles Land."

31. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • kultiversum.de

Denis Demmerle stellt fest: "Debra Granik entlässt sie dabei in eine unheimliche, fremde Welt inmitten der Wälder und Sümpfe der amerikanischen Ozark Mountains, die für eine triste, sorgebereitende, graue Umgebung sorgen, in die der Zuschauer die wackere Lawrence begleitet. Ebenso jung, wie desillusioniert kämpft sie einen beinahe archaischen Kampf ums Überleben. Der fröstelnde Blick in diese verwunschene Unterschicht brachte Debra Graniks Drama den Großen Preis der Jury in Sundance und Oscar-Nominierungen ein. Zu Recht!"

30. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • Berliner Zeitung

WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) ist die gelungenste Vermittlung zwischen Thriller und sozialer Studie, die sich Anke Westphal vorstellen kann. "Der Zuschauer lernt eine ihm wenig geläufige Seite der USA mit all ihren Widersprüchen kennen - und mit der Kultur, die diese produzieren. So zählt etwa die Musik dieser sogenannten Hinterwäldler, der Bluegrass, zum Bedeutendsten im Bereich Folk. Die Regisseurin, Jahrgang 1963, hat mit Einheimischen gearbeitet; die Laiendarsteller prägen diesen Film indes nicht nur durch ihr Spiel, sie haben durch eigene Ideen teilweise auch das Drehbuch verändert sowie ihre Häuser und ihr Land zur Verfügung gestellt. Eine der Familien ist seit 1830 im Besitz des Grund und Bodens, auf dem gedreht wurde."

30. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • filmring.at

"WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) ist intensive Sozialstudie und spannender Thriller in einem und überzeugt mit einer fabelhaften Atmosphäre, großartigen Schauspielern und einer stimmigen Herangehensweise: Das soziale Millieu wird ungeschönt geschildert, ohne dass übertrieben wird und die Ortschaften entwickeln beinahe ein Eigenleben, das für den Film als Ganzes ein unglaublicher Gewinn ist. WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) ist ein sehr gelungener Independentfilm der, abgesehen von kleinen Durchhängern, durchgehend überzeugt."

30. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers sah eine meisterliche Ode an ein vergessenes Stück Amerika. "Die vollkommen zu Recht gefeierte Verfilmung von Daniel Woodrells Roman "Winter's Bone" weiß um diese Tradition, doch gelingt Regisseurin Debra Granik zugleich etwas aufregend Neues. Ohne bekannte Klischees vom deprivierten Hinterland zu bemühen, taucht ihr Film gänzlich in die harsche Gegenwart der Ozark Mountains im südlichen Missouri ein und schenkt dem Kino eine einzigartige, widerständige Heldin: die 17-jährige Ree Dolly (Jennifer Lawrence), die in einer chronisch rückwärtsgewandten Welt unbeirrt für ein Hier und Jetzt streitet, und sich mit aller Kraft gegen den vorherrschenden Fatalismus stemmt."

28. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • schnitt.de

Trotz aller dramatischen Zuspitzungen ist WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) laut Carsten Happe "eine Gesellschaftsstudie, die mit ethnographischem Blick ihr Sujet seziert und mit Hingabe in eine fremde, faszinierende wie abstoßende Welt eintaucht. Anklänge des Film Noir verbindet der Film mit dokumentarisch präzisen Beobachtungen eines Lebens abseits des American Way of Life und erreicht streckenweise eine Authentizität, die schlicht atemberaubend ist, weil sie einen unverstellten, traurig-schönen Blick auf das andere Amerika gestattet, dem weder Obama noch Michael Moore beikommen. Gerade aus dieser erstaunlichen Realitätsnähe entfaltet sich schleichend ein Redneck-Horror, der aus der Ferne an John Boormans Beim Sterben ist jeder der Erste gemahnt."

28. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • equilibriumblog.de

"WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) ist von einer Langeweile und Gleichgültigkeit durchzogen, dass man fast schon Mitleid mit den Beteiligten empfindet – allen voran aber für die realen Bewohner der Ozark Mountains, denen der Film ganz und gar keinen Gefallen getan hat. Entweder Sozialdrama oder Thriller; dass beides nicht unbedingt miteinander vereinbar ist, zeigt WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) leider eindrücklich. Ein typischer Fall von zu stark gehyptem Indie, der substanzloser und gleichgültiger kaum sein könnte."

21. März 2011 | WINTER´S BONE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Christian Jungen steht fest: WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) steht für ein neues US-Kino von Frauen. "Gemeinsam ist den Milieustudien, dass die Natur zum Seelenspiegel der Menschen wird. Die Regisseurinnen verzichten aber auf soziologische Kommentare. So zeigt Debra Granik in WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) die Rekrutierung von Soldaten durch die Armee und den grassierenden Drogenkonsum fast beiläufig, ohne sie zum Thema zu erheben. Sie hat ihr Drama auch nicht moralisch oder politisch aufgeladen. Sie erachtet das genaue Beobachten als ersten Schritt zum Verstehen."

02. November 2010 | WINTER´S BONE • Kritik • tagblatt.de

"Der Film ist bittere Anklage, in welchem Ausmaß Amerika seine (in diesem Fall weiße) Unterschicht abgeschrieben hat. Und doch ist es, als würden die Figuren vor dem Äußersten zurückschrecken, in Gegenwart von Ree. Grandiose Hauptfigur, der der Naturzustand als Barbarei (fast) nichts anhaben kann."

01. November 2010 | WINTER´S BONE • Kritik • Winter's Bone

Überblick zum Film auf moviepilot.de

20. Februar 2010 | WINTER´S BONE • Kritik • Die Tageszeitung

Es ist eine zutiefst archaische Welt, in die uns Debra Graniks zweiter Spielfilm WINTER´S BONE (WINTER´S BONE Trailer) entführt, schreibt Andreas Resch. "Überall raucht, dampft und qualmt es, überall dröhnen die Motoren, Kettensägen und Maschinen, überall bellen die Hunde, und ausgeweidete Tiere hängen in den Vorgärten. All dies erzeugt ein Gefühl von Bedrohung, ähnlich jenem, wie man es aus Horrorfilmen kennt, wo solche atmosphärischen Stilmittel gern eingesetzt werden, um auf etwas anderes, auf etwas noch Unbenanntes zu verweisen. Hier hingegen steht das alles für sich selbst und dokumentiert das raue Leben in den Wäldern von Missouri."

19. Februar 2010 | WINTER´S BONE • Kritik • Die Tageszeitung

Der ganz harte Stoff: White Trash, Crystal Meth, Tod, Verderben und Countrytraditionals, titelt Christian Ihle. "Das ist kein White-Trash-Sein im coolen Vice-Sinne, das ist ernüchternd realistisch dargestelltes Elend, das in einem Land mit der Entwicklungsstufe der Vereinigten Staaten einfach nicht mehr vorkommen dürfte. Dass diese Klasse sich nur noch mit Verbrechen über Wasser hält, ist wahrscheinlich keine Neuigkeit, aber der zusätzliche Verfall an Vertrauen und familiären Zusammenhalt, der durch den grassierenden Missbrauch von Crystal Meth verschärft wird, beraubt die Väter-Generation ihrer Leben oder ihrer Freiheit und die Kinder-Generation ihrer Hoffnungen auf eine auch nur spärlich glückliche Zukunft."

15. Februar 2010 | WINTER´S BONE • Kritik • perlentaucher.de

Es ist keine schöne Landschaft, die Debra Granik hier zeigt. Sie sieht aus, als wäre ihr die Farbe ausgesogen worden, meint Anja Seeliger. "Die Schauspieler, allen voran Ree-Darstellerin Jennifer Lawrence, sind fabelhaft. Ein Teil der Schauspieler sind Laien aus der Gegend, aber man erkennt den Unterschied nicht. Das liegt auch daran, dass sie alle richtige Gesichter haben. Es ist fast ein Schock, wenn man im Film eine nicht-operierte fünfzigjährige Frau sieht, die ein Leben gehabt hat, das tiefe Spuren in ihr Gesicht gezeichnet hat, und eine Härte, wie man sie selbst im wirklichen Leben selten sieht."

01. Februar 2010 | WINTER´S BONE • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

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