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DER TAG DES SPATZEN

DER TAG DES SPATZEN

Regie Philip Scheffner
Kinostart 2010
Genre Kriegsfilm

Kritiken • DER TAG DES SPATZEN

22. April 2010 | DER TAG DES SPATZEN • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer gefällt der persönliche Dokumentarstil des Regisseurs: "Scheffner recherchiert gründlich für seine Filme, und er liebt es, den Geschichten, die er dabei findet, freien Lauf zu lassen. [...] Auch DER TAG DES SPATZEN stürzt sich beherzt auf Disparates. Die beiläufige Bemerkung und der Gedankensprung liegen Scheffner eher als die logische Verkettung. Dadurch erhält er überraschende Antworten."

22. April 2010 | DER TAG DES SPATZEN • Kritik • Berliner Zeitung

Für Julia Teichmann gibt Philip Scheffner zeitweise seinen Beobachterstandpunkt auf: "Der Zuschauer, den Scheffner auf der einen Seite so eindringlich zur Selbsttätigkeit auffordert, wird aber vor allem am Ende des Films an der kurzen Leine gehalten. [...] Der Regisseur bezieht unvermittelt deutlich Stellung, lässt die Details aber undeutlich verschwimmen. Damit nähert er sich kategorial ein wenig der Verschleierungstaktik von Bundeswehr und Politik.

21. April 2010 | DER TAG DES SPATZEN • Kritik • Der Freitag

Gerhard Midding lobt den gezielten Einsatz filmischer Mittel: "Eine Untugend der meisten Dokumentarfilme ist es, Worten mehr als Bildern zu vertrauen. Sie sind bevölkert von talking heads. Auch in DER TAG DES SPATZEN kommen ausführlich Experten und Zeitzeugen zu Wort, sie sind aber nie beim Sprechen zu sehen. Das ist nicht nur dem Umstand geschuldet, dass es in diesem Essayfilm wesentlich um Haussperlinge geht. Wie in seinem vorangegangenen Film The Halfmoon files trachtet Philip Scheffner vielmehr danach, dem Unsichtbaren dokumentarische Evidenz zu verleihen."

15. März 2010 | DER TAG DES SPATZEN • Kritik • Film und Kritik

"Gezwungenermaßen muss man anfangen, selbst Stellung zu beziehen, dabei saß man doch gerade noch bequem vor großen blauen Himmelaufnahmen, die an Yves Kleins blaues Bild erinnern und so kunstvoll sind, dass man keine Lust hat auf Politik. Das repetitive Runterbeten der Frage nach Krieg oder nicht Krieg wird lästig, nicht nur weil es die Kunst zugunsten der Politik verdrängt, sondern weil sie so oft gestellt wird, dass schnell klar wird, dass nur eine Antwort wirklich zu Wort kommen wird. Die anfänglichen Bestrebungen nach der distanzierten Haltung durch das Fernglas werden gebrochen, sodass Analogien gebrochen werden, die die Logik des Films aufheben."

18. Februar 2010 | DER TAG DES SPATZEN • Kritik • Die Tageszeitung

Philip Scheffner schießt mit Kanonen auf Spatzen und mit Spatzen auch auf Kanonen, stellt Ekkehard Knörer fest. "Sein Film knallt wie ein Spatz gegen Scheiben und stellt im nächsten Zug deutsche Landschaft in schönes Licht. Er nimmt Soldaten ins Visier, er umkreist und umschleicht Kasernen in freier Natur, er findet das Schutzgebiet neben militärischen Zonen. ... Zu den Wendungen, mit denen der Film wieder und wieder verblüfft, gehört eine in Richtung Politaktivismus. Immer insistenter fragt Philipp Scheffner die Leute, mit denen er spricht, ob sie glauben, Deutschland sei im Krieg."

17. Februar 2010 | DER TAG DES SPATZEN • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster sah einen sonderbaren, faszinierenden Film. "Entstanden ist ein Film, der seine eigene filmische Epistemologie endgültig und sehr gezielt kollabieren lässt. Ein Dokumentarfilm, der sein Objekt verloren hat. Und der auf den Verlust des Objekts reagiert, indem er stur weiter Spatzen filmt, die nichts über den Krieg zu sagen haben, aber anhand derer man eventuell etwas lernen kann über Bedingungen und Grenzen von Sichtbarkeit."

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