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ORLY

ORLY

Regie Angela Schanelec
Kinostart 04.11.2010

Inhalt • ORLY

Lose verbundene Szenen in der Halle des Pariser Flughafens Orly: Ein Mann und eine Frau, beide Exil-Franzosen, lernen sich zufällig kennen. Er hat gerade die Entscheidung getroffen, wieder nach Paris zu ziehen, sie sehnt sich dorthin zurück.

Eine Mutter und ihr fast erwachsener Sohn sind unterwegs zur Beerdigung des Exmannes bzw. Vaters. Ein junges Paar macht seine erste große Reise. Und eine Frau liest einen Brief des Mannes, den sie vor kurzem verlassen hat. Alle warten auf ihren Flug. Die Abflughalle ist ein Ort des Transits. Man ist zwischen hier und dort, zwischen noch nicht und nicht mehr.

Angela Schanelec platziert vier Paare in der Menschenmenge der Wartenden, die Kamera beobachtet sie, häufig aus der Ferne. Zu verstehen sind ihre Gespräche dennoch, das Ohr ist näher dran als das Auge. Intime Dialog-Inseln im hektischen Treiben. Die gewaltige Geräuschkulisse kann ihnen nichts anhaben. Bis die Musik kommt, die den gesamten Raum infiziert: "Remember Me", gesungen von Cat Power. Sie verstärkt die schon in der Luft liegende Atmosphäre von Sehnsucht, Trennung und Vergänglichkeit. Der Monolog eines sterbenden, liebenden Mannes aus dem Off tut später das seine dazu. "Love Will Tear Us Apart" – so steht es zu Beginn auf einem Plattencover. Ein Abschieds-Film.

Copyright: Berlinale

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