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THE OATH

THE OATH

Regie Laura Poitras
Kinostart 2009

Kritiken • THE OATH

14. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • perlentaucher.de

Unglaublich nah heran kommt der Film, titelt Lukas Foerster. "Manchmal zeigt der Film einfach nur die Taxipassagen durch die Stadt und die Gespräche zwischen Fahrer und Passagier. Das funktioniert beiderseitig: Er lässt sie nahe an sich heran, sie lässt sich auf ihn ein; natürlich nicht mit Haut und Haaren, aber durchaus auch ein wenig (das wird dem Film nicht nur Freunde machen, ist aber wahrscheinlich das interessanteste an ihm) auf seine Perspektive auf die Welt."

13. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • Junge Welt

Das Ganze erinnert Grit Lemke "an Entwicklungen in der amerikanischen Cultural Anthropology der 60er und 70er Jahre, als die besten Vertreter des Fachs (u.a. der Halbgott Clifford Geertz) fürstlich ausgestattet wurden, um südostasiatische Kulturen zu erforschen – die Verwertung der Ergebnisse für militärische Zwecke eingeschlossen. Die Monographien, die damals entstanden, zählen heute noch zum Besten, das die klassische Ethnographie hervorgebracht hat, und sicher ist Clifford Geertz genau wie Laura Poitras weit davon entfernt, bewußter Zuträger des Pentagon zu sein. Macht es das besser? Kann man sich über THE OATH freuen?"

12. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz sieht im zweiten Teil der Trilogie eine "nicht zu unterschätzende Basis-Arbeit. Indem sie vom Einzelnen ausgehend auf den großen Zusammenhang zielt, hält sie den Weg offen für Verständigung. Und Verständigung bedeutet immer noch: Menschen, die miteinander reden."

12. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • Die Tageszeitung

Spektakulär wie THE OATH die Innensicht eines Ex-Terroristen zeigt, so Stefan Reinecke. "Doch wie vermeidet man vordergründige moralische Empörungsgesten, mit denen man das Publikum auf die sichere Seite bringt und doch nur Scheinklarheiten herstellt? Wie die Gefahr, irgendwie doch nur einen Freak zu zeigen, den wir beim besten Willen nicht verstehen können? Laura Poitras zeigt Abu Jandal nah, aber nicht distanzlos. Wir sehen ihn bei der Arbeit im Taxi, in Alltagssituationen, beim Beten mit dem Sohn, in Diskussionen als höchst wandelbaren Selbstdarsteller, bei dem Verzweiflung und Pose in eins zu fallen scheinen. THE OATH individualisiert das große Thema Terrorismus."

12. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • flm.de

"Laura Poitras' Film forciert keine Schuldzuweisungen. Er verurteilt weder das stellenweise als wirr dargestellte Justizsystem des US-Militärs, noch die fragwürdigen Aussagen Abu Jandals. Hier werden Menschen und Meinungen gezeigt, ohne dass durch Montage oder Kommentare von Seiten des Produktionsteams tatsächliche Meinungsmache betrieben wird. Das Urteil obliegt letzten Endes dem Zuschauer."

12. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • Berlinale-Blog des epd

Abu Jandal ist laut Silvia Hallensleben "bei allem Eigensinn und selbtverständlicher Religiosität vor allem ein Meister situativ angepasster Kommunikation. ... Unter dem Niveau des sonstigen Films eigentlich nur die Musik, die mit einem penetrant eingesetzten ‘Guantanamo-Motiv’ versucht, visuelle Impressionen aus dem kubanischen LAger mit der gehörigen Gruselstimmung zu unterlegen."

01. Februar 2010 | THE OATH • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

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