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EINE FLEXIBLE FRAU

EINE FLEXIBLE FRAU

Regie Tatjana Turanskyj
Kinostart 06.01.2011
Genre Drama

Kritiken • EINE FLEXIBLE FRAU

04. Januar 2011 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Till Kadritzke vergleicht Hauptfigur und Regisseurin. "So wie Greta sich der verlogenen Realität widersetzt, die sie zwingen will, mit vorgespielter Fröhlichkeit ihren Telefonkunden Fertighäuser anzudrehen, so verweigert sich Tatjana Turanskyj einem dokumentarisch-realistischen oder gar humanistisch motivierten Ansatz, um über die Unmenschlichkeit der Gesellschaft zu reflektieren. Eine formale "Entsperrung" dieses sperrigen Films wäre genau die Art von Anpassung, die Tatjana Turanskyj inhaltlich als heuchlerisch entlarven will."

05. Januar 2011 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • Die Zeit

Tatjana Turanskyj erzählt in ihrem Debüt EINE FLEXIBLE FRAU (EINE FLEXIBLE FRAU Trailer) von einer alleinerziehenden, arbeitslosen Architektin. Es soll leichtfüßig wirken, doch das Ergebnis ist ein flaches Psychogramm, wie Dennis Sand. "Greta scheitert fortwährend. Tatjana Turanskyj versucht, den freien Fall in einem leichtfüßigen Rhythmus einzufangen. Immer sind die Protagonisten in Bewegung, scheinen zu schweben oder zu fallen. Manchmal fangen sie unvermittelt an zu tanzen. Sie scheinen sich der Schwerkraft widersetzen zu wollen. Doch leider torkelt Greta nur von einer Plattitüde zur nächsten. Und mit ihr der Film."

05. Januar 2011 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • kultiversum.de

So haltlos die Hauptfigur durch die Hauptstadt taumelt, so wenig bekommt der Film laut Oliver Heilwagen sie zu fassen. "Tatjana Turanskyj beantwortet sie mit Systemkritik-Splittern aus dem Gender-Studies-Seminar. Dazu ein willkürliches Drehbuch, papierne Dialoge, unfähige Schauspieler als Thesen-Träger und eine erratische Kamera-Führung: fertig ist das visuelle Pendant zu einer Ausgabe der "Jungen Welt" über "Feminismus heute". Ein tolles Thema wird völlig versenkt. Davon bitte ein Remake – mit anderem Team."

01. Dezember 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • schnitt.de

Nils Bothmann stellt fest: "Hauptdarstellerin Mira Partecke ist Theaterschauspielerin, ein Großteil des Ensembles besteht aus Laiendarstellern – sie alle wirken wie Fremdkörper im Medium Film; in einem Film, der sich ebenso künstlich wie künstlerisch gibt. Was bleibt ist ein sperriger Rausch, als wolle Regisseurin Tatjana Turanskyj den Sinneszustand ihrer zunehmend dem Alkoholismus verfallenden Protagonistin darstellen. Man kann sich auf besagten Rausch einlassen, Arthouse-Neulinge riskieren allerdings einen dicken Schädel."

01. Dezember 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • schnitt.de

Christian Lailach bilanziert: "Der Neue Deutsche Film? Dieses Jahr lief Eine flexible Frau im Forum der Berlinale. Nix mehr mit "alter" Berliner Schule. Die sprachen nicht, die schauten nur. Tatjana Turanskyj lehrt uns das Sprechen, und wir beginnen das Schreien. Wir lehnen uns auf, kritisieren. Sie stellt die Fragen. Welche Rolle spielt Arbeit? Lohnarbeit? Freundesarbeit? Familienarbeit? Wir ertränken sie. Wir benebeln uns."

01. Dezember 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • schnitt.de

Eleonóra Szemerey vergleicht. "In EINE FLEXIBLE FRAU (EINE FLEXIBLE FRAU Trailer) geht es eben nicht nur, nicht vordergründig um die Fabel. Wie Jean-Luc Godard zu Anfang seines Schaffens, bedient sich auch Tatjana Turanskyj ihrer Figuren und derer Umgebung, um ihr Unbehagen am Status quo zu äußern. Sie läßt Nebenfiguren oder gänzlich Unbeteiligte das Wort ergreifen, ihre eigenen Fragen an den Zuschauer stellen. Und Fragen hat Tatjana Turanskyj viele. Dringliche Fragen, die sie selbst nicht beantworten kann und die sie nun mit diesem hierzulande doch ungewöhnlichen, sehenswert unschönen Film aufwirft."

19. Februar 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film formuliert das Unbehagen am Zustand der Gesellschaft und der Rolle der Frauen, wie Katja Lüthge findet. "Leider sind der Regisseurin sowohl die Institutionen als auch die Figuren zu stereotyp geraten, so dass sie bald zu langweilen beginnen. Dabei ist es an sich eine hübsche Idee, alle Mitarbeiterinnen außer Greta wie austauschbare "Germany's Next Top Model"-Teilnehmerinnen aussehen zu lassen. Und sie stößt sich ja auch vollkommen zu Recht an der Ghettoisierung und Provinzialisierung der Stadt durch riesige Townhouse-Projekte in den angesagten Stadtteilen Berlins und an der Selbstzufriedenheit ihrer saturierten hinzuverdienenden Mütter-Freundinnen. Dennoch schafft Greta es letztlich nicht, den Zuschauer für sich einzunehmen: die entflexibilisierte Frau ist nämlich auch eine notorische Nervensäge."

19. Februar 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • Die Tageszeitung

Ines Kappert hat sich nicht ganz überzeugen lassen. Der Film "ist ein wenig gutartiges Porträt von hippen Großstadtverlierern. Scheinbar im Vorübergehen und mit HD wird die konservative Emanzipation der weiblichen Mittelschicht dokumentiert. Das ist nicht schön anzusehen, aber durchaus sehenswert. Offenbar unbeirrt bleibt die Regisseurin damit einer Thematik treu, die auch das unter anderem von ihr mitbegründete Filmkollektiv hangover.ltd beschäftigte. Deren letzter Film KORLEPUT (2007) sezierte Karrierefrauen, die sich ihr Wochenende mit bezahlten Lovern vertreiben. Und wie Greta M. wirklich nicht wissen wollen, was sie tun."

17. Februar 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • festivalblog

Laut Andreas Tai scheut die Regisserin nicht den "politischen Diskurs und integriert immer wieder sozialtheoretische Versatzstücke. Gleichzeitig hat der Film seinen eigenen Humor, z. B. wenn Greta ihre Trinkgenossin vom Kiosk als Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt wiedertrifft. EINE FLEXIBLE FRAU (EINE FLEXIBLE FRAU Trailer) ist eine intelligente, manchmal sperrige und unabhängige Reflexion, die den Freiraum des Mediums Film und der Berlinale Sektion Forum sehr gut nutzt."

01. Februar 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

01. Februar 2010 | EINE FLEXIBLE FRAU • Kritik • Eine Flexible Frau

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