| Regie | Lee Unkrich |
| Kinostart | 29.07.2010 |
Nino Klingler lobt TOY STORY 3 (
) als "Geniestreich der 3-D-Technik: Die perspektivische Illusion imitiert hier nicht die Wahrnehmung der menschlichen Augen, sondern der "Augen" Woodys, einer winzigen Spielfigur. Die beiden virtuellen Kameras sind einander nahe gerückt, auf weniger als einen Zentimeter. Die Proportionen wirken eigenartig verzerrt, riesige Tische, Stühle und weite Flure, das phänomenale Empfinden einer anderen Sicht auf die Welt. Dadurch wird der 3-D-Effekt erstmalig mehr als Mehrwert, wird Eigenwert."
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Jens Balzer sah den schönste Liebesfilm des Sommers: TOY STORY 3 (
) ist großes Autoren-Kino. "Nicht die Technik und die Effekte sind es, die daran so frappieren. Es ist das Leben, das diese computeranimierten Figuren besitzen; das Wunder der Psychologie, das uns mit den Helden von TOY STORY 3 (
) mitleiden, mitfühlen lässt. Nicht mit den schrecklichen Kindern aus der Tagesstätte des Grauens: die würfe man gern dem nächsten Albtraummonster zum Fraß vor. Umso mehr leiden wir mit den gequälten Spielzeugfiguren, die, aus ihrer alten Heimat verstoßen, nach einer Odyssee durch Kälte, Verzweiflung und Einsamkeit sich endlich auf der Sunnyside des Lebens wähnten . was für ein entsetzlicher Irrtum!"
Nicht nur wegen der vielen Zitate findet Dominik Kamalzadeh den "Film so betörend, sondern aufgrund der Fallhöhen, die er bereithält, im physischen wie psychologischen Sinn. So verbirgt sich hinter dem rosafarbenen, nach Erdbeeren duftenden Bär Lotso (im Original von Ned Beatty gesprochen) ein Bösewicht, dessen Vorgeschichte ein Trauma von epischen Ausmaßen offenbart. An seiner Seite steht Big Baby, eine Gefängniswärter-Babypuppe mit hängendem Lid - mit solchen Einfälle beweist Pixar seine ungebrochene Originalität."
TOY STORY 3 (
) ist eine berauschende Achterbahnfahrt durch Film- und Popkultur, findet Jörg Wunder. "Er würde immer noch funktionieren, wenn man ihn auf dem Dreizoll- Monitor eines Smartphones anschaut. Weil er grandios erzählt ist, eine Vielzahl von Akteuren durch ein komplexes Handlungslabyrinth mit permanent wechselnden Schauplätzen navigiert, ohne dass man als Zuschauer den Überblick oder gar das Interesse verliert. Im Gegenteil: Wer sich einlässt auf diese Achterbahnfahrt, gespickt mit Zitaten nicht nur aus der Filmgeschichte, sondern der gesamten Popkultur, wird am Ende Tränen gelacht und Tränen geweint haben."
Asokan Nirmalarajah hätte etwas mehr erwartet. "Trotz eindrucksvoller Tricktechnik und 3D-Bonus verfügt TOY STORY 3 (
) anfangs über dieselben Situationen, dieselbe Charakterkomik nicht mehr ganz so frischer Hauptfiguren, und dieselbe, zu oft wiederholte Grundsatzfrage: Soll man als Spielzeug immer für den mittlerweile erwachsen gewordenen Andy da sein, notfalls auch auf dem Dachboden, oder soll man sein Glück bei anderen Kindern suchen, die täglich mit einem spielen? ... Am Ende steht dann die Einsicht, daß es sich bei dem Film nicht nur um ein weiteres, beliebiges Spielzeug-Abenteuer handelt, sondern um den etwas durchwachsenen, aber letztlich herzerweichenden Abschluß einer Trilogie."
Mit TOY STORY 3 (
) beendet Pixar seine Spielzeug-Trilogie: vertraut, aber flott, meint Christoph Huber. "TOY STORY 3 (
)hat dem zweiten Teil nicht allzu viel hinzuzufügen. Auch dort ging es schon um die Angst, von einem Kind, das einem entwächst, nicht mehr gebraucht zu werden. Eigentlich ein elterliches Gefühl: Das sagt einiges über die Anziehungskraft, die Pixars Spielzeugsaga auf alle Altersschichten ausübt, ohne, und darin liegt die Kunst, zum Zielgruppen-Selbstbedienungsladen à la SHREK (
) zu werden. Trotzdem wirkt der Abschluss der Toy-Story-Trilogie öfters wie ein Schnelldurchlauf, der seine Vertrautheit durch grandiose Szenenfolgen kompensiert."
Jochen Werner ist begeistert. "Im Grunde ist es also ein ganz wundervolles Paket, das man hier geschnürt bekommt: ein faszinierendes Experiment als Vorfilm und ein eher klassischer Hauptfilm, der aber nie bloß infantil und nur selten redundant wirkt. Auch der dritte Film der TOY STORY-Reihe steckt noch immer voller Witz, Gefühl und Fantasie, und ein schönerer Kinderfilm ließe sich ohnehin kaum denken."
TOY STORY 3 (
) ist "trotz kleinen Schwächen wegen den Wiederholungen ein reichhaltiges und durch und durch befriedigendes Erlebnis bietet. Die Figuren und die Handlung dienen nicht einfach als Gerüst für Witze, sondern sind mit viel Gefühl und Eigenheiten ausgefüllt. Wenn dann gegen Ende die Helden vor ihrer grössten Herausforderung stehen und sich verschworen die Hände reichen, zeigt sich, ob die Filmemacher ihr Ziel erreicht haben. Zumindest mich haben sie gefesselt, dann stockte nämlich der Atem und die Augen wurden feucht."
"TOY STORY 3 (
) ist ein superber Animationsfilm geworden, bei dem man beinahe nichts bemängeln kann - ausser vielleicht die Szenen, in denen Barbie und Ken vorkommen. Die Pixarleute haben einen Film geschaffen, der nie langweilig ist und gegen Schluss dem einen oder anderen die Tränen in die Augen treiben wird. Die Macher selbst lieben die Figuren ebenso wie das Publikum, weshalb sie ihnen am Ende fünf der schönsten Minuten in der Animationsgeschichte schenken. Es ist ein gefühlsvoller Abschluss der Reihe, welche nun keinen weiteren Teil mehr braucht. Wenn es einen Film gibt, den man dieses Jahr mit ganzen Familie gesehen haben muss, ist dies TOY STORY 3 (
)."
"Handwerklich bewegt sich Pixar auf gewohnt hohem Eigenniveau: Die formalen Animationsfertigkeiten steigern sich für gewöhnlich von Film zu Film, aber insbesondere im Vergleich zu den 1995 und 1999 produzierten Vorgängern erstrahlen die Spielzeugfiguren in TOY STORY 3 (
) selbstredend in einem völlig neuen Glanz: Unendlich detailreiche Texturen, eine durch und durch unkonventionelle Lichtsetzung und absolut flüssige Animation bestimmen den visuellen Stil des Films, der auf dreidimensionale Gimmicks gänzlich verzichtet und deshalb getrost in klassischem 2D bestaunt werden darf."
"Visuell ist TOY STORY 3 (
) ein Fest, aber man vergisst auch nicht auf den Charme der Geschichte. Und diese schafft es tatsächlich für Spannung und Gefühl zu sorgen. TOY STORY 3 (
) ist ein neuerlicher Beweis, dass der Kreativitätspool von Pixar noch lange nicht erschöpft ist und eigentlich sollte sich absolut niemand diesen großartigen und liebevollen Film entgehen lassen. Unterhaltungskino in Reinkultur. Ein Besuch der englischen Version ist jedoch zu empfehlen, um in den Genuss der Stimmen von Tom Hanks, Tim Allen, Michael Keaton und Timothy Dalton zu kommen."
Überblick zum Film auf moviepilot.de
TOY STORY 3 - Offizielle Website
TOY STORY 3 - critic.de
TOY STORY 3 - imdb.com
TOY STORY 3 - moviepilot.de