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SÜT - MILK

SÜT - MILK

Regie Semih Kaplanoglu
Kinostart 14.01.2010
Genre Drama

Kritiken • SÜT - MILK

07. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Zu wenig Handlung findet Thorsten Funke in SüT - MILK (SüT - MILK Trailer) vor. "Die meditative Ruhe, die sich beim Betrachten einstellt, wird manchmal fast überstrapaziert. Und dennoch gelingt es, den Blick zu lenken auf die mal zärtlichen, mal ungeduldigen Gesten zwischen Yussuf und seiner Mutter. Dieser Realismus reibt sich fruchtbar an den traumhaft-symbolischen Einzelteilen von SüT - MILK (SüT - MILK Trailer). Semih Kaplanoğlu will dazu bewegen, in aller Ruhe einen Traum zu beobachten, in völliger Wachheit. Wem es bei dem extrem langsamen Rhythmus des Films gelingt, nicht einzuschlafen, der wird darin vieles finden."

13. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster entdeckt vieles. "Ein langsames Leben in einem Dorf in der Nähe der Großstadt Izmir, ein Leben am Rande der Unschärfe. Diese Unschärfe lauert in vielen Einstellungen und manchmal überschwemmt sie den gesamten Bildkader. ... Die Bewegung des Films in seiner sonderbaren zweiten Hälfte führt nicht etwa aus der Unschärfe hinaus, sondern mitten in sie hinein. ... Mehr ist dieser Film nicht als: eine kleine Studie in Dunkelheit und Unschärfe. Mehr will er auch nicht sein und das ist gut so."

12. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • schnitt

Marieke Steinhoff konnte sich "an der strengen Schönheit der Bildkompositionen erfreuen, weniger aber funktioniert die Anteilnahme an der emotionalen Entwicklung Yusufs und der seiner Mutter – ihr jeweiliger Kampf um erwachende Männlichkeit und wiederentdeckte Weiblichkeit bleibt merkwürdig leidenschaftslos, und so verharrt Süt etwas zu sehr an der bildlichen Oberfläche, ohne wirklich Einblicke in seine Figuren zu gewähren."

10. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • epd-film

Manfred Riepe sah ein "lautloses Drama. Die "innere Action" schildert Başak Köklükaya unaufgeregt und bei­läufig. Spektakulär ist nur die Eingangssequenz, in der die zentralen Metaphern etabliert werden: Eine Art Schamane hängt eine junge Frau kopfüber über einem Topf kochender Milch auf. Nach einer Weile kriecht jene Schlange aus ihrem Mund, die im Film später immer wieder auftaucht. Die rituelle Trennung von jenem "Objekt", das die Mutter ­verschluckt hat, symbolisiert die schwierige Loslösung des Sohnes. Kaplanoglu archaisch-moderne Geschichte über Schlangen und Mütter beschreibt nicht nur die türkische Kultur. Dennoch erfordert sein Film die Geduld des zweiten Blicks. Wer sich darauf einlässt, wird etwas entdecken."

10. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • film-dienst

Bernd Buder entdeckt den Grundkonflikt zwischen bodenständiger Provinzialität und einem Feingeist, der urbanen Lebensformen zugeneigt ist. Doch der Regisseur "geht tiefer, zeigt seine Protagonisten auf der Ich-Suche zwischen Rollenbildern und Tagträumen. Da ist Mutter Zehra, die ihren Sohn mal wehmütig beobachtet, mal auffordert, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Der fast erwachsene Junge, der da vor ihr sitzt, ist nicht mehr das Kind, dem ihre Fürsorge gilt. Doch in die Sehnsucht nach der vergangenen Mütterlichkeit mischt sich die Suche nach einer neuen Subjektivität, nach Weiblichkeit, nach neuer Identität. Und nach einer neuen Liebe, etwa, wenn sie sich in den örtlichen Bahnhofsvorsteher verguckt."

02. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns glaubt, der Regisseur ist "noch nicht ganz da ist, wo er offensichtlich hin will. Auf einmal entwickelt sich eine veritable Handlung, werden mehr Ereignisse in 20 Minuten verpackt als in die 80 vorhergehenden, gelingt es nicht ganz, ein prägnantes Ende zu finden. Worin die große Schwierigkeit dieser Art von Filmen liegt, die kaum Handlung haben, die mehr das Innenleben einer Figur beschreiben, als eine äußere Geschichte erzählen. Doch trotz dieser Schwäche bleibt SÜT - MILK (SÜT - MILK Trailer) ein bemerkenswerter Film, der Başak Köklükaya endgültig als einen viel versprechenden Regisseur des europäischen Autorenkinos etabliert."

01. Januar 2010 | SÜT - MILK • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film

03. September 2008 | SÜT - MILK • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald ist enttäuscht. Der Regisseur scheint zu glauben, man brauche nur mit ausreichend Geduld die Kamera auf Alltägliches zu richten, und schon entstehe Filmkunst. Sein Film "versteht sich als Exploration einer ländlichen, von Wunderglauben geprägten Gesellschaft an der Schwelle zur Moderne. Er erzählt in quälend langsamer Manier von einem hoffnungsvollen Nachwuchspoeten, der sich mit seiner Mutter nur mühselig von der eigenen Milchproduktion über Wasser hält – eine weitere wohlmeinende Totgeburt der Filmförderung, wurden doch Töpfe der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen geöffnet."

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