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GIULIAS VERSCHWINDEN

GIULIAS VERSCHWINDEN

Regie Christoph Schaub
Kinostart 04.02.2010

Kritiken • GIULIAS VERSCHWINDEN

25. Januar 2010 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler schreibt über die visuellen Effekte. "Bild und Dialog spannen sich auf zu einer Art Echoraum, in der eine Seite die andere mal verstärkt, mal wiederholt. Das gibt GIULIAS VERSCHWINDEN (GIULIAS VERSCHWINDEN Trailer) in manchen Momenten, gerade in den komödiantisch gelungenen, eine extrem dichte Atmosphäre. In anderen jedoch wirkt der Film in seiner absoluten Festschreibung auf ein Leitthema quasi autistisch. Da wünscht der Zuschauer den Figuren, dass sie sich locker machen und einmal über etwas anderes als das Alter reden. So gibt es in diesem Film, der gleichsam das Produkt eines literarischen wie eines kinematografischen Geistes ist, irgendwie alles doppelt: einmal zum Sehen und einmal zum Hören."

05. Februar 2010 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christina Tilmann ist hier viel Bosheit und eine ganze Menge Überzeichnung im Spiel, Wortwitz, Tempo und durchaus generationsbedingte Dringlichkeit. "Corinna Harfouch kann das locker spielen, die arrogante Selbstsicherheit, die aufkommende Verunsicherung, und dann auch wieder das Aufleuchten, Strahlen, Flirren, als beim unerwarteten Flirt mit einem Unbekannten Lebensmut und Lebenslust zurückkehrt. Und Bruno Ganz, der solcherart die Rolle des Verführers übernimmt, pariert mit so viel Gelassenheit, Selbstironie und Witz, dass man den beiden wirklich eine neue Chance gibt. Wenn auch nur für diese Nacht."

04. Februar 2010 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • Berliner Zeitung

Wie Ralf Schenk feststellt, baut GIULIAS VERSCHWINDEN (GIULIAS VERSCHWINDEN Trailer) "weitgehend aufs Wort. Regisseur Christoph Schaub, der den Stoff von dem verstorbenen Daniel Schmid übernahm, war sich dieser Dominanz des Verbalen und Kammerspielhaften sehr wohl bewusst und zog alle möglichen Register, um das Filmische nicht zu kurz kommen zu lassen. Unter anderem arbeiteten er und sein Bildgestalter Filip Zumbrunn mit zwei digitalen Kameras. Während sich die eine in den bis zu neun Minuten langen, durchinszenierten Szenen auf den jeweils Sprechenden konzentrierte, forschte die andere im Raum und hielt Reaktionen der Mitakteure fest."

04. Februar 2010 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • Der Spiegel

Geschwafelt, aber nicht berührt, titelt Christian Buß. "Der Duktus und die Dramaturgie dieses kleinen Lebenskrisenszenarios wirken manchmal etwas gedrängt, bei all dem verbalen Getöse vergisst der Film manchmal das Atmen. ... Trotzdem sieht man den Filmemachern die eine oder andere rhetorische Effekthascherei nach für manche wirklich gelungene Szene. Die tragikomische Studie übers Älterwerden führt zum Beispiel auch ins Seniorenheim, wo einer Jubilarin ein Ständchen gesungen werden soll. Doch die Greisin explodiert und skandiert: "Ich hasse alle Arten von Chören. Auch Kinderchöre und Gospelchöre!""

04. Februar 2010 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • Neues Deutschland

Alexandra Exter sah einen Film "über das Altern, über Ängste und die mit den Jahren steigenden Anfälligkeiten – und über den Punkt, wo nur radikales Ausscheren, der tollkühne Übermut zu einem neuen Aufbruch, dem Leben das Lebendige bewahren kann. Für Giulia (wunderbar widerständig: Corinna Harfouch) führt der Weg von Zürich nach Hamburg, mit einem Umweg über die Geburtstagsparty, wo in ihrer Abwesenheit Sunnyi Melles als frisch gelifteter Zufallsgast zynische Weisheiten verbreitet. Giulias Einsicht ist eine andere, eine lebensbejahende: unsichtbar vielleicht, aber nicht für jeden. Man muss eben hinsehen können."

02. Dezember 2009 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • programmkino.de

Hendrike Bake lobt den Regisseur. "Die verschiedenen Ebenen verweben Regisseur Christoph Schaub und Martin Suter überaus elegant zu einem harmonisch-unterhaltsamen Klangteppich. Die Übergänge erfolgen fast unmerklich. Die Dialoge, die fast sämtlich aus Plaudereien bestehen und oftmals autobiografisch gefärbt sind, fließen federleicht dahin. Die höfliche Oberfläche bleibt gewahrt, aber manchmal blitzt dennoch eine Ahnung von Einsamkeit auf, von Angst vor dem Tod oder dem Alter. Mal überwiegt die Melancholie, mal die Komik."

01. Dezember 2009 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

08. August 2009 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • filmsprung.ch

Christoph Schaub "hat mit zwei HD-Kameras gearbeitet, um "die Geschichte mit Tempo und Intensität zu erzählen und die Dialoge als spritzigen Schlagabtausch zu gestalten." Diese Arbeitsweise ermöglichte es ihm auch, den Film in 23 Tagen abzudrehen. Durch die reduzierten Schauplätze wirkt die Inszenierung bisweilen zwar ein wenig wie ein Bühnenstück. Doch die treffenden Dialoge und die spielfreudigen Schauspieler sorgen dafür, dass der Film trotz eingeschränkter Bewegungsfreiheit immer einen lebendigen und unbeschwerten Eindruck vermittelt."

08. August 2009 | GIULIAS VERSCHWINDEN • Kritik • sennhauser.ch

"GIULIAS VERSCHWINDEN (GIULIAS VERSCHWINDEN Trailer) ist elegant und raffiniert auf jeder Ebene. Das Schauspieler-Ensemble spielt in Höchstform, die Musik von Balz Bachmann und das Sounddesign von Peter Bräker sind subtil und mitreissend, Kamera und Schnitt unaufdringlich flüssig. Allenfalls über die Bildqualität liesse sich streiten, da fehlt mir derzeit aber noch der definitive Eindruck."

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