| Regie | Shunji Iwai |
| Jiang Wen | |
| Mira Nair | |
| Natalie Portman | |
| Fatih Akin | |
| Joshua Marston | |
| Yvan Attal | |
| Shekhar Kapur | |
| Brett Ratner | |
| Allen Hughes | |
| Kinostart | 28.01.2010 |
Hier lohnt sich laut Nino Klingler ein zweiter Blick. "Denn als episodisches Kurzfilm-Sammelsurium funktioniert der Film gar nicht schlecht, vielleicht sogar besser als viele andere derartige Kollaborationsprojekte. Das liegt weniger an der Qualität der einzelnen Beiträge, Enttäuschungen findet man auch hier allzu oft. Viel eher geht Benhibys konzeptuelle Entscheidung durchaus auf, die Einzelepisoden durch Nahstellen zu verbinden, in denen Charaktere einer namenlosen Filmemacherin oder einander im Taxi begegnen."
Wibke Wetzker ist enttäuscht. "Zu sehr hängen die Macher am Universalkonzept der Liebe, das sie ganz im Sinne besten Stadtmarketings zum cineastischen Lokalkolorit stilisieren. Letztendlich verstecken sich unter dem konzeptionellen Überbau ein paar mehr oder weniger spannende, berührende und amüsante Anekdoten über die Polarität von Liebe und Sex, das immerwährende Rollenspiel und flüchtige Begegnungen auf eine Zigarettenlänge, die im besten Fall den Blick auf das eigene Leben in der Großstadt öffnen - sei es nun in New York oder in Berlin."
Felicitas Kleiner ist durchaus angetan. "Bedauern darüber, dass hier eigentlich nur bekannte Standards abgerufen werden, stellt sich allerdings kaum ein angesichts der pointierten Dialog-Duelle, die dabei auf den Zuschauer losgelassen werden. Einen großer Teil des Reizes dieser Kompilation ist der Spaß am Film-Handwerk. Da die einzelnen Beiträge nicht durch Titel von einander getrennt, sondern elegant miteinander verbunden werden, kann man bis zu den Schluss-Credits lustvoll die filmischen Handschriften dechiffrieren und spekulieren, welche Episode von welchem Regisseur stammt."
Dass zwischen den einzelnen Szenen beliebige Postkartenbilder der touristischen Wahrzeichen New Yorks geschnitten werden, überrascht Michael Meyns nicht mehr. "Was in Paris, je t'aime über weite Strecken funktionierte: Außenstehende einen Blick auf eine berühmte Metropole werfen zu lassen, geht hier schief. Das macht nicht wirklich Hoffnung für die schon geplanten Folgefilme, die sich mit Shanghai und Rio de Janeiro beschäftigen werden und, davon darf man wohl ausgehen, bald auch mit Berlin."
Technisch hat Thomas Engel nichts auszusetzen. "Die Regisseure hatten zwei entscheidende Vorgaben: Jede Geschichte musste mit einem New Yorker Stadtteil verknüpft sein, und im Mittelpunkt jeder Handlung musste eine Liebesgeschichte stehen. Für das Niveau des Films sprechen auch die Namen der Schauspieler. Sieht man diese Namen, weiß man, dass nichts schief gehen konnte: James Caan, Orlando Bloom, Julie Christie, Andy Garcia, John Hurt, Ethan Hawke, Natalie Portman, Robin Wright Penn, Eli Wallach. Und das sind noch längst nicht alle."
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Simone Meili hätte mehr erwartet. "Die Vielfältigkeit und Abwechslung, die durch eine so grosse Anzahl Minifilme generiert wird, macht sicher einen Teil des Reizes des Films aus, aber mit der Zeit kann der ständige Wechsel der Schauplätze und Personen für den Zuschauer auch anstrengend werden. Empfehlenswert ist NEW YORK, I LOVE YOU (
) vor allem für diejenigen, die New York bereits kennen und lieben gelernt haben, und daher während des ganzen Films immer wieder bekannte Schauplätze und typische New Yorker Szenen erkennen können. Alles in allem kommt der Film trotz seines nicht sonderlich einfallsreich wirkenden Titels ganz erfrischend und spritzig daher. Somit ist er durchaus keine unwürdige Hommage an die City."