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ZEIT DES ZORNS

ZEIT DES ZORNS

Regie Rafi Pitts
Kinostart 08.04.2010
Genre Drama

Inhalt • ZEIT DES ZORNS

Vor kurzem erst wurde Ali (Rafi Pitts) aus dem Gefängnis entlassen. Nun arbeitet er als Nachtwächter in Teheran. Er hat eine Stelle in einer Fabrik gefunden, so ist es ihm immerhin möglich, für den Lebensunterhalt seiner kleinen Familie seiner Ehefrau Sara (Mitra Hajjar) und ihrer gemeinsamen Tochter Leila (Saba Yaghubi) zu sorgen.

Doch als Ali eines Tages von der Arbeit kommt, sind Sara (Mitra Hajjar) und Leila (Saba Yaghubi) verschwunden. Als alles Warten nichts nützt, wendet Ali sich an die Polizei. Doch auf der Wache herrscht Chaos, es dauert Stunden, ehe man ihm eine Auskunft geben kann. Dann teilt man ihm mit, dass es eine Schießerei mit Demonstranten gegeben habe. Alis Frau Sara (Mitra Hajjar) sei zufällig in sie hineingeraten und getötet worden, Leila (Saba Yaghubi) hingegen sei noch immer vermisst.

Die Suche nach seiner Tochter treibt Ali (Rafi Pitts) in tiefe Verzweiflung, zumal sie damit endet, dass man ihre Leiche findet. In einem Akt blindwütiger Rache tötet Ali (Rafi Pitts) daraufhin wahllos zwei Polizeioffiziere. Anschließend flieht er in Richtung der nördlichen Wälder. Doch längst ist die Polizei dem Flüchtling auf der Spur. Auf der Landstraße liefern sich Ali und ein Polizeiwagen eine wilde Verfolgungsjagd. Sie endet mit einem Unfall Alis, der daraufhin in den Wald rennt und Schutz zwischen den Bäumen sucht.Doch vergeblich. Die zwei Polizeibeamten, die hinter ihm her waren, Hassan und Nazem, nehmen ihn fest. Ali scheint sich in sein Schicksal zu ergeben. Willig folgt er den beiden Männern, die ihn scharf bewachen. Doch dann verlaufen sie sich, überall sehen sie nur Bäume. In solch einer einsamen Landschaft sind die Grenzen zwischen Jägern und Gejagtem nur sehr schwer zu ziehen.

ZEIT DES ZORNS (ZEIT DES ZORNS Trailer) ist die so melancholische wie drängende Anatomie einer Rache. Mit Bildern, die nach Himmel und Hölle greifen, gelingt Rafi Pitts ein zeitloses, hochsymbolisches und lyrisches Kunstwerk über Stillstand und Bewegung in einem getriebenen Land. Der schon mehrfach preisgekrönte Regisseur lässt aus Entrückung und Schweigen eine fesselnde Leuchtkraft entstehen, er schuf das aufrechte Porträt einer unbefriedeten und unbefriedigten Gesellschaft.

Copyright: Berlinale

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