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DER RÄUBER

DER RÄUBER

Regie Benjamin Heisenberg
Kinostart 04.03.2010
Genre Drama, Biopic

Kritiken • DER RÄUBER

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Benjamin Heisenberg zeigt mit DER RÄUBER (2010) (DER RÄUBER (2010) Trailer), wie aufregend atemlos die Berliner Schule sein kann, schwärmt Thorsten Funke. Der Film "ist so kühl wie seine Hauptfigur, betont kontrolliert und effektlos inszeniert, die Dialoge sind sparsam (den Figuren in diesen Filmen, so scheint es, sind Gesprächspausen niemals peinlich). Die Dialoge sind sogar so sparsam, dass die Geschichte über weite Strecken als Stummfilm funktionieren würde, mit vielleicht zwei oder drei Zwischentiteln. Gesprochen werden vor allem eher praktische Dinge, Alltagszeug. Was das Hotelzimmer kostet, Anweisungen, Radioberichte, Behördengespräche. Der Räuber hat intelligente Verwirrspiele mit der Bild- und Tonebene und eine ausgefeilte Bildgestaltung."

04. März 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Die Tageszeitung

Was laut Cristina Nord "hervorsticht, ist, wie der Film mit dem Raum und den Körpern umgeht. Von Anfang an schlägt er aus dem Mangel an Weite seine größte Kraft. In den ersten Einstellungen sieht man die Hauptfigur halbnah und in Bewegung, der Hintergrund bleibt diffus, doch man merkt, dass die Figur im Kreis läuft. Ab und zu tauchen im Blickfeld der Kamera andere Männer auf, sie laufen nicht, sondern gehen oder stehen, während der, den wir später als Protagonisten kennen lernen, an ihnen vorbeizieht. Man ahnt, dass der Raum, der der Figur zur Verfügung steht, begrenzt ist, und als sich die Einstellung weitet, wird die Ahnung bekräftigt: Es ist ein Gefängnishof."

04. März 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler ist begeistert. "Benjamin Heisenberg (zuvor aufgefallen mit SCHLÄFER) erzählt diese packende Geschichte in einer Manier, die man spröde nennen kann, wenn das Gegenteil von "spröde" bedeutet, dass man die Dinge so lange auf ihre Bedeutung abklopft, bis sie weich und schwammig werden. Hier blickt das Leben mit einer Härte zurück, die es mit der schier unermüdlichen Titelfigur verbindet. Trotzdem bleibt Benjamin Heisenbergs Gangstergeschichte erstaunlich zugänglich und wird in den richtigen Momenten geradezu poetisch."

17. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sah ein Juwel von einem Film. "Wie in seinen früheren Filmen findet Benjamin Heisenberg Gelegenheiten, über seinen bedächtigen Realismus Momente einer romantischen Märchenhaftigkeit zu legen, die eine wahre Gänsehaut erzeugen: Etwa wenn die Taschenlampen des Polizeisuchtrupps von weitem aussehen wie eine nächtliche Prozession. ... Falls Jurypräsident Werner Herzog dafür keinen Goldenen Bären herausrückt, könnte dies nur heißen, dass Benjamin Heisenberg mit seiner Geschichte Werner Herzogs eigenen Außenseiterporträts Konkurrenz gemacht hat."

17. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Der Standard

Der Regisseur hat ein Gefühl für Dimensionen, lobt Dominik Kamalzadeh. "Die Konzentration auf die Bewegungsformel hebt die existenzielle Verfasstheit hervor. Es geht weniger um die Spannung, ob sich Rettenberger, wie der Film-Räuber heißt, verzettelt - wobei diese Spannung keineswegs gering ist. Wesentlicher aber ist, dass dieser Mann schon auf der Flucht ist, bevor er irgendwelche Verfolger hat. ... Mit großer inszenatorischer Kompetenz baut Benjamin Heisenberg diese grundlegende Distanz zwischen Rettenberger und den anderen aus ... Ein Hetzjagd, die durch ihre schiere Dauer überwältigt."

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Berliner Zeitung

Der 35-jährige Regisseur Benjamin Heisenberg hat das Fehlgehen jeder Psychologie rasant umgesetzt, lobt Harald Jähner. "Pausenlos wird gerannt, gehechelt, um Luft gerungen. In den Körpersäften liegt das Motiv für die Verbrechen. Nicht von inneren Furien wird Rettenberger gehetzt, sondern von seinem Blut, das nach Stresshormonen giert. Andreas Lust spielt das mit angemessen böser Miene, den Mund zusammengekniffen, düster blickend und bestenfalls abwesend - ein finsterer Buddhist, der nach maximaler Abschirmung seiner Hochleistungsphysis trachtet."

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Die Presse

Furios fressen sich Trommelschläge ins Hirn, schreibt Markus Keuschnigg. "DER RÄUBER (2010) (DER RÄUBER (2010) Trailer) spiegelt die Widersprüchlichkeit der Hauptfigur auf jeder Ebene wider: Reinhold Vorschneiders exzellente Kameraarbeit ändert sich mit der Laufgeschwindigkeit der Handlung, schaltet mühelos um vom Statischen aufs Dynamische (atemberaubend: eine Verfolgungsjagd durch Wiener Untergeschoße) und wieder zurück, während Lorenz Dangels Soundtrack vom primitiven Herzschlag-Trommelrhythmus zur schöngeistigen Klassik reicht."

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster ist begeistert. "DER RÄUBER (2010) (DER RÄUBER (2010) Trailer) ist ein kraftvoll und sorgfältig inszenierter Film, der sich auf das, was manch einer an den Filmen der Berliner Schule als Selbstbeschränkung moniert, gar nicht erst einlässt. Nicht-diegetische Musik setzt Benjamin Heisenberg offensiv und äußerst gekonnt ein, nach einem besonders spektakulären Banküberfall treiben wuchtige Percussion-Schläge Rettenberger durch Parks in den Wald. Ein großartiges Ende für ein großartiges Set Piece ist das (...). Die Poren im Gesicht bei der Blutabnahme, die Musik und die Sportnachrichten aus dem Autoradio bei den Fluchtfahrten, die Fernsehbilder vom Marathonlauf... Ein Film, der sich einiges traut. Und dabei verdammt gut aussieht."

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • festivalblog.de

DER RÄUBER (2010) (DER RÄUBER (2010) Trailer) ist kein Mitfühl-Film, bei dem Andreas Tai "sich mit den Hauptfiguren identifizieren kann. Er ist vielmehr eine Studie. Benjamin Heisenberg beobachtet Rettenberger wie einen Fahrer bei der Tour de France. Er heftet sich mit seiner Kamera und einer temporeichen Musik an die Fersen des laufenden Rettenbergers. Der Räuber ist der zweite Film von Benjamin Heisenberg und sowohl ein Porträt eines Laufstils als auch das eines Menschentyps. Der Film überzeugt in beidem. Man ist versucht Rettenberger als eine Parabel auf unsere heutige Zeit zu verstehen, wo man läuft und läuft, obwohl es längst keine vertretbaren Gründe mehr dafür gibt, solange bis gar nichts mehr geht."

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Der Spiegel

Im wirklichen Leben mag Herzrasen oft ein Krankheitssymptom sein, im Kino ist es fast immer ein Qualitätsbeweis, stellt Wolfgang Höbel fest. "DER RÄUBER (2010) (DER RÄUBER (2010) Trailer) beginnt mit bleichen, wie tot wirkenden Menschen, die sich hinter Zäunen und in engen Räumen bewegen und kaum reden. Also ziemlich genau mit der Sorte Kino, die man von einem Regisseur aus dem Umkreis der so genannten Berliner Schule erwartet. Die ist dafür berüchtigt, dass sie gern in stummen Endlos-Einstellungen dem Fallobst beim Schimmeln zusieht. Das Überraschende an Benjamin Heisenbergs Film aber ist, wie toll er uns Zuschauer dann doch ein paar mal in echte, fiebernde Thrillerspannung versetzt."

16. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Die Zeit

Benjamin Heisenberg hat zum Glück alles andere als einen Metaphernfilm gedreht, lobt Christiane Peitz. "Benjamin Heisenberg gelingt der seltene Fall von Introspektion ohne Identifikation, einer Annäherung ohne vorschnelle Empathie. Man mag ihn nicht, diesen Rettenberger, aber man begreift genau, warum er läuft und wie er tickt, wenn er sich in einer Kleingartensiedlung zwischen zwei Hecken in die Enge getrieben sieht und zuschlägt. Man bemerkt mit Schrecken, dass man sie eine Sekunde lang nachvollziehen kann, die Gewalt, die Obsession, das Entkommenmüssen, dieses innere Trommelfeuer, das manchmal auch über die Tonspur peitscht."

15. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Berliner Zeitung

Julia Teichmann spricht mit Benjamin Heisenberg über seinen Film.

01. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Berlinale.de

Datenblatt des Films.

01. Februar 2010 | DER RÄUBER • Kritik • Der Räuber

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Dezember 2009 | DER RÄUBER • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

19. November 2008 | DER RÄUBER • Kritik • Die Presse

Miriam Marits berichtet von den Dreharbeiten in Wien.

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