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BAL - HONIG

BAL - HONIG

Regie Semih Kaplanoglu
Kinostart 09.09.2010
Genre Drama

Kritiken • BAL - HONIG

16. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Thorsten Funke entdeckt Sequenzen, die mehr ethnografisch sind als poetisch. "Die Arbeitsschritte der Honiggewinnung werden gezeigt, verschiedene sehr unbekannt anmutende Gerätschaften, später auch mit einiger Ausführlichkeit ein traditioneller Tanz. Semih Kaplanoglu, dessen eigener Vater aus dieser Region Anatoliens stammt, hält all das mit fast schon konservatorischem Interesse fest, denn natürlich ist diese Welt in der modernen Türkei dem Untergang geweiht. Im weiteren Leben Yusufs, das wir schon kennen, er aber nicht, erhält die Moderne dort Einzug, mit Hochhäusern und Veränderungen der sozialen Strukturen."

08. September 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Der Tagesspiegel

BAL - HONIG (BAL - HONIG Trailer) ist für Daniela Sannwald ein "neuer Heimatfilm", der zugleich für die Erhaltung der Natur kämpft. Der Regisseur "lotet die ästhetischen Grenzen seines Mediums immer mehr aus. Mitunter hat man den Eindruck, er befinde sich bereits an den Rändern der bildenden Kunst und Musik. Sein Chiaroscuro erinnert an Renaissance-Malerei, die Klänge und Geräusche auf der Tonspur sind von betörender Intensität. Ein Reichtum, der kein Idyll beschwört, sondern eine erinnerte Kindheit: Reminiszenz an eine bedrohte, vielleicht schon verlorene Welt."

08. September 2010 | BAL - HONIG • Kritik • texte zum film

"Die wenigsten Zuschauer werden sich fragen, wie solch auserlesene, wunderbar komponierte Bildschnitte in diesem völlig unzugänglichen Gelände möglich waren, was für Beschwernisse das Filmteam auf sich nehmen musste, um das für derartig hervorragend ausgeleuchtete Aufnahmen nötige Equipment dorthin zu bringen. Kaum jemand wird etwa bedenken, wie für die eingangs beschriebene Szene die Kamera in Position gebracht werden konnte. Und das ist gut so. Denn, um mit Goethe zu sprechen, der wahre Künstler vollbringt das Schwere mit Leichtigkeit. Semih Kaplanoglu nennt seine Bilderwelt "Spirituellen Realismus"."

08. September 2010 | BAL - HONIG • Kritik • blogville

"Das Portrait dieser innigen Vater-Sohn-Beziehung ist wohl die größte Stärke des Films. Wenn die Beiden einträchtig durch den Wald laufen und der Vater die Natur erklärt – wenn der Junge ihm Tee in die Werkstatt bringt, Träume ins Ohr flüstert und die handwerklichen Tätigkeiten des Vaters neugierig beobachtet, dann wird das Band der Liebe zwischen ihnen spürbar."

01. Juli 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Bal - Honey

Überblick zum Film auf moviepilot.de

20. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist begeistert. "Mit der dezenten Schönheit tiefer 35-mm-Bilder führt Kameramann Banc Özbicer in Bildwelten von gänzlich ungekünstelter Überhöhung - ein seltenes Kunststück, aber es gibt einem tatsächlich den Glauben zurück, und wenn es nur der Glaube an die Filmkunst ist. Wie aus Trotz gegenüber der Übermacht des Realismus erlebt dieses "reine Kino" derzeit in allen Erdteilen ein Comeback, wobei das Thema Transzendenz eine treibende Kraft ist - nur kommen die Erzählungen ohne eingebauten Katechismus daher."

18. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • festivalblog

Tiziana Zugaro sah einen durch und durch poetischen und gelungenen Film. "Der Film entführt uns in eine andere Welt, irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit, in der das Rauschen der Blätter, das Knacken eines Astes oder die Spiegelung des Mondes in einem Wassereimer Ereignisse sind, die uns genauso in den Bann ziehen, wie die heißeste Actionszene in einem Thriller. ... Vielleicht ist er jedoch etwas zu behutsam und vorsichtig mit seinen Figuren und in seiner Aussage, um im Wettbewerb eines Festivals als wirklich preisrelevant zu gelten. Sehenswert und horizont-erweiternd ist er jedoch in jedem Fall."

17. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling lobt besonders den kleinen Hauptdarsteller. "Bora Altas spielt den Jungen in rührend schmalschultriger Weise, ein träumerisches, freundliches Kind, das aufgrund seines reichen Gefühlslebens nicht zur schnellen Datenverarbeitung taugt. Die Bilder der Natur stehen zu Yusufs Seelenleben weder in einem altbacken symbolistischen noch in einem expressiven Verhältnis: Hügel, Wald, Tal und Fluss sind Yusuf ein schweigendes Gegenüber, eine Wesenheit, die jede Bewertung souverän ablehnt. Da der Film auf Handlung weitgehend verzichtet, wird die Schönheit zur tragenden Größe, wenn es darum geht, den Zuschauer zu fesseln."

17. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Die Tageszeitung

Detlef Kuhlbrodt ist beeindruckt durch eine nie aufgesetzt wirkende Wortkargheit und wunderschöne Naturaufnahmen, "großartig komponierte Bilder von Innenräumen, durchgehend angenehm zurückhaltend agierende Schauspieler und eine richtig gute Tonspur. Wie schön sieht es aus, wenn sechsjährige Kinder rennen! Es ist ein sehr meditativer Film, in dem Sinne, dass Meditation ja mit Langeweile beginnt, die der Geübte auszuhalten gelernt hat. Manchmal beißt man sich auf die Lippen, aber es lohnt sich. Der viel im Halbdunkel spielende Film zeigte dem Berlinale-Palast auch seine Schwächen auf. Die Notausgangsschilder zerstörten manche Bilder."

17. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Der Tagesspiegel

Endlich, schreibt Christina Tilmann. Der Filmemacher "hat, so viel ist leicht vorherzusagen, damit einen der schönsten, dichtesten Filme dieses Festivals gedreht – aus ganz unspektakulären Ingredienzen komponiert. Endlich ist da, nach tagelanger Depression, ein Film, der träumen lässt, der das eigene Sehen, Empfinden zum Schwingen bringt, in einer so weiten wie stillen Welt. Es fühlt sich an wie Wind, wie Sauerstoff, nach allzu langer Konservenluft. Oder wie Sonne, die durch den Wald aus wunderbar turmhohen Bäumen fällt. Bislang war zu viel Unterholz."

17. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • outnow.ch

"Mit BAL - HONIG (BAL - HONIG Trailer) schafft Semih Kaplanoglu einen gelungenen Abschluss seiner Trilogie. Wunderschöne Bilder und eine berührende Geschichte über die enge Verbundenheit zu den Eltern und den ersten Bruch zur heilen Kinderwelt lassen einen tief bewegt zurück."

16. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • perlentaucher.de

"Kindheitsfilme gibt es wie Sand am Meer, Dorffilme auch. BAL - HONIG (BAL - HONIG Trailer) ist beides, aber hinreichend katalogisiert ist der Film deshalb noch lange nicht. Denn es zieht seine Bilder und seine Erzählung in keines der naheliegenden Register. Arthaus-Dorfkitsch ist das schon gleich gar nicht, aber eben auch kein Morality Tale, keine Coming-of-age-Geschichte und auch kein reiner Erinnerungsfilm, keine wütende Abrechnung und auch keine nostalgische Sehnsucht." Vielleicht ist der Film deshalb für Lukas Foerster einer über die Dunkelheit.

01. Februar 2010 | BAL - HONIG • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

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