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HENRI 4

HENRI 4

Regie Jo Baier
Kinostart 04.03.2010
Genre Abenteuerfilm

Kritiken • HENRI 4

24. Februar 2010 | HENRI 4 • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Tim Geyer ist enttäuscht. "Jo Baier legt seinen Figuren vermeintlich bedeutungsschwangere Sätze in den Mund, die sich in ihrer Banalität gegenseitig zu überbieten suchen. Unweigerlich kommt der Gedanke auf, dass man die hölzernen Dialoge so oder so ähnlich bereits zigmal gehört hat. Die Inhaltsleere verdoppelt sich durch eine zusammenhanglose Erzählweise, die den Zuschauer mit willkürlichen Zeitsprüngen konfrontiert. Damit nicht genug, degradiert das Drehbuch besonders die Auftritte von Gabrielle (Chloé Stefani) und Margot (Armelle Deutsch) zur reinen Fleischbeschau."

06. März 2010 | HENRI 4 • Kritik • Der Spiegel

Der Film soll beweisen, wie stark gesamteuropäisches Kino sein kann - und scheitert an diesem Wille zur Größe, meint Lars-Olav Beier. "HENRI 4 (HENRI 4 Trailer) ist kein Film, für den man sich schämen muss. Geistreich, manchmal sinnlich erzählt er seine Geschichte. Doch er leidet am Streben nach Größe, an dem atemlosen Tempo, mit dem er durch die Jahrzehnte hetzt, um das gesamte Leben seines Helden zu erzählen, an der bombastischen Musik des Hollywood-Komponisten Hans Zimmer. HENRI 4 (HENRI 4 Trailer) will unbedingt beweisen, dass man in Europa ähnlich machtvolle Epen auf die Leinwand wuchten kann wie in Hollywood. Er wäre ein größerer Film geworden, hätte er sich damit begnügt, kleiner zu sein."

04. März 2010 | HENRI 4 • Kritik • Der Tagesspiegel

HENRI 4 (HENRI 4 Trailer) ist eine Materialschlacht im Namen der Vernunft, schreibt Kerstin Decker. "In einem Kriegsfilm (Regie: Jo Baier) Krieg zu zeigen, ist nicht verwerflich, doch jede Materialschlacht enthält das Risiko, dass das Material alles Lebendige unter sich begräbt. Doch dann begegnen wir Ulrich Noethen, der real existierenden Neurose der Macht auf Frankreichs Thron, aus purer Angst zu fast jeder Grausamkeit fähig, seinerseits beherrscht von der Mutter Katharina de Medici. Und plötzlich kommt eine psychische Kraft ins Spiel, ja ein Sog, der sich die Ausstattungsorgie unterordnet."

20. Februar 2010 | HENRI 4 • Kritik • br-online.de

Amke Ferlemann ist durchaus angetan. "Unterstützt durch die intensive, moderne Kamera von Gernot Roll (erstmals wurde im Historienmetier mit einer D21-Kamera gedreht) und die Musik von Hans Zimmer und Henry Jackman nähert sich der Regisseur den düsteren Seiten der Religionskriege und seiner Hauptfigur Henri IV. Der wird von Julien Boisselier verkörpert und von namhaften deutschen Darstellern wie Ulrich Noethen als führungsschwachem Karl IX., Hannelore Hoger als dessen eiskalt-machthungriger Mutter Katharina de Medici und einem Joachim Król als treuer Agrippa unterstützt. Jo Baier, für seine hochklassigen TV-Filme bekannt, hat mit dem Großprojekt HENRI 4 (HENRI 4 Trailer) diesem "guten König" - wie er liebevoll von seinen Anhängern genannt wurde - ein filmisches Denkmal gesetzt."

20. Februar 2010 | HENRI 4 • Kritik • programmkino.de

Mag sein, dass hier in der längeren Fernsehfassung die Figuren umfassender und damit plausibler erscheinen, schreibt Marcus Wessel. "Die Kinofassung verfügt mit 155 Minuten auch schon über eine imposante Länge, in der Jo Baier gekonnt sein Historienepos entfaltet. Geprägt von den Katastrophen, die fanatischer und intoleranter Glauben sowie der Krieg hervorrufen, entwickelt sich Henri zum Humanisten. Dabei bemüht sich Jo Baier, hehre Botschaft und profanen Unterhaltungsanspruch miteinander zu verbinden. Ein Anspruch, der in den rauen Schlachtszenen besser umgesetzt wird als in den zu schwülstig geratenen Liebesszenen."

15. Februar 2010 | HENRI 4 • Kritik • Berlinale-Blog des epd

Ficken, Kotzen, Pipimachen – alles drin, alles dran, schreibt Harald Mühlbeyer. "Was den Film jedoch so richtig heraushebt, so richtig gut macht: Das ist seine Hinwendung zum Schlechten. Ulrich Noethen ist völlig ausgeflippt in seiner Rolle als schwacher, ängstlicher König, der in einer seiner ersten Szenen seine Schwester Margot, die jeden drüberrutschen lässt, übers Knie legt und ihr den nackigen Popo versohlt. Seine Mutter – Hannelore Hoger in einer ähnlich überzogenen Darstellung als sinister Königsmutter – beißt Margot in die Arschbacke. Hochzeitsfest ist Orgie, Devid Striesow spielt den Königsnachfolger, der schwul ist und intrigant und total exaltiert."

01. Dezember 2009 | HENRI 4 • Kritik • moviepilot.de

Übersicht zum Film mit Bewertungen, Kommentaren und News.

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