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NOWHERE BOY

NOWHERE BOY

Regie Sam Taylor-Johnson
Kinostart 09.12.2010
Genre Drama, Biopic

Kritiken • NOWHERE BOY

07. November 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sam Taylor-Wood erhellt in ihrem Debütfilm NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer) den Hintergrund des Beatles-Stars – leider mit etwas sehr konventionellen Mitteln, wie Till Kadritzke findet. "Ein inhaltlich neues Terrain zu erforschen, das ist noch keine filmische Leistung, von dramatischen Stoffen ist die Zeitgeschichte voll. Entscheidender als die Inszenierung eines neuen Plots ist die Frage, ob sich damit etwas Neues ausdrücken lässt. Von einer Künstlerin, die sich bislang vor allem mit Fotografie beschäftigt hat, hätte man also gerade visuell etwas mehr erwarten dürfen. Den Vergleich mit ihrem Kollegen Anton Corbijn, dessen Regiedebüt CONTROL (CONTROL Trailer) übrigens auch von Autor Matt Greenhalgh für die Leinwand adaptiert worden ist, besteht sie jedenfalls nicht."

09. Dezember 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • kultiversum.de

Denis Demmerle schaut auf die Regisseurin. "Sie überlässt der Fantasie ihrer Zuschauer die bekannte weitere Lebensgeschichte Lennons. Der Name The Beatles taucht im Langfilm-Debüt der englischen Künstlerin zwar nicht auf, ist aber dennoch präsent, da jeder weiß, was aus dem Jungen wird. Daher besteht Sam Taylor-Woods größte Leistung sicher darin, wie sie Lennons Verhältnis zum jüngeren, aber musikalisch reiferen McCartney feinfühlig mit dem sie einenden frühen Verlust der Mutter begründet."

08. Dezember 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer sah einen tollen, von hervorragenden Schauspielern getragenen Film. Durch "dramaturgiesteigernden Abweichungen von der Realität zeigt sich das feine, psychosymbolische Netz, das Sam Taylor-Wood und ihr Drehbuchautor Matt Greenhalgh (der schon das Skript zu Anton Corbijns Joy-Division-Film CONTROL (CONTROL Trailer) verfasste) unter dem scheinhaften Filmrealismus geflochten haben. Popkultur und Psychoanalyse, Realismus und Symbolismus, individuelle und kollektive Geschichte sind klug ineinander gebildet. Erst durch die Zerrissenheit zwischen zwei Müttern findet der junge John zu jener inneren Zerrissenheit, die zur Quelle des künstlerischen Schaffens gerät."

08. Dezember 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • Die Tageszeitung

Diedrich Diedrichsen stellt fest: "Mit "Mother" - "you had me but I never had you" - endet der Film, der mit dem "A Hard Days Night"-Akkord begann. Sam Taylor Wood war nur zu begeistert von den eindrucksvoll-klaren Worten und Klängen des ersten Soloalbums. Ihre Entscheidung, nicht den historischen Moment zu porträtieren, als Rock 'n' Roll und Skiffle junge, britische Körper befreien, sondern einen der Helden dieses Moments ganz auf seine Familiengeschichte zu bringen, hat erkennbar damit zu tun, dass Lennon selbst lange auf seine Kindheit fixiert war: Kinderfotos, Orte und Ortsnamen (Strawberry Fields) tauchen vor allem auf Covers und in Songs der 70er Jahre immer wieder auf."

08. Dezember 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • Der Tagesspiegel

Christian Schröder schaut auf die Figuren. "Lennon, gespielt von Aaron Aaron Johnson, ist bereits als Schüler ein Hipster, geübt in der Kunst der Selbststilisierung. "John, die Brille!", ruft ihm seine Tante allmorgendlich hinterher, damit er die ungeliebten Augengläser aufsetzt. Kristin Scott Thomas porträtiert diese Tante Mimi als kontrollfanatische Superhausfrau. Als der Neffe sie einmal zu umarmen versucht, wehrt sie ab: "Sei nicht albern." Es gibt einen Weg, der herausführt aus Repression und Reihenhaushölle: umgekrempelte Röhrenjeans, Elvis-Tolle, laute Gitarren."

08. Dezember 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • Neues Deutschland

Laut Marion Pietrzok spielt NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer) "etwas holperig auf die Ausbrüche des Zynischen und der Gewalt an, die sich in dem hochsensiblen jungen Mann weniger als Pubertierendem, sondern vor allem wegen der schweren Verluste und Enttäuschungen aufgebaut hatten. Die Begegnung zwischen Lennon und Paul McCartney – dessen Darsteller so gar keine physiognomische Ähnlichkeit mit dem Beatle-Original hat – ist, nicht zuletzt auch deswegen, eine der gelungensten Szenen des Films. Der im Übrigen die Bravheit der Inszenierung – mit unsäglichen Einblendungen von Albträumen zur Illustrierung des Traumas aus der Kinderzeit – nur ein einziges Mal durchbricht."

07. Dezember 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • dasmanifest.com

NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer) ist laut Sebastian Moitzheim "mehr Coming-of-Age-Drama als Biopic und funktioniert als solches auch sehr gut. Nach einem etwas zähen Einstieg wird die Geschichte, trotz all ihrer Tragik, leichtfüßig und mit pointierten Dialogen erzählt. Wenn die Band auf der Bühne steht, ist das, anders als in den meisten anderen Filmen über Musiker, kein Highlight des Films, wirkt fast schon wie ein Fremdkörper. Das könnte man beanstanden, wäre der Film nicht so unterhaltsam und warmherzig."

30. November 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • getidan.de

Georg Seesslen entblättert Schicht für Schicht. "Geschichten von drei Müttern, das wissen wir, gehen tragisch und mythenbildend aus. Was die Beziehung von Tante Mimi, John und Julia für das Leben und die Kunst von John Lennon bedeutet, da tragen Drehbuch und Regie gewiss ein bisschen dick auf. Das ist, einerseits, wie aus einem Teenage Dream heraus gesehen. Mehr Song als Story. Und andrerseits ist es eine mütterliche Liebeserklärung. Die Regisseurin Sam Taylor-Wood hat dann sehr folgerichtig den Hauptdarsteller Aaron Johnson nach den Dreharbeiten geheiratet."

25. November 2010 NOWHERE BOY • Kritik • doppelpunkt.de

Sam Taylor-Wood kreiert laut Martin Schwarz "von der ersten Minute an eine stimmige Atmosphäre der miefigen 50er Jahre und führt uns einen Jugendlichen vor, der ein Ventil für seine Kreativität und seinen Schmerz sucht. Und die er, gesegnet mit einem einzigartigen Talent, in einer Zeit des Aufbruchs in der Musik findet. Ein mitreißender Film für Beatles-Fans und solche, die es immer noch nicht sind. Und wem bei der ersten Begegnung zwischen John Lennon und Paul McCartney nicht warm ums Herz wird, der hat diesen Jahrhundertmoment nicht begriffen."

03. November 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • schnitt.de

Dietrich Brüggemann ist enttäuscht. "Da hätte man zumindest etwas mehr nach Ähnlichkeit besetzen müssen und die ganze Bandgeschichte etwas zentraler erzählen. So bleibt eine nicht zwingend, gleichwohl schön erzählte Coming-of-Age-Geschichte, die man glaubt, zusammen mit einer Starbiographie, die man nicht so recht glaubt. Die Filmmusik ist nicht besonders inspiriert und erklingt zu oft. Wer Beatles-Songs hören will, wird enttäuscht. Der Akzent ist schwer verständlich. Eine melancholische Grundstimmung bleibt hängen. John Lennons Mutter starb 1958, Lennon selber wurde 1980 erschossen, Tante Mimi lebte noch bis 1991. Die Beatles werden immer da sein."

02. November 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • 451.ch

Irene Genhart bilanziert: "Stimmungsvoll, leidenschaftlich, packend ist NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer). Ein faszinierendes Coming-of-age-Drama, welches den Werdegang eines der grössten Musiker der Welt nicht als Professionalisierung in die Wiege gelegten Talentes schildert, sondern als launiges Produkt vom Leben diktierter Zufälligkeiten. Dass unter solcher Voraussetzungen auf dem Soundtrack von NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer) Beatles Songs nur anklingen und daneben vorwiegend Stücke erklingen, die Lennons Musikgeschmack prägten, mag für Beatles-Fans zwar ein bitteres Zückerlein sein, ist aber folgerichtig."

02. November 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel sah ein "feinfühliges Coming-of-Age-Stück. Der von Aaron Johnson bravourös gespielte junge John Lennon steht hier im Vordergrund und nicht seine erst später entwickelte Star-Persona. Diese wird in den Auftritten mit seiner ersten Band, den "Quarrymen", allenfalls angedeutet. Und doch versäumt es NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer) nicht, seine Geschichte einer mitunter schizophrenen Adoleszenz mit viel erstklassiger Rock’n’Roll-Musik zu unterlegen. Am Ende verlässt ein gereifter John seine Heimatstadt Richtung Hamburg. Die weiteren Kapitel in seinem Leben dürften hinlänglich bekannt sein."

06. Oktober 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • bernerzeitung.ch

Laut Samuel Mumenthaler vermeidet die Regisseurin "plumpe Musikklischees und fokussiert auf die Geschichten hinter den glitzernden Fassaden. NOWHERE BOY (NOWHERE BOY Trailer) bietet keine reisserische Action und ist dafür gut recherchiert – mit Aaron Johnson hat Sam Taylor-Wood zudem einen jungen Schauspieler gefunden, der die sensible Seite von Lennon ebenso virtuos verkörpert wie seinen überdrehten Humor und die Veranlagung zum gewalttätigen Jähzorn. Auch die beiden gegensätzlichen Frauenfiguren, die das Leben des jungen Rockrebellen prägen, werden von Kristin Scott Thomas (Mimi) und Anne-Marie Duff (Julia) glaubwürdig gegeben."

03. Oktober 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • outnow.ch

"Da kommen die zuerst mit Saufen und Rock'n'Roll und Blowjobs - und dann hauen sie einem ein heimeliges Familienmelodram um die Ohren. Sicher kein schlechter Film, aber irgendwie weder Fisch noch Vogel. Das ideale Publikum ist weiblich und hat die Beatles damals noch live erlebt."

01. August 2010 | NOWHERE BOY • Kritik • Nowhere Boy

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