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SIN NOMBRE

SIN NOMBRE

Regie Cary Fukunaga
Kinostart 29.04.2010
Genre Drama, Road Movie

Kritiken • SIN NOMBRE

21. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Thorsten Funke hat so seine Zweifel. "Das ist dann streckenweise in der Tat "atemberaubend, cool und sexy", flott gedreht (wenn auch nicht ganz so flott wie CITY OF GOD), leidlich spannend, mit manchmal grandios eingefangenen Bildern: die Einfahrt des Zuges in der Nacht zum Beispiel, wie ein Ungeheuer inmitten von Rauch und Licht. Aber es ist eben auch arg konventionell, folgt herkömmlichen Erzählungsbögen und jubelt dem Arthouse-Publikum elegant die ältesten Hollywoodmethoden unter. Der angeblich zentrale Realismus ist lediglich ein Mittel zur gelegentlichen Aufrauung."

29. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Michael Kohler folgt der Film "dem inneren Kompass seiner Figuren. Dazu gehört auch, dass sämtliche Hauptdarsteller eher zurückhaltend agieren und sich selbst die Mara-Szenen nicht in Gangster-Klischees ergehen. Insgesamt ist SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) ein im besten Sinne altmodischer Film. Cary Fukunagas Kameramann Adriano Goldman hat nicht auf digitalem Material, sondern auf klassischen 35mm-Film gedreht, was den Bildern ein warmes Aussehen gibt. Adriano Goldman ist zudem ein begabter Naturfilmer: Die Schönheit der von ihm eingefangenen Landschaft lässt die Gewalt der Städte nur umso schmerzlicher erscheinen."

29. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow sah ein ergreifendes Flüchtlingsdrama und grausames Bandenporträt in einem. "Lethargie, Hunger, Müdigkeit, Trauer, Momente der Lebensfreude - alles findet Platz auf der Fahrt Richtung Grenze. Die Kamera verschwindet mit den Körpern unter Zeltplanen im Regen, sie ist ihnen nahe, ohne sie zu entblößen, dann wieder fängt sie gewaltige Himmels-Panoramen ein. Unter diesen Reisenden aus Not wird SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) mitsamt seinem melancholischen Soundtrack zur bleibenden Parabel für das Drama der Emigration."

29. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Der Spiegel

Martin Wolf reagiert auf die amerikanische Kritik zum Film. SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) ist "ein Spielfilm, kein Leitartikel. Cary Fukunaga beobachtet, er kommentiert nicht. Sein Film dürfte auch solche Zuschauer für das Schicksal von Flüchtlingen sensibilisieren, die keine Jahresberichte von Menschenrechtsorganisationen lesen."

28. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • gunnargeller.de

Ganz großes Kino sag Gunnar Gellar. "Das Packende ist nicht nur dem effektiv konstruierten Plot, der geschickten Regie, der glaubhaften Darstellung oder dem wunderbaren, ganz konventionell eingesetzten Score von Marcelo Zarvos geschuldet, sondern vor allem auch dem Realismus ... SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) ist kein Sozialdrama, der Film ist perfekte Unterhaltung. Das Elend der Emigranten wie die Tätowierungen der Gangboys, sie liefern beeindruckende Bilder und erfüllen ihre Funktion für Atmosphäre und Handlung. Mehr nicht."

28. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • epd-film

Ulrike Mattern entdeckt Vorbilder. "Der Einfluss erfolgreicher Filme wie Amores Perros ist spürbar und wird auf Seite der Produzenten durch Amy Kaufman, Gael Garcia Bernal und Diego Luna bestärkt. In der Kameraführung und beim Schnitt favorisiert dieses bemerkenswerte Spielfilmdebüt, das beim Sundance Festival 2009 mit den Preisen für die beste Kamera und beste Regie ausgezeichnet wurde, jedoch einen kontemplativen Stil, der in seiner Konzentration auf die Landschaft und die Fortbewegung in dieser (per Zug, Auto oder zu Fuß) in der Tradition des Roadmovies oder Westerns steht."

28. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • texte zum Film

"Im Unterschied zur hohen Schnittfrequenz und den unruhigen, mit wackeliger Handkamera aufgenommenen Bildern von CITY OF GOD oder auch von José Padilhas TROPA DE ELITA fällt an SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) die ruhigere, sehr klassische Kameraführung auf, die bestechende Aufnahme liefert. Insbesondere die Filmmusik überzeugt mit ihrer Mischung aus fetzigem Rap und ruhigen Passagen, die freilich das allzu Folkloristische vermeiden. Obwohl auch deshalb atmosphärisch weniger dicht, weil sich das von Regisseur Cary Fukunaga selbst verfasste Drehbuch mitunter konstruiert ausnimmt, hat Fukunagas Spielfilmdebüt mit Fernando Meirelles’ CITY OF GOD den halbdokumentarischen Ansatz gemeinsam, die SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) eine ausgesprochene Authentizität verleiht."

28. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer fragt nach der Verhältnismäßigkeit seiner Mittel. "Der Film bleibt, was den weiteren Fortgang angeht, voll und ganz auf dem Gleis, auf den Cary Fukanaga ihn gesetzt hat. Für SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) spricht, dass er sich an keiner Stelle dem elendstouristischen Zynismus eines SLUMDOG MILLIONÄR (SLUMDOG MILLIONÄR Trailer) oder CITY OF GOD nähert. Man wird ihm aber sehr wohl vorhalten können, dass er das geschilderte Elend - und damit etwas per se Ungenießbares - allzu geschmackvoll genießbar macht. Es ist nur folgerichtig, dass sein nächstes Projekt dann die Hollywood-Literaturverfilmung JANE EYRE sein wird."

27. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala werden die Mafia-Riten mit dokumentarischer Aufmerksamkeit inszeniert: nüchtern, ohne Pathos, aber auch ohne Ekel. "Die schwarze Moral: Wer überleben will, muss den Schutz einer Gang suchen, sich ihrem Regelwerk unterwerfen und früher oder später zum Mörder werden. Wer dagegen rebelliert, ist verloren. Vor acht Jahren hat der Brasilianer Fernando Meirelles in CITY OF GOD eine mitreißende Hymne auf den trotzigen Lebenswillen dieser so kaputten Jugend angestimmt. SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) ist, als leise Antwort darauf, ungleich schmerzhafter."

26. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Film-Dienst

Julia Teichmann sieht die Schönheit im Elend: "Hier ist SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) ein Road Movie mit außergewöhnlichem, sehr filmischem Setting: Die atemberaubenden Bilder der vorüberziehenden Landschaften stehen in Kontrast zum Elend auf dem Zugdach und links und rechts der Gleise, zur Verzweiflung der Menschen, die von nichts anderem träumen, als dieser Welt zu entrinnen – für ein Leben in den hispanischen Enklaven US-amerikanischer Großstädte, das wohl kaum zwangsläufig eine bessere Zukunft verheißt."

23. April 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • schnitt.de

Ein beeindruckendes Regiedebut laut Carsten Happe: "In bestechenden Bildkompositionen und mit furiosen Schnittfolgen, deren Souveränität zu keiner Sekunde erahnen läßt, daß Sin Nombre (Sin Nombre Trailer) sein Regiedebüt ist, begleitet Fukunaga die Reise der Flüchtlinge, die sie im übertragenen wie im Wortsinn bis an die Grenze führt. Seine im Grunde einfache und linear erzählte Geschichte erhält in ihrer bitteren Konsequenz fast universellen Charakter".

11. März 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Das Manifest

Florian Lieb schaut auf die Protagonisten. "Beide zusammen stellen ein gefälliges Paar dar, stets eingebettet von Adriano Goldmans wunderschönen Bildern, die entgegen dem aktuellen Trend nicht einer HD-Kamera entstammen, sondern klassisch auf 35 mm gedreht wurden. Wie gekonnt Cary Fukunaga die beiden Handlungsstränge miteinander verwebt und sie schließlich in ständiger Fortbewegung der Kulisse gelungen zu einem Ende bringt, zeugt von Talent. Es wundert daher nicht, dass er mit JANE EYRE, der Adaption von Charlotte Brontës Roman den Sprung nach Hollywood bereits geschafft hat. Mit SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) ist ihm ein beeindruckender Debütfilm gelungen, sowohl auf visueller wie narrativer Ebene. Sin palabras. Ohne Worte."

02. März 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • programmkino.de

Gary Rohweder sah "eine bewegende Immigrantengeschichte in der Erzählform eines Roadmovies. In direkter Tradition des neuen lateinamerikanischen Independent-Kinos, zeigt Cary Fukunaga die raue Wirklichkeit einer kompromisslosen und durch Gewalt geprägten Welt - gedreht an Originalschauplätzen in Mexiko. Vergleiche mit AMORES PERROS - VON HUNDEN UND MENSCHEN und CITY OF GOD drängen sich auf und doch ist dieser Film ganz anders. Ein intensives und schonungsloses Regiedebüt voller Poesie. Eindrucksvoll gespielt, wunderschön gefilmt und mit stimmungsvoller Musik untermalt. Eine rundum gelungene Inszenierung."

01. März 2010 | SIN NOMBRE • Kritik • Sin Nombre

Überblick zum Film auf moviepilot.de

02. Oktober 2009 | SIN NOMBRE • Kritik • filmsprung.ch

"Unerschrocken und unerbittlich werden die Hauptfiguren in dieses Elend geworfen. Regisseur und Drehbuchautor Cary Fukunaga, der in seiner Filmografie auch vielfach als Kameramann aufgeführt ist, erzählt die Geschichte in imposanten, teilweise geradezu grandiosen Bildern. Besonders die wunderschönen Aufnahmen von der Zugreise heben sich auf berührende Weise vom Elend der Migranten ab. Auch die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen."

01. Oktober 2009 | SIN NOMBRE • Kritik • cineast.ch

"Was SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) aber zu einem wirklich packenden Thriller macht ist das von ihm aufgeworfene Weltbild, das bisweilen gar dystopische Züge annimmt (aber ohne jemals realitätsfremd zu wirken). Das liegt nicht nur an der bahnbrechenden Kameraarbeit von Adriano Goldman, der den von Migranten belagerten Zugterminal in Tapachula als apokalyptischen und anarchischen Schauplatz ästhetisiert, sondern auch an der Reichweite der Gefahr, in der sich Casper und Sayra befinden."

15. September 2009 | SIN NOMBRE • Kritik • Der Spiegel

Der Glaube, etwas Besseres als den Tod finden zu können, treibt die Figuren, schreibt Lars-Olav Beier. "Je länger diese Reise dauert, desto besser versteht der Zuschauer, warum die beiden kein anderes Ziel haben können als die Vereinigten Staaten. SIN NOMBRE (SIN NOMBRE Trailer) muss das Elend nicht inszenieren, es reicht, wenn er es passiert, wenn er vom Dach des Zuges den Blick schweifen lässt und keinen Hoffnungsschimmer entdecken kann."

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