Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

NANGA PARBAT

NANGA PARBAT

Regie Joseph Vilsmaier
Kinostart 14.01.2010

Kritiken • NANGA PARBAT

02. Dezember 2009 | NANGA PARBAT • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler schaut genau auf die Umsetzung. "Joseph Vilsmaier drehte die teilweise atemberaubenden Panoramaansichten des Berges an Originalschauplätzen, ein ungeheurer organisatorischer wie materieller Aufwand. Demgegenüber stehen die in Studiokulissen und in den Alpen entstandenen Storyelemente. Die Spannung zwischen diesen Bildtypen löst die Montage äußerst eindimensional auf: Panorama – Halbtotale – Panorama. ... [Man spürt] Joseph Vilsmaiers Ehrerbietung dem Berg gegenüber, die von den dezent vergniedelten Gitarrenklängen Gustavo Santaolallas noch unterstrichen wird. NANGA PARBAT (NANGA PARBAT Trailer) ist ein Altherrenvergnügen, ein Film für Männer, die in ihre Arbeitszimmer Satellitenaufnahmen der Antarktis hängen und von Bergeseinsamkeit träumen."

14. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling schreibt über Langeweile aus Bilderpomp und stockender Handlung. "Gewiss, Berge kommen immer gut: Berge in der Sonne, Berge in der Nacht, Berge von oben, Berge von der Seite, Berge aus der Ferne, Berge aus der Nähe. Man wird in regelmäßigen Abständen beeindruckt; eine dramaturgische Ordnung der Panoramen teilt sich indes nicht mit."

14. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord ist enttäuscht. NANGA PARBAT (NANGA PARBAT Trailer) "interessiert sich wenig für die Details; der Film schmiegt sich an Messners Sichtweise, was naheliegt, da der Südtiroler Bergsteiger dem Regisseur als Berater zur Seite stand. Vor allem erweckt NANGA PARBAT (NANGA PARBAT Trailer) den Eindruck, dass es auf 8.000 Höhenmetern kalt, windig und ungemütlich ist. Weil es meistens schneit und stürmt, kann man nicht besonders gut sehen. Der Wechsel von der Panorama- zur Halbtotale, vom Berg zu den Figuren gerät eintönig, und diese Eintönigkeit wird umso größer, je häufiger Joseph Vilsmaier Luftaufnahmen des Achttausenders verwendet, um Erhabenheit zu suggerieren."

12. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • Der Tagesspiegel

Nanga Parbat (Nanga Parbat Trailer) ist nicht der wuchtige Bergfilm geworden, der er hätte werden können, kritisiert Kai Müller. "Joseph Vilsmaier zeigt kein Gespür für die epische Tiefe des Stoffes, die Christoph Ransmayr in "Der fliegende Berg" zu einem bildmächtigen Langgedicht inspiriert hatte. Der bayrische Regisseur zerfasert die Handlung durch zeitliche Sprünge, und dass viele Szenen in einem Kühlhaus nachgestellt werden, ist der Erfahrung des Ausgesetztseins auch eher abträglich."

12. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • br-online.de

Walli Müller entdeckt eine bemühte Kain- und Abel-Metaphorik. "Geschichte und Bilder bannen – auch wenn sich Joseph Vilsmaier mal wieder ein gar zu plakatives Drehbuch zurecht schreiben ließ. Ob der Pfarrer in der Kirche gleich zu Beginn von den Brüdern Kain und Abel predigt oder der eine Messner-Bruder hoch oben auf dem Gipfel des Heiligkreuzkofels dem anderen prophezeit: "Irgendwann wirst Dich umbringen – und mich mit!" Jeder Satz muss hier bedeutungsvoll sein und Künftiges vorwegnehmen. Imposante Bergbilder, hoch dramatische Story – und zumindest ansatzweise eine psychologische Erklärung des Mannes, der Reinhold Messner heute ist. Wer's vorher noch nicht getan hat, könnte durch den Film glatt animiert werden, mal ein Buch von ihm in die Hand zu nehmen - sogar als Nicht-Bergsteiger."

12. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • schnitt.de

Unweigerlich zu fesseln vermag die Erzählweise des Films (zumindest den Nichtbergsteiger) und Daniel Albers "leider nicht durchgehend, zu langatmig und ereignisarm sind die diversen raumgreifenden Auf- und Abstiegsphasen inszeniert. Überaus beeindruckend – wie von einem Joseph Vilsmaier-Film nicht anders zu erwarten – sind allerdings die großartigen Bilder der gigantischen Bergwelt des Himalaya, die unter anderem durch atemberaubende Kamerafahrten als bedrohlich und gleichzeitig wunderschön präsentiert wird."

11. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • Der Westen

Arnold Hohmann ist enttäuscht. "Weder Florian Stetter als Reinhold noch Andreas Tobias als Günther erhalten Gelegenheit, ihren Figuren so etwas wie Tiefe zu geben - über die Typisierung als risikobereiter Einzelgänger oder ewiger Zweiter geht es da kaum hinaus. Allein Karl Markovics schafft es, seinem Herligkoffer interessante Konturen zu geben, wobei er sich gegen die Verteufelung stemmt, die ihm das Drehbuch zugedacht hat. Stattdessen erleben wir einen seltsam gestrigen Menschen, der Mannschaftsgeist und hierarchische Strukturen verteidigt, tatsächlich aber wohl seine innere Verzagtheit kaschieren will."

10. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • br-online.de

Bildgewaltig, aber nicht klischeefrei ist Nanga Parbat (Nanga Parbat Trailer) für Gebhard Hölzl. "Bedauerlicherweise bleibt das echte filmische Drama etwas im Ansatz stecken. Die beiden Schwerpunkte, die komplexe Beziehung zwischen den Brüdern und Reinholds schwieriges Verhältnis zu Herrligkoffer, werden nicht entsprechend beleuchtet. Vor allem aber können die Zuschauer die Schwierigkeiten des Bergsteigerhandwerks nur wenig nachvollziehen. Verwandte Filme wie AM LIMIT mit den Huber-"Buam" oder der Dokumentarfilm STURZ INS LEERE über eine Bergrettung in den Anden waren da aufschlussreicher."

10. Januar 2010 | NANGA PARBAT • Kritik • film-dienst

Was macht Joseph Vilsmaier aus dem Brüderdrama, fragt sich Michael Kohler. "Nicht mehr als das von ihm gewohnte Bauerntheater mit knarzenden Dielen und ebensolchen Charakteren. Selbst als Kameramann bleibt er hinter den Erwartungen zurück. Das Wenigste, was man von einem Bergfilm erwarten kann, ist ein Gefühl für die Erhabenheit der Bergwelt und für die Gefahren der so genannten Todeszone. An Joseph Vilsmaiers NANGA PARBAT (NANGA PARBAT Trailer) stellt sich beides zu keinem Zeitpunkt ein. Einige Panoramablicke sollen während des Vorspanns Eindruck schinden, danach sehen die mächtigen Hänge des Himalaya-Gebirges wie eine von Atemwölkchen umwehte Studiokulisse aus."

22. November 2009 | NANGA PARBAT • Kritik • filmrezensionen

Frederik Schlenk kann dem Film nicht viel abgewinnen. Der Regisseur "stellt das "Drama" des Überlebenskampfes am Berg völlig unkritisch als Auflehnung des höheren, aufstrebenden Individuums gegen die Niedrigkeit des bloß zählbaren Kollektiverfolgs dar. Anders gesagt, er versäumt es, seinen filmischen Beitrag zur längst überfälligen Auflösung des antiquierten Mythos vom zielstrebigen Einzelkämpfer zu leisten, der sein Überleben in eisigen Höhen nur aus eigener Kraft zu sichern - oder unterzugehen habe. (Eine Alternative, die Messner auch heute noch gerne vertritt, wenn er vom "schmalen Grat zwischen Durchkommen und Umkommen" spricht, auf dem wahres Bergsteigertum balanciere.)"

01. November 2009 | NANGA PARBAT • Kritik • Nanga Parbat auf moviepilot

Übersicht zum Film mit Bewertungen, Kommentaren und News.

01. November 2009 | NANGA PARBAT • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

31. März 2009 | NANGA PARBAT • Kritik • Der Tagesspiegel

Kai Müller schreibt über die Hintergründe.

| NANGA PARBAT • Kritik • epd-film

Birgit Roschy kann nichts Gutes entdecken. "Uninspiriert, ja lieblos, ist leider die Darstellung des Bergsteigerhandwerks selbst, das etwa in NORDWAND (NORDWAND Trailer), obgleich größtenteils im Studio gedreht, weit anschaulicher wird. Wer wann wohin (ganz zu schweigen warum) klettert, bleibt relativ unklar; auch das Bergpanorama ist trotz Himalaja-Originaldrehorten nicht besonders atemberaubend. Plakativ sind dagegen die Charaktere: hie der verknöcherte Herrligkoffer (Karl Markovics), noch ganz in Nazirhetorik verhaftet, dort der charismatische Freigeist Messner, der einen Hauch von 68er in das verkniffene Team bringt."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,83118