| Regie | Leander Haußmann |
| Kinostart | 24.12.2009 |
Für Robert Zimmermann kommt DINOSAURIER (
) "nicht so richtig in Fahrt und bleibt eine Aneinanderreihung von recht entschleunigten Gags einschließlich offenbar unvermeidbarer Ekel-Lacher um Ingrid van Bergens künstliches Gebiss. Das ist bedauerlich, weil in der gleichförmigen Nummernrevue aus Slapstick und Brachialklamauk andere gelungene Akzente nahezu untergehen: So schafft Daniel Brühl mit dem Bankkarrieristen Hardmann eine Figur, die über die bloße satirische Überspitzung weit hinausgeht. Hardmann selbst scheitert an seinem fanatischen Übereifer, mit welchem er die Interessen der Bank vertritt. Am Ende sind es nicht die Alten, sondern der Junge, der selbst zum Opfer eines menschenunwürdigen Systems wird. Beinahe auf der Strecke bleibt auch die fein gezeichnete Melancholie, die alle Altstars abseits ihres selbstironisch überzogenen, chargierenden Spiels wunderbar vermitteln."
Derben Spott und provokative Regie hat Margret Koehler ausgemacht. "Manchmal ist der Humor grenzwertig und nicht gerade fein, Gebissklau und Tod bei Vertragsunterzeichnung sind schon sehr klamottig. Ansonsten amüsieren die älteren Herrschaften, wenn sie sich selbst und ihre Zipperlein auf die Schippe nehmen. Leander Haußmann überspannt ab und an den Bogen, als möchte er austarieren, wie weit er gehen darf und wie er das Feuilleton zur Weißglut bringen kann. Ganz nebenbei poltert er noch gegen Spekulanten und Banker und lässt diese verrottete Spezies das Spiel um Grund und Geld verlieren, was nicht nur den Leidtragenden im Film großen Spaß macht."
Laut Thomas Volkmann greift der Regisseur "auf einen Katalog altersspezifischer Gags zurück. Man muss sich allerdings fragen, wen Leander Haußmann hier ins Kino locken will: ein jüngeres Publikum, das Darsteller wie Walter Giller, Nadja Tiller und Ralf Wolter gar nicht kennt? - ganz gewiss nicht. Vielleicht hat deshalb Benno Fürmann einen Miniauftritt mit kurzer Rauscherfahrung erhalten. Wie dem auch sei: der Kampf der renitenten Rentner gegen das mächtige Kapital hat nette, wenngleich nicht überbordend komische Momente. Zu hohe Renditeerwartungen aber dürften nicht gegeben sein."
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