| Regie | Bart Freundlich |
| Kinostart | 31.12.2009 |
Mit solidem Handwerk weiß Regisseur und Drehbuchautor Bart Freundlich einen kontinuierlichen, verhältnismäßig gemächlichen Fluss aus Standardsituationen des Genres zu schaffen, findet Frédéric Jaeger. Er "setzt auf dezente Höhepunkte, wohl dosierten physischen Humor, ein wenig derbe Zoten und jede Menge Romantik. Kurz vor Schluss von LIEBER VERLIEBT (
) führt er in einer minutenlangen Montagesequenz die Möglichkeiten des Mediums vor: Fünf Jahre im Leben der Protagonisten werden zusammengefasst, wichtige Stationen, Entwicklungen und viel Atmosphäre. Da werden ausdrucksstarke Motive und Klischees verwendet, doch auch hier: eines Konfliktes, wie ihn ein Drehbuch schreibt, bedarf es nicht."
Für Martin Schwickert erweist sich die "romantische Komödie in ihrer zentralen These als dysfunktionales Unternehmen. Das ist bedauerlich, denn LIEBER VERLIEBT (
) hat Qualitäten, die man in diesem Genre oft schmerzlich vermisst. Die Dialoge sind geradlinig und temporeich. Mit Geschlechterklischees wird kreativ gespielt, ohne daraus einen Bekenntniszwang abzuleiten. Würde LIEBER VERLIEBT (
) sein Thema ein wenig radikaler formulieren, hätte daraus durchaus eine romantische Komödie mit Biss werden können."
Anke Westphal hätte mehr erwartet. "Die Konstellation Karrierefrau und Hausmann steht leider nicht weiter zur Debatte. Statt dessen wird die Altersfrage bemüht sowie die Klamotte. Und so quält sich Catherine Zeta-Jones, die man im Kino nur mehr gelegentlich noch sieht, beispielsweise durch ein Date mit einem Chiropraktiker, der so entspannt ist in punkto Körper, dass er sich neben der Schönen entleert. Wer Fäkalien-bezogene Geräusche lustig findet, bitte sehr."
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