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TRIFF DIE ELISABETHS!

TRIFF DIE ELISABETHS!

Regie Lucien Jean-Baptiste
Kinostart 31.12.2009

Kritiken • TRIFF DIE ELISABETHS!

28. Oktober 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Robert Zimmermann entdeckt Spannung in dem Film. "Das Besondere an TRIFF DIE ELISABETHS! (TRIFF DIE ELISABETHS! Trailer) ist, dass die Figurenzeichnung nicht karikierend wirkt, sondern die Protagonisten sämtlich ernst nimmt. Die aufkommende Komik entwickelt sich zum einen aus dem Kontext der Handlung zur Grundidee selbst, aus situativen Arrangements sowie aus dezenten politischen Subtexten, etwa wenn Manon bei einem Gesangswettbewerb als einziges schwarzes Mädchen "Ma France" des linken Chansonniers Jean Ferrat intoniert. Frei von Agitation oder behaupteten Verallgemeinerungen lässt der Film die Probleme von Integration und Rassismus, von Ressentiments und Vorurteilen mittelbar und dezent auf die handelnden Figuren einwirken. Hieraus gewinnt er seine unaufgesetzte und leise Komik mit leicht tragischer Note."

31. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Christina Bylow zeigt der Regisseur verschiedene Anpassungsstrategien. "Lucien Jean-Baptiste hat eine Komödie gedreht, in der das Thema "Menschen an Orten, wo man sie nicht erwartet" in allen Varianten und Tonarten durchspielt wird. Mal sarkastisch, mal übermütig, mal heiter, und immer wieder auch mit jener Traurigkeit, die in allen guten Komödien mitschwingt. Denn natürlich ist es nicht komisch, dass ein Skiurlaub für eine Familie aus einer Trabantenstadt an der Peripherie von Paris unerschwinglich ist. Weil diese Familie auch noch schwarz ist, erscheint allein der Gedanke daran schon absurd."

31. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich ist begeistert. "Der Film ist in Frankreich ein Hit. Zu Recht – denn er kombiniert gekonnt und amüsant die Versatzstücke seiner Vorläufer: Auch hier geht es um regionale Unterschiede, um Schwarze im Schnee und Großstädter in der Provinz. Dazu kommt der Kontrast zwischen der Banlieue-Unterschicht mit Migrationshintergrund und den Weißen in den reichen Savoyer Alpen-Resorts."

31. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • Neues Deutschland

Dieser Film ist ein einziger Witz, konstatiert Caroline M. Buck. "Ein Witz über die Schwierigkeit, einen Schwarzen im dunklen Anorak des Nachts in der Dunkelheit zu orten. Ein Witz über die auch nicht geringere Schwierigkeit, einen Weißen wiederzufinden, der sich im Schnee verloren hat. Ein Witz über eine Familie karibischer Schwarzer im Schnee, in einer Umgebung, in der ihr in Eis und Schnee alle überlebenswichtigen technischen Fähigkeiten und sozialen Koordinaten abhanden kommen, in die sie von Haus aus nicht gehört, in der sie auffällt wie ein Pfau beim Radschlag. »Fünf Schwarze im Schnee« wäre ein echter Alternativtitel für das Regie-Debüt des auf Martinique geborenen Franzosen Lucien Jean-Baptiste, aber das klang dann wohl doch zu schräg, also lautet der deutsche Verleihtitel nun ebenso kryptisch wie brav TRIFF DIE ELISABETHS! (TRIFF DIE ELISABETHS! Trailer)."

30. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • Frankfurter Rundschau

Viel Klamauk hat Michael Kohler gesehen. "Mit dem französischen Erfolgsfilm TRIFF DIE ELISABETHS! (TRIFF DIE ELISABETHS! Trailer) kommt das Croissant unter den Culture-Clash-Komödien in unsere Kinos: sehr luftig, nicht gerade nahrhaft, aber erstaunlich gut bekömmlich. ... Originell ist das nicht, aber es hat etwas angenehm Einlullendes, wie Jagertee oder die Heizung auf der Skihütte. Für einen Debütanten beherrscht Jean-Baptiste die Schussfahrt in den gehobenen Klamauk schon ziemlich gut."

02. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • br-online.de

Karikaturen, Klamauk und verpasste Chancen hat Margret Koehler ausgemacht. Der Regisseur "lässt sich von eigenen Erfahrungen inspirieren. Er schrieb sich die Rolle des mit einer weißen Französin verheirateten dunkelhäutigen Familienvaters auf den Leib, leider nur eine Karikatur. Ein Klischee folgt dem nächsten, der fröhliche Schwarze, die verbissenen weißen Chalet-Vermieter, die dann doch ihr Herz für Kind und Kegel entdecken, die netten Bergbewohner, die zwar ein bisschen rassistisch sind, aber eben nur ein bisschen und bald mit dem farbigen Neuzugang ein Gläschen nach dem anderen trinken. Weit weg von Alltagsrealität und ernst zu nehmender Sozialkritik bleiben nur fünf Schwarze im Schnee. Das macht sich gut, aber nur optisch."

01. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • programmkino.de

Norbert Raffelsiefen ist durchaus angetan. Dem Regisseur "das Kunststück, die Figuren immer wieder in komische Situationen zu hieven, bei allem Spaß und Slapstick aber nie Karikaturen aus ihnen zu machen. So lacht man als Zuschauer mit und nicht über die Elisabeths. Ähnlich wie beim Komödienklassiker COOL RUNNINGS, wo die Abenteuer der jamaikanischen Bobpiloten auf der Eisbahn von Calgary auch deshalb beim Publikum so gut ankamen, weil sie jenseits des "cultur clash" auch ganz universell eine Geschichte über Mut erzählen. Courage, die jeder braucht, der das Abenteuer wagt, etwas Neues und Unerwartetes auszuprobieren."

01. Dezember 2009 | TRIFF DIE ELISABETHS! • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns ist es problematisch "wie sich jedes Problem, dass sich Jean-Gabriel in den Weg stellt, als letztlich irrelevant erweist, dass sich seine Leichtlebigkeit, sein unverantwortliches Verhalten letztlich in Luft auflöst. Natürlich ist dieser Film nicht mehr als eine harmlose Komödie, doch von einem Film, der dezidiert das schwierige Verhältnis der weißen Franzosen, mit einer dunkelhäutigen, von den Antillen stammenden Familie thematisiert, hätte man sich eine etwas weniger märchenhafte Darstellung gewünscht."

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