| Regie | Walt Becker |
| Kinostart | 14.01.2010 |
Alexandra Seitz ist OLD DOGS (
) eine Massenkarambolage von Klischees aller Art. "Klischeefiguren in Klischeesituationen machen Klischeewitze. Ohne Exkremente im Gesicht und Schläge in die Weichteile, ohne Schmerz und Erniedrigung geht in solchen brachialhumoristischen Veranstaltungen gar nichts. Das mag der Grund dafür sein, dass Walt Becker, der ein Drehbuch von David Diamond und David Weissman verfilmt, atemlos von Abstrusität zu Albernheit, von Klamauk zu Häme und wieder zurück hetzt, ohne sich auch nur im geringsten um Dramaturgie, Plausibilität oder gar Sinnhaftigkeit zu kümmern."
Daniel Sander sah alte Säcke ohne Saft. "Das Schlimmste daran ist, dass Robin Williams und John Travolta sich nicht mal Mühe zu geben scheinen, das Ganze mit etwas Energie und Einsatz aufzupeppen. Wie auf Autopilot wandeln die beiden durch ihre Szenen, beinahe träge, und stellen dem Film ein eher begrenztes Repertoire an Gesichtsausdrücken zur Verfügung. Dass das nicht reicht, muss auch Regisseur Walt Becker aufgefallen sein, denn immer wieder schneidet er auf Charlies Hund, wenn gerade etwas Amüsantes passiert sein soll - als könne dessen Mimik besser vermitteln, dass das Publikum jetzt bitte lachen soll."
n einer Hinsicht ist Regisseur Walt Becker zweifellos am Puls der Zeit, meint Nicky Schaefer: "mit dem Thema Alter. Nur beweisen die Herren Walt Becker, John Travolta und Robin Williams mit dem Film vor allem eins – nämlich dass sie selber zum alten Eisen gehören. Schon BORN TO BE WILD - SAUMäßIG UNTERWEGS (
) war ja ein Film, in dem es um das Thema Alter ging. Vielleicht war dieses Vorgängermodell (ebenfalls aus dem Hause Disney bzw. Touchstone) nicht ganz so abstossend wie OLD DOGS (
), aber man muss sich schon fragen, weshalb Disney in diesen Steinzeithumor (Stichwort "Gender") investiert."
Gebhard Hölzl sah ein typisches Disney-Märchen. "So landen Golfbälle in männlichen Weichteilen, gehen Holzbüsten in Flammen auf und mutiert ein Frisbeespiel zum knallharten, dem American Football verwandten Vollkontaktsport. Wer auf diese Art Klamauk und Slapstick steht, der wird bestens bedient."
"Freunde unkomplizierten Brachialhumors dürfen sich in einer ganzen Serie von Krachwumm-Szenen unablässig auf die Schenkel klopfen, aber es könnte sein, dass sogar ihnen angesichts des nahezu ununterbrochenen GagFeuerwerks irgendwann das Lachen vergeht", schreibt Jens Hinrichsen.
Jean Lüdeke nennt die Ingredienzien dieser Komödie: "genretüchtige Slapstick, unfreiwillige Komik und ein Sack voller schlüpfriger Sprüche. Gezündet wird dieses zirzensische Feuerwerk aber hauptsächlich durch die beiden Protagonisten Robin Williams und John Travolta als zwei ergraute Mittfünfziger, die konträrer kaum sein können."
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