WIE WEIT NOCH?

film-zeit Film: WIE WEIT NOCH?
Regie Tania Hermida
Kinostart 29.10.2009
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Inhalt • WIE WEIT NOCH?

Zwei junge Frauen sind unterwegs nach Cuenca, der Gartenstadt im Süden von Equador. Esperanza kommt aus Spanien und will mit dem "Lonely Planet" im Rucksack eine andere Welt entdecken. Teresa lebt in Quito, der Hauptstadt, und mag es nicht, wenn man ihr Land nur in jenen Klischees betrachtet. Sie ist unterwegs, um ihren Freund in Cuenca daran zu hindern, eine andere Frau zu heiraten. Der Zufall bringt die beiden jungen Frauen im Bus zusammen. Unterwegs lernen sie sich und zwei sehr unterschiedliche Männer kennen...

Kritiken • WIE WEIT NOCH?

25. Oktober 2009 | Kritik • film-dienst

Katharina Zeckau hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Dramaturgisch und inszenatorisch wirkt der Film, der in Ecuador ein großer Erfolg war, mitunter etwas holprig, aber immer authentisch. Die feine Beobachtung alltäglicher Begebenheiten und ein leiser Humor prägen ihm. Unterstrichen wird dieser Eindruck des "Echten" und fast dokumentarisch Anmutenden auch durch den regional stimmigen Score aus Gitarren- und Pianoklängen sowie durch Bilder, die die Schönheit Ecuadors einfangen, ohne sie auf Postkartenansichten zu reduzieren. Absolut entbehrlich wären jedoch die enervierenden Off-Kommentare gewesen, mit denen die zentralen Figuren und Orte im Stile eines Lexikons oder Reiseführers eingeführt werden. Schade, dass Tania Hermida hier nicht auf ihre erzählerische Kraft vertraut hat."

20. Oktober 2009 | Kritik • cineman

Auch wenn es laut David Siems "den Schauspielern nicht immer gelingt, das unbändige Gefühl des Fernwehs und Sich-treiben-lassens glaubhaft darzustellen, so wird man mit pittoresken Aufnahmen von Ecuadors Andenkulisse entschädigt, die beim Publikum den einen oder anderen Seufzer hervorrufen dürfte. Mit reichlich komödiantischen Ingredienzien versehen, ist WIE WEIT NOCH? aber auch ein Film über die Missverständnisse zwischen Europa und Lateinamerika, oder genauer gesagt, Spanien und dem einst kolonialisierten Ecuador. Wenn der Taxifahrer sich noch immer beschwert, die Eroberer seien Schuld an seinem miesen Gehalt, dann zeugt das durchaus von bissiger Ironie."

02. Oktober 2009 | Kritik • nahaufnahme.ch

Garabet Gül hat sich gern an die (diskreten) humorvollen Seiten, die vor allem durch den Charakter von Jesus geprägt sind, erinnert. "Eine persönliche Handschrift hingegen ist nicht wirklich zu erkennen. Vielleicht am ehesten dort, wo die Biographien der Charaktere bei ihrem ersten Auftreten durch eine Stimme aus dem Off dem Zuschauer mitgeteilt werden, so detailliert, dass man dabei erfährt, wann die beiden Frauen ihre ersten Blutungen und die Herren ihre ersten Ejakulationen hatten."

02. Oktober 2009 | Kritik • students.ch

Sonja Stucki führt ein Interview mit der Regisseurin und schreibt zum Film: "Da WIE WEIT NOCH? ein realistisches Bild des Andenlandes samt seiner landschaftlichen Schönheit und seinen politischen Problemen vermittelt, ohne je etwas Schönmalen zu wollen, erweist sich der Film für jedermann als interessant. Die poetisch anmutende Erfassung der Landschaft und die unkomplizierte und ehrliche Art der drei Reisenden verleihen dem Film eine sehr persönliche Note, welche wohl manchen Zuschauer emotionell berühren und zum Nachdenken anregen wird."

01. Oktober 2009 | Kritik • filmz.de

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