Inhalt • AJAMI
In Ajami, einem Vorort von Jaffa leben seit langem Verfeindete als Nachbarn auf engstem Raum zusammen. Auch Omar, der sich unsterblich in die junge Hadir verliebt hat, wird von dieser Wirklichkeit eingeholt, als seine Familie in einen blutigen Streit mit einer der mächtigsten arabischen Familien gerät, weil sie sich weigert Schutzgeld zu zahlen. Omar selbst gerät in die Schußlinie, als der Clan grausame Rache schwört. Als Ausweg bleibt ihm nur, sich und seine Familie mit einer riesigen Summer freizukaufen.
Kritik • AJAMI • 05. März 2010 • film-dienst
Hans Messias erlebte einige "Irritationen. AJAMI (
) ist ein Film mit Langzeitwirkung, der zwar keine politische Partei ergreift, sich aber in seiner Haltung klar positioniert: Er schärft den Blick für politische und soziale Verhältnisse, gerade weil er Einzelschicksale in den Mittelpunkt stellt, keine Sympathien verteilt, keine Klischees erfüllt und keine verallgemeinernde Analyse der politischen Situation im Nahen Osten versucht. Stattdessen entwickelt er eine nahezu klassische Tragödie, die von einer übergroßen Schuld erzählt, in deren Sog es keine Zeit für Sühne zu geben scheint."