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DEFAMATION

DEFAMATION

Regie Yoav Shamir
Kinostart 26.08.2010

Kritiken • DEFAMATION

26. August 2010 | DEFAMATION • Kritik • Der Freitag

Andreas Busche hat etwas mehr erwartet. "So dauert es eine frustrierende Dreiviertelstunde, bis DEFAMATION (DEFAMATION Trailer) zum eigentlichen Kern der Problematik vordringt: dem aktuellen Israel-Palästina-Konflikt und dem Verhältnis von Antisemitismus und Antizionismus. Aber auch hier prallen die Meinungen mit ideologischer Inbrunst aufeinander. Yoav Shamir fungiert weder als Vermittler noch als Interpret, seine Feldforschungen führen ihn nicht einmal in den Gaza-Streifen. Er hätte dort reichlich Anschauungsmaterial gefunden."

26. August 2010 | DEFAMATION • Kritik • schnitt.de

Sven Lohmann wirft dem Regisseur Verharmlosung vor: "Er läßt den wirren Rassismus eines Horst Mahler ebenso außenvor wie Schweine und Affen im arabischen Fernsehen; auch sind die völlig unterschiedlichen Ursachen oder die historische Dimension von Judenfeindlichkeit nicht sein Interesse. Yoav Shamir will sich ausschließlich an die eigene Nase fassen und verfolgt – dafür mit Hartnäckigkeit – seine Frage, ob mit dem heutigen Kampf gegen Antisemitismus eigentlich allen Juden gedient ist, oder nur dem rechten politischen Interessenlage."

26. August 2010 | DEFAMATION • Kritik • Neues Deutschland

Caroline M. Buck bilanziert: "Am Ende eines Films, der seine Fragestellung mit Humor angeht, ohne ihren Ernst aus dem Blick zu verlieren, steht Yoav Shamirs Fazit: Die Bedrohung ist real, aber sie wird auch gern instrumentalisiert. Wenn die Vertreter der ADL in Osteuropa von Staatsoberhäuptern empfangen werden, geschieht das, weil man sich von guten Kontakten zur ADL gute Kontakte nach Washington verspricht. Wenn israelische Lehrer ihre Schulklassen beim Auschwitz-Besuch vor Anfeindungen durch die einheimische Bevölkerung warnen, genügen sie einerseits ihrer Sorgfaltspflicht."

15. August 2010 | DEFAMATION • Kritik • film-dienst

Josef Lederle stellt fest: "Auch wenn der Ton von Yoav Shamirs Spurensuche bisweilen ins Ironische spielt, liegt ihre Ernsthaftigkeit auf der Hand: Hier kratzt ein Filmemacher am Selbstverständnis der israelischen Gesellschaft und der weltweiten jüdischen Community. DEFAMATION (DEFAMATION Trailer) (dt: Verleumdung, Diffamierung) heißt der mutige Film deshalb nicht ohne Hintersinn, weil er lieber unangenehme Fragen stellt als Antworten sucht, die niemanden interessieren. Das Risiko, missverstanden oder von der falschen Seite sogar missbraucht zu werden, nimmt Yoav Shamir dafür billigend in Kauf."

02. August 2010 | DEFAMATION • Kritik • Film des Monats

Der Regisseur "geht dem identitätsstiftenden Phänomen des Zionismus nach und entdeckt ein lähmendes Dilemma darin, dass sich ein Staat über die furchtbaren "Schatten der Vergangenheit" definieren und sie auch über seine Zukunft legen muss. Shamir folgt seinen Protagonisten, ein bisschen wie Michael Moore – nur etwas länger: bis das Bild, das man sich gerade von ihnen gemacht hat, wieder bröckelt. Shamirs gespielte Naivität führt oft zu grotesken Szenen, die etwas gefährlich Entlastendes haben. Man wird über diesen Film streiten, ihn gegen falsche Freunde verteidigen müssen. Diese Mühe sollte man sich machen, rät die Jury der Evangelischen Filmarbeit."

01. August 2010 | DEFAMATION • Kritik • Defamation

Überblick zum Film auf moviepilot.de

21. Januar 2010 | DEFAMATION • Kritik • Der Standard

Es geht in DEFAMATION (DEFAMATION Trailer) laut Isabella Reicher "schließlich weniger um Antisemitismus als solchen, sondern mehr um die unterschiedlichsten Interessen, die Yoav Shamirs Gesprächspartner jeweils zu wahren suchen. Yoav Shamirs Unbehagen - und darüber sollten sich Relativisten und Revisionisten aller Länder klar sein - gilt einer Instrumentalisierung von Geschichte und Erfahrung und sein Film sicher nicht deren Verabschiedung."

05. Oktober 2009 | DEFAMATION • Kritik • outnow.ch

"DEFAMATION (DEFAMATION Trailer) hätte eine interessante Doku über das Thema Antisemitismus werden können, ist aber zu sehr auf Lacher und zu wenig auf Objektivität aus. Dies macht den Film zwar ziemlich unterhaltsam, aber auch recht belanglos."

06. Februar 2009 | DEFAMATION • Kritik • cargo

Bert Rebhandl schreibt: "Yoav Shamir zeigt, wie Israel als Nation sich auf diese Weise immer wieder neu findet, er zeigt aber auch, dass dieses Konzept der Rückversicherung eine psychologische Kehrseite hat: Die Aufmerksamkeit auf eigene Verwundbarkeit macht taub für das Leid von anderen."

01. Februar 2009 | DEFAMATION • Kritik • Berlinale

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