| Regie | Serdal Karaça |
| Eva Lia Reinegger | |
| Anna de Paoli | |
| Kinostart | 29.10.2009 |
Hier wird laut Sonja M. Schultz die Kirche im Dorf gelassen. Zum zweiten Film schreibt sie: "Das sprunghafte Straßenporträt will möglichst viele Stimmen und Bilder einfangen, lässt den türkenhassenden Obdachlosen, den entspannten Alt-Berliner, die Philosophiestudentin oder den Müllmann zu Wort kommen. Bei aller Fragelust springt der Film immer weiter, obwohl es zunehmend spannender wäre, diesen Ort der widersprüchlichen Lebensentwürfe, der vermischten Kulturen, der einst die letzte triste Bahnstation vor Ostberlin war, auch in der Tiefe kennenzulernen. Eineinhalb Stunden Kreuzkölln sind nicht genug."
Laut Bernd Buder protokollieren die Regisseure "ausschnittartig kleine Träume und großspurige Statements – vom Müllfahrer, der begeistert von seinen Schlittenhunden erzählt, über den deutschtürkischen Lehrling, der auch in der Türkei Ausländer ist, bis zum Obdachlosen, der sein bösartiges Anti-Kreuzberg-Traktat mit den Worten beendet: "Nirgendwo auf der Welt sitzen mehr Leute auf einem Scheißhaufen". Rough Cuts mit Haltung und Herz, wenn auch nicht immer mit Verstand – das KREUZKÖLLN (
)-Programm bietet eine bodenständige Nabelschau ohne Glamour und ein Berlin-Bild, das Sozialromantik und Szene-Kitsch gleichermaßen hinterfragt."
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