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DER BESUCHER

DER BESUCHER

Regie Jukka-Pekka Valkeapää
Kinostart 05.11.2009

Kritiken • DER BESUCHER

07. Oktober 2009 | DER BESUCHER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Felix von Boehm sah im Grunde einen klassischen Märchenfilm. "Der Regisseur Jukka-Pekka Valkeapää entzieht seine Geschichte bewusst dem Horizont der Wahrscheinlichkeit und entwirft mit seinem Kameramann Tuomo Hutri eindringliche Metaphern, die der fantastischen Gedankenwelt des Kindes entlehnt sind. Die erste Einstellung zeigt das Gesicht des Jungen, das er in einer Wassertonne untertaucht, um zu sehen, wie lange er die Luft anhalten kann. Der Druck und die Erleichterung beim Aufatmen: Dieses Bild nimmt vielleicht schon das Gefühl vorweg, das Jukka-Pekka Valkeapää vermitteln will."

05. November 2009 | DER BESUCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Philipp Bühler wirkt der Film "durchaus zermürbend in seiner Zeichenhaftigkeit, dem Betrachter geht es wie dem Jungen auf seinen gelegentlichen Floßfahrten in trüben Gewässern: Er stochert im Nebel. ... Aber es ist nicht eine entschlüsselbare Symbolik, mit der uns der Film in seinen Bann zieht; es ist die traumatische Wahrnehmung der Welt, zu der wir als Kinder im Stande waren, die also an Urängste rührt. Mit einer traumwandlerischen Sicherheit in Bild und Schnitt baut Jukka-Pekka Valkeapää diese Spannung auf, um sie bis zum Ende durchzuhalten."

03. November 2009 | DER BESUCHER • Kritik • br-online.de

Zoran Gojic ist begeistert. "Ein geheimnisvolles Meisterwerk des Abseitigen, das einen Blick lohnt. Solche Bilder, solche Welten bekommt man im Kino nicht allzu oft zu sehen. Eine exzellente Talentprobe – man darf auf die kommenden Werke von Jukka-Pekka Valkeapää gespannt sein."

01. November 2009 | DER BESUCHER • Kritik • schnitt.de

Christian Lailach fällt es schwer, den Film mit Attributen zu belegen, "da er diesen ebenso widerspricht. Spannend, nicht strapazierend; brutal, nicht gewaltsam; langsam, nicht schleppend. Jukka-Pekka Valkeapää wandert mit einer selten gesehenen Perfektion an den Abgründen der Extreme. Zurückhaltung allerorten, vier Figuren, ein Haus im Wald, eine Gefängniszelle, immer wieder die gleiche Perspektive. Dabei rankt sich alles viel weniger um die Geschichte als um ein Geheimnis, dessen Einfluß mit der unheimlichen Anziehung des Besuchers immer stärker zum Tragen kommt. So, wie dieser plötzlich auftaucht, verschwindet er auch wieder und mit ihm alle Fragen."

01. November 2009 | DER BESUCHER • Kritik • film-dienst

Für Kathrin Häger versinnbildlicht DER BESUCHER (DER BESUCHER Trailer) "etwas manieriert einen nicht enden wollenden Albtraum voller Fragmente, die zusammengesetzt werden wollen, und mit einer anfänglichen Intensität, die durch ihre Impertinenz nach und nach geradezu zwangsläufig erlahmt: Ein tief gestürztes Pferd muss von seinem Leiden erlöst werden, ein Mann verrottet unbeobachtet in der Tiefe, zahllose Hühner werden geköpft, die Menschen verfallen in Schweigen. Nur die Tonspur fängt die Grausamkeit ein, das Wiehern des Pferdes, das Kreischen der Krähen, immer eine Spur zu laut und zu erschreckend, als dass es für diese verstummten Figuren eine Erlösung geben könnte."

02. Oktober 2009 | DER BESUCHER • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel ist überaus angetan. DER BESUCHER (DER BESUCHER Trailer) "wirkt und funktioniert nahezu ausschließlich über seine einprägsamen Bilder und Tonkaskaden. Die Impressionen der kargen Landschaft, die in den Gesichtern aller Beteiligten tiefe Spuren hinterlassen hat – für die Besetzung dieses Vierpersonenstücks muss man Vakeapää große Anerkennung zollen –, beanspruchen die eigentliche Hauptrolle für sich. Überhaupt fordert der Film, der eine fast stille Zeitreise in eine archaische, fremde Welt unternimmt, unsere ganze Aufmerksamkeit."

02. Oktober 2009 | DER BESUCHER • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah ein "insgesamt düsteres, halb mysteriöses, pessimistisches, depressives, melancholisches Bild aller vier handelnden Personen. Vieles besteht nur aus Zeichen, Verschlüsselungen, Symbolen. Der Zuschauer muss suchen, finden, seine eigene Vorstellungskraft zu Hilfe nehmen. Konsequent, eindrucksvoll, unerbittlich ist der Bild- und Rhythmusstil dieses Werkes. Durchaus neu erscheinend, ungewohnt, verblüffend, herausfordernd. Beim Göteborg-Filmfestival gab es dafür den Nordic Film Award sowie den Kodak-Award. Etwas für hartgesottene Arthouse-Fans."

01. Oktober 2009 | DER BESUCHER • Kritik • filmz.de

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