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SCHWARZ AUF WEIß

SCHWARZ AUF WEIß

Regie Susanne Jäger
Pagonis Pagonakis
Kinostart 22.10.2009

Kritiken • SCHWARZ AUF WEIß

22. Oktober 2009 | SCHWARZ AUF WEIß • Kritik • Die Tageszeitung

David Denk fasst seine Kritik wie folgt zusammen: "Der Filmtitel SCHWARZ AUF WEIß pointiert Günter Wallraffs Ansatz: Ob bei den Fußballfans in Cottbus, einer Wandergruppe in Gummersbach oder einfach irgendwo auf der Straße - Wallraff sucht permanent die Gesellschaft, die ihn nicht will, und dokumentiert deren Ablehnung in Bildern grenzenloser Einsamkeit. Doch hat er es nicht allein auf den offenen, unverhohlenen Rassismus abgesehen - beleidigen, wegsetzen, anpöbeln -, sondern auch auf den unterschwelligen, verdrucksten, der sich hinter aufgeklärt klingenden Vokabeln wie "Mentalität" verbirgt oder hinter den in Deutschland so beliebten "Vorschriften"."

22. Oktober 2009 | SCHWARZ AUF WEIß • Kritik • Neues Deutschland

Ganz schlimm findet Caroline M. Buck die Dinge. "Überraschend vielleicht, wie relativ selten körperliche Nötigung zum Tragen kommt, wie häufig es bei verbaler Aggression, kopfschüttelnder Ausgrenzung, verstohlenen Blicken und Fluchtmechanismen bleibt. Alles schon reichlich genug, um bei tatsächlichen Schwarzen, die sich die dunkle Haut nicht einfach abends abschminken können, nachhaltige Depressionen auszulösen. Die einzige Episode, in der Günter Wallraff/Kwami sein buntbedrucktes Billighemd zu Hause lässt und stattdessen in Anzug und Krawatte auftritt, legt allerdings nahe, dass viele der beobachteten Vorurteile ebenso viel mit Fragen der Klasse zu tun haben könnten wie mit der Provenienz."

21. Oktober 2009 | SCHWARZ AUF WEIß • Kritik • Berliner Zeitung

Katja Lüthge findet den Günter Wallraff Film SCHWARZ AUF WEIß auf deprimierende Weise anstrengend. "Die dumpfe Spießigkeit der kleinbürgerlichen Milieus in Ost und West liegt bald bleiern über dem Kinosaal und man wünschte sich zur Abwechslung mal mit der Xenophobie intellektuellerer Zeitgenossen konfrontiert zu werden. Neben thematischer Tristesse muss das Auge auch mit den huschigen Bildern der Kamera fertig werden, deren Objektiv aus dem Knopfloch des Ethnohemdes schaut und in Szenen zum Einsatz kam, in denen die getarnte, professionelle Kamera zu auffällig gewesen wäre."

21. Oktober 2009 | SCHWARZ AUF WEIß • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Philipp Lichterbeck zeigt die Dokumenation eine verlogene Nation. "Nun kann man sagen, dass einem all diese Reaktionen übertrieben vorkommen, dass man selbst nicht so mit Schwarzen umgeht und auch noch nie solche Szenen erlebt hat. Womit wir beim zweiten großen Unbehagen wären, das Günter Wallraffs Film weckt. Es hat mit seiner fragwürdigen Methode zu tun. Warum lässt er nicht einen echten Afrikaner losziehen? Günter Wallraff selber ist nur die Karikatur eines Schwarzen und reproduziert gängige Vorurteile. Er radebrecht, erzählt beim Schrebergartenverein, dass er ganze Schweine grillen möchte, und läuft mit einer schrägen Afrofrisur samt Sonnenbrille herum."

21. Oktober 2009 | SCHWARZ AUF WEIß • Kritik • Der Spiegel

Die Doku ist unter Afrodeutschen höchst umstritten - sie lehnen die Undercover-Methode ab, weiß Hannah Pilarczyk. "In einer Filmepisode fasst Günter Wallraff fahrig Erfahrungsberichte von Schwarzen zusammen, die auf deutschen Ämtern diskriminiert werden. Dann macht er sich auf, dies selbst zu erleben. Zusammen mit dem Afrodeutschen Avad erkundigt er sich nach der Jagdscheinprüfung, doch die Beamten reagieren aggressiv und verweigern ihnen schon die Auskunft über die Prüfung. Avad kommt kaum zu Wort und wird auch später nicht gefragt, was es für ihn im Alltag bedeutet, wenn ihm Staatsdiener die Arbeit verweigern. Letztlich wird der Schwarze auch von Wallraff an den Rand gedrängt."

01. Oktober 2009 | SCHWARZ AUF WEIß • Kritik • filmz.de

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